Projekte

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Forschungsprojekte des Trierer Instituts für Demokratie- und Parteienforschung.
 

Gestaltung grenzüberschreitender Kooperation in Europa: Ziele, Möglichkeiten, Restriktionen. Das Beispiel der ‚Großregion‘
 

Projektleitung: Prof. Dr. Uwe Jun, Dr. Lasse Cronqvist

Die Auswirkungen des Corona-Virus haben in der Region Trier die besondere Bedeutung der grenznahen Lage verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung rücken lassen. Durch Grenzschließungen wurden langjährig entwickelte Routinen unterbrochen, welche nicht nur die wirtschaftliche Tätigkeit vieler Grenzpendler und Unternehmer beeinflusste, sondern auch das gemeinsame gesellschaftliche Leben in der oft als Herzstück eines „Europa der Regionen“ geltenden Großregion einschränkte. Es zeigt sich dabei, dass die Institutionen der Großregion, welche die Zusammenarbeit zwischen grenznahen Gebieten Luxemburgs, Lothringens, dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Wallonien entwickeln sollen, große Schwierigkeiten hatten nachhaltigen Einfluss auf die nationale Politik zur Bekämpfung der Corona-Krise zu nehmen.

Das Projekt soll die Gründe für diese Problematik identifizieren und die Entwicklung in konkreten Politikfeldern untersuchen. Im Mittelpunkt steht die Betrachtung der Interessen der einzelnen politischen Akteure. Dabei sollen die Konflikte zwischen den Zielen der politischen Akteure der Großregion vor Ort und den Vorstellungen auf regionaler wie nationaler Ebene in Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxemburg herausgearbeitet werden und erörtert werden, wie diese zu einer Verbesserung der konstruktiven Zusammenarbeit in der Region überwunden bzw. gemildert werden können.

Diese Fragen sollen im Dialog mit politischen und gesellschaftlichen Akteuren vor Ort in der Großregion aufgenommen werden. Über eine Kontaktaufnahme freuen wir uns sehr. Hierfür sowie zu allgemeinen Fragen zu diesem Projekt steht Ihnen der Projektleiter Dr. Lasse Cronqvist (cronqvistuni-trierde) gerne zur Verfügung.