Mitteilung des Präsidenten vom 7.1.2021

Liebe Studentinnen und Studenten, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

in der Innovationsforschung kennt man das Phänomen „Leapfrogging“. Man will, wenn man sich für etwas Neues entschieden hat, nicht dauernd das nicht mehr ganz so Neue erneuern oder aktualisieren und lässt das eine oder andere Update einfach aus. Aber diese Option haben wir aktuell ja nicht. Zugleich ist es kein wirkliches Update. Denn vieles wird wohl so bleiben. Rechtsverbindlichkeit wird erst nach Inkrafttreten der nächsten Corona-Verordnung gegeben sein. Aber es spricht nichts dafür, dass es in den Paragraphen, die die Universität betreffen, zu Verschärfungen kommen wird. Aus dem gestrigen Gespräch mit dem Ministerium und der Landeshochschulpräsidentenkonferenz folgt:

 

Ø  Mündliche und schriftliche Prüfungen können stattfinden. In einem Gespräch mit den Dekanen habe ich noch einmal auf die Möglichkeiten hingewiesen, die uns die aktuell gültige Corona-Prüfungsordnung einräumt.

Ø  Alle für den Januar 2021 angekündigten Prüfungen finden also statt.

Ø  Ebenso bereiten wir die schriftlichen Klausuren und anderen Prüfungsformen, die ab Februar 2021 anstehen werden, sorgfältig vor. Wir werden in besonderer Weise auf die Einhaltung der Hygienevorschriften achten.

Sie erinnern sich, dass wir im Vorfeld des aktuellen Wintersemesters bereits ein Hybrid-Konzept (Mischung aus analogen und digitalen Lehrformaten) vorbereitet hatten. Es konnte dann nicht zum Einsatz kommen. Auch für das anstehende Sommersemester 2021 gibt es selbstverständlich entsprechende Überlegungen. Aber wir, die Lehrenden und die Studierenden und das Servicepersonal, brauchen jetzt Planungssicherheit. Deshalb wird auch das nächste Semester definitiv digital starten müssen (mit den bekannten Ausnahmen für Lehrveranstaltungen mit hohem Praxisanteil, z.B. Laborkurse). Wenn dann auch analoge Formate wieder zulässig sein sollten, wird sich die Umstellung in einem überschaubaren Zeitraum gut organisieren lassen. Das gilt für die Veranstaltungen selbst, aber eben auch für die Raum- und Zeitplanung, die einen entsprechenden Vorlauf benötigt.

Also: Das sind schwere Zeiten. Und eigentlich steht uns momentan der Sinn nicht nach Neuerungen. In Abwandlung eines bekannten Liedtextes (Silbermond) könnten wir auch sagen: Die Geschwindigkeit wurde uns genommen. Jetzt wünschen wir uns etwas, das zurückkommt und bleibt.

Aufmunternde Grüße
Michael Jäckel