Studienverlaufsplan

Der Bachelor-Studiengang "Umweltgeowissenschaften" wird als Kernfach von den Fächern Bodenkunde, Analytische und Ökologische Chemie, Umweltfernerkundung & Geoinformatik, Geologie, Geobotanik, Hydrologie und Umweltmeteorologie des FB VI der Universität Trier getragen.

Sein Leitziel ist, Absolventen auszubilden, die Umweltsysteme analysieren, in ihrer raumzeitlichen Veränderung beobachten und dokumentieren, sowie im Rahmen von Konzepten, die sich am Nachhaltigkeitsprinzip orientieren, vor- und nachsorgend eingreifen können.

Der BSc "Umweltgeowissenschaften" und der konsekutive Master "Environmental Sciences" sind dem Leitgedanken eines nachhaltigen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen verpflichtet. Dies setzt eine profunde Kenntnis der naturwissenschaftlichen Grundlagen, von quantitativen Analyse- und Erfassungsmethoden sowie die Kenntnis von ökosystemaren Zusammenhängen und Wechselwirkungen voraus.

Schließlich müssen Konzepte, Instrumentarien und Management-Strategien für ein nachhaltiges Handeln entwickelt werden.

 

Das Studium des Bachelor "Umweltgeowissenschaften" gliedert sich in drei Abschnitte. Es umfasst sechs Studiensemester mit insgesamt 180 Credit Points, die sich auf 24 Module (ohne Wahlmodule) verteilen. Es schließt mit der Bachelorarbeit im sechsten Fachsemester ab. Der Studienverlauf gliedert sich zunächst in Grundlagenmodule vorwiegend in den ersten beiden Semestern. Hier werden die fachspezifischen Grundlagen und Arbeitstechniken (inklusive der Übung von Geländemethoden) der am BSc beteiligten geowissenschaftlichen Fächer des Fachbereiches VI gelegt. Darüber hinaus umfasst dieses Basis-Curriculum im ersten Studienjahr die Grundlagen der Geoinformatik und Statistik. Das zweite Studienjahr (Aufbau-Curriculum, Semester 3 und 4) vermittelt neben der Abrundung naturwissenschaftlicher Grundlagen (Bodenkunde, Klimasystem) in erster Linie prozessorientierte Wissenselemente und methodische Kompetenzen zur Erhebung und Bewertung von Umweltdaten. Auf der Grundlage der Basismodule folgen vertiefende, vorwiegend interdisziplinär ausgerichtete Module, die zum Beispiel chemische Prozesse in der Umwelt, Anwendungsbeispiele für umweltphysikalische Messmethoden, instrumentelle Analytik und ökologische Standortsbewertung zum Inhalt haben. Ergänzt werden die Inhalte des zweiten Studienjahrs durch ein Modul zum Umweltrecht. Ein Wahlpflichtblock im vierten Semester ermöglicht alternativ eine Vertiefung (instrumentelle Analytik, Umweltfernerkundung) oder Ergänzung der bisher erworbenen Kenntnisse (Systematik und Artenkenntnis der Tiere, Biologische Testsysteme, Kartographische Visualisierung). Das Aufbau-Curriculum wird abgerundet durch ein externes Modul 'Umweltrecht', das sowohl die Grundlagen wie eine Vertiefung in das Umweltrecht umfasst und damit ein integraler Bestandteil der Berufsqualifizierung ist.

Im dritten Studienjahr (Vertiefungs-Curriculum) erfolgt im Wesentlichen eine Ausrichtung auf berufsfeldorientierte Module, die sich mit anwendungsbezogenen Aspekten von Stoffflüssen (Flächenrecycling, Abfall, Altlasten, Nährstoffkreisläufe, Energiebilanzen etc.) und Umweltbewertungskonzepten (Umweltverträglichkeitsprüfung, Gewässer-, Boden- und Naturschutz) auseinandersetzen. Begleitend werden dazu wichtige Verfahren zur Erhebung und Bewertung von Umweltinformationen (Umweltfernerkundung, Prozessmodelle in Umweltsystemen) vermittelt. Mit dem Erwerb von Kenntnissen über Fernerkundungsverfahren zum Umweltmonitoring, über Umweltbewertungskonzepte, zur Umweltplanung, der Erstellung eines Umweltberichtes in der Bauleitplanung bzw. Umweltverträglichkeitsprüfung, sowie zur Bewertung von Gefährdungsursachen und zur Ableitung von Umwelt-Managementstrategien werden weitere wesentliche Grundlagen zur Berufsbefähigung gelegt. Das Vertiefungs-Curriculum wird durch ein studienbegleitendes Berufspraktikum und ein zweites Modul zum Umweltrecht ergänzt. Eine interdisziplinäre und berufsorientierte Projektstudie begleitet die Bachelorarbeit im sechsten Semester, die auch in Verbindung mit dem Berufspraktikum bei externen Institutionen angefertigt werden kann.