BSc Umweltgeowissenschaften - Studienaufbau

Das Bachelor-Studium der "Umweltgeowissenschaften" gliedert sich in drei Abschnitte:

Im ersten Studienjahr (Basis-Curriculum der Semester 1 und 2) werden überwiegend naturwissenschaftliche Grundlagen und Formenkenntnisse in den umweltgeowissenschaftlichen Fächern (Analytische und ökologische Chemie, Bodenkunde, Geobotank, Geologie, Hydrologie und Meteorologie) vermittelt. Dies wird durch methodisch orientierte Ausbildungsinhalte zu "Quantitaiven Methoden in den Umweltwissenschaften" mit dem Schwerpunkt auf Geoinformatik und und Statistik ergänzt. Das Modul "Einführung in die Umweltwissenschaften" umfasst die Einführung in die Arbetsweisen und wissenschaftlichen Grundlagen der umweltwissenschaftlichen Fächer und eine Einführung in das wissenschfatliche Arbeiten, erweitert durch ein Propädeutikum in Physisk und Mathematik.

 

Das zweite Studienjahr (Aufbau-Curriculum, Semester 3 und 4) vermittelt neben der Abrundung naturwissenschaftlicher Grundlagen (Bodenkunde, Klimasystem) in erster Linie prozessorientierte Wissenselemente und methodische Kompetenzen zur Erhebung und Bewertung von Umweltdaten mit Hilfe von Computer-Übungen und Laborpraktika. Ergänzt werden die Inhalte des zweiten Studienjahrs durch Umweltrecht und einen Wahlpflichtblock im vierten Semester. Dieser eröffnet die Möglichkeit alternative Vertiefungen in ‚instrumenteller Analytik', ‚Fernerkundung', ‚Kartographische Visualisierung' oder eine Erweiterung der bisher erworbenen biowissenschaftlichen Kenntnisse im Bereich ‚Artenkenntnis der Tiere' oder  ‚Biologischen Testsystemen' durchzuführen. 

Im dritten Studienjahr (Vertiefungs-Curriculum) erfolgt im Wesentlichen eine Ausrichtung auf berufsfeldorientierte Inhalte, die sich mit anwendungsorientierten Aspekten von Stoffflüssen (Flächenrecycling, Abfall, Altlasten, Nährstoffkreisläufe, Energiebilanzen etc.) und Umweltbewertungskonzepten (Umweltverträglichkeitsprüfung, Gewässer-, Boden- und Naturschutz) auseinandersetzen. Begleitend werden dazu wichtige Verfahren zur Erhebung und Bewertung von Umweltinformationen (Umweltfernerkundung, Prozessmodelle in Umweltsystemen) vermittelt. Eine interdisziplinäre Projektstudie bereitet die abschließende Bachelorarbeit vor, die vorzugsweise in Verbindung mit dem Berufspraktikum bei externen Institutionen angefertigt werden soll.

Inhalte, vermittelte Methoden und Fähigkeiten

Im Verlauf Studienganges werden folgende Kenntnisse an Methoden und Fähigkeiten in Form von Vorlesungen, Übungen, Praktika und Seminaren im Labor und Gelände vermittelt, die für das spätere Berufsfeld notwendig sind:

a) Formen-, Material- und Artenkenntnis

(Gesteine, Böden, Gewässer, meteorologische Elemente, Pflanzen- und Tierarten und Biotope, Landschaftsformen)

  • Kenntnisse von Geländemethoden (Beobachtung, Datenerhebung und Dokumentation, um Veränderungen nachvollziehen zu können)

b) Laborarbeit, Messstationen, Geländearbeit

  • Kenntnisse und Erfahrungen in chemisch analytischen Labormethoden
  • Erfahrung in der Messung von Zeitreihen mit physikalisch technischen Geräten
  • Betreuung von Messnetzen


c) Erhebung, Auswertung und Verwaltung von Umweltdaten

(Statistik, Fernerkundung, Geographische Informationssysteme, Prozessmodelle)

  • Kenntnisse und Erfahrungen in der Auswertung von Messreihen
  • Erhebung und Verwaltung räumlicher Umweltdaten, ihrer informationstechnischen Voraussetzungen und verbindender Modellierungsansätze

d) Kenntnis von Planungsvorgängen, Umweltgesetzen, Verordnungen

e) Rhetorik und Präsentationstechniken

 

Darüber hinaus vermitteln wir Fähigkeiten, die zur allgemeinen Berufsqualifikation beitragen:

  • Datenerhebung und Datenauswertung
  • Erkennen und Klassifikation von abstrakten Formen und Material (Gesteine, Böden, Landschaftsformen, Pflanzen und Tierarten)
  • Räumliche Visualisierung und Interpolation
  • Systemdenken (Denken in Systemabläufen, Denken in vernetzten Systemen)
  • Transferdenken (Methodentransfer)
  • Präsentation