[AKTUELLES AUS DER SINOLOGIE] Podiumsdiskussion über die Demokratiebewegung in Taiwan

In Ostasien gilt das pluralistische System Taiwans als beispielhaft. Wie entstand diese junge Demokratie, und welchen Handlungsspielraum hat sie heute? In der von der Ruhr Universität Bochum organisierten Podiumsdiskussion diskutieren Zeitzeugen aus Taiwan und Deutschland mit Sachverständigen aus der Politologie.

Foto: Sung Lung-ch’üan, aufgenommen am 7. März 1987 in Changhua bei einer Gedenkdemonstration zum Aufstand vom 27.2.1947

Taiwan sieht sich als pluralistischen Staat mit Parlament, Parteien, einem freien, gleichen und geheimen Wahlsystem und unabhängiger Gerichtsbarkeit. Diese Attribute eines freien Rechtsstaats hatte es nicht immer. Bis in die 1980er Jahre war Taiwan eine Parteidiktatur unter der Herrschaft der Kuomintang (Nationalen Volkspartei). Aber seit dem Tod des Präsidenten Chiang Kai-Shek im Jahr 1975 wurden die Stimmen lauter, die politische Mitsprache einforderten.

Diesen Prozess und die Rolle der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen darin diskutieren zwei Zeitzeugen und eine Politologin mit dem Publikum. Es nehmen teil:

Prof. Dr. Shieh Jhy-wey, Repräsentant Taiwans in der Bundesrepublik Deutschland

Klaus H. Walter, früherer Taiwan-Koordinator von Amnesty International Deutschland

Prof. Dr. Kristin Shi-Kupfer, Professorin für Sinologie an der Universität Trier

 

Die Diskussionsrunde wird auf Deutsch gehalten, weiter Informationen und den Kenncode für das Zoom-Meeting finden Sie hier. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos. 

 

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