[AKTUELLES AUS DER SINOLOGIE]: Poetikvorlesung des Dichters Bei Ling am 9.06.21

Wie politisch darf ein Gedicht sein? Negiert die politische Ambition den poetischen Gehalt eines Gedichts? Oder intensiviert die dichterische Sprache die Einprägsamkeit der politischen Aussage? In einer Vorlesungsreihe des DFG-Kolleg-Forschungsgruppe "Russischsprachige Lyrik in Transition" will darauf nicht direkt eine entgültige Antwort finden, jedoch einen Dialog beginnen.

Das DFG-Kolleg-Forschungsgruppe "Russische Lyrik in Transition" läd ganz herzlich zu einer Poetikvorlesung von Bei Ling ein.

Bei Ling ist chinesischer Poet, Schriftsteller, Essayist und Verleger. Momenttan lebt er in Taipeh. Er gründete 1992 das Literaturjournal Tendency, dessen 13. Ausgabe im Jahr 2000 auch in Beijing gedruckt wurde. Daraufhin wurde Bei Ling verhaftet, jedoch aufgrund internationalen Drucks zwei Wochen später wieder freigelassen und des Landes verwiesen. Er veröffentlichte mehrere Bücher, darunter die Biografie des Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo. Seine Texte sind desweiteren in unteranderem in der New York Times und der Los Angeles Times veröffentlicht worden.

Vermehrt wurden seine Texte nach seiner Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2009 auch ins Deutsche übersetzt. 

Die Vorlesung ist Teil einer Vorlesungsreihe, in der es um politische Lyrik geht. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 9.06., von 18 - 20 Uhr über Zoom statt. Die Veranstaltung wird auf Englisch und Chinesisch gehalten. Sie ist kostenlos. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Baharova. Weitere Informationen finden Sie hier.

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