Dr. David Römer

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Raum A 431

Universität Trier
FB II Germanistik
Germanistische Linguistik
D-54286 TRIER

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Fax: +49-651-201-4777

E-Mail: roemerduni-trierde

Sprechstunde im Semester: nach Absprache

Sprechstunde in der veranstaltungsfreien Zeit: nach Absprache

 

Derzeitige Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen

Linguistische Diskursanalyse, Korpuslinguistik, Sprachkritik, Argumentationstheorie und -analyse, öffentlicher Sprachgebrauch, Sprachgeschichte der Gegenwart, Sprache in der Politik, Sprache in Verschwörungstheorien

 

Aktuelles

Forschungsprojekt „Sprachliche Muster in Verschwörungstheorien“

Ausgehend von der These, dass Verschwörungstheorien insbesondere mit den Mitteln der Sprache glaubhaft gemacht werden, möchte das Projekt einen Beitrag zur Erforschung der sprachlichen Konstruktion von Verschwörungstheorien leisten. Im Besonderen wird der Frage nachgegangen, mit welchen sprachlichen Mitteln und Strategien verschwörungstheoretisches Wissen als alternative, zu den konsensuellen „Wahrheiten“ in Opposition stehende Deutung der Wirklichkeit legitimiert wird. Im Fokus stehen dabei jene sprachlichen Muster, mit denen Verschwörungstheorien auf gesellschaftlich anerkannte Wirklichkeitsvorstellungen referieren, sie infrage stellen, modifizieren und in ihr eigenes Überzeugungssystem integrieren. Als Materialbasis dient ein umfassendes Korpus verschiedener Textsorten, in denen sich verschwörungstheoretisches Gedankengut manifestiert. Methodisch knüpft das Vorhaben an etablierte und neuere Verfahren der Text- und Diskurslinguistik sowie der Korpuslinguistik an.

Publikationen zum Projekt:

Römer, David/Stumpf, Sören (2019): „Der Große Austausch ist kein Mythos, er ist bittere Realität.“ Populismus und Verschwörungstheorien aus linguistischer Perspektive. In: Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie (OBST) 95, 129–158.

Römer, David/Stumpf, Sören (Hrsg.) (2018): Verschwörungstheorien – linguistische Perspektiven. Themenheft der Zeitschrift Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 14.

Römer, David/Stumpf, Sören (2018): Verschwörungstheorien – linguistische Perspektiven. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 14, 193–195.

Breil, Laura/Römer, David/Stumpf, Sören (2018): „Das weltweite Wetter-Projekt Chemtrails ist, und darüber herrschen wohl kaum Zweifel, ein Multimilliarden-Dollar-Unternehmen“. Argumentationsmuster innerhalb der Chemtrail-Verschwörungstheorie. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 14, 239–258.

Stumpf, Sören/Römer, David (2018): Sprachliche Konstruktion von Verschwörungstheorien. Eine Projektskizze. In: Muttersprache 128, 394–402.

Das Projekt in den Medien:

Twitter

Von „Puppenspielern“ und „vermeintlichen“ Fakten. Interview über Sprache in Verschwörungstheorien, Luxemburger Wort (Feuilletonbeilage „Die Warte“), 21. Juni 2018. [Seite 1, Seite 2]

Es ist alles „klar“ und „offensichtlich“. Bericht über Sprache in Verschwörungstheorien, Die Rheinpfalz, 16. Mai 2018.

Nichts ist so, wie es scheint. Interview über Sprache in Verschwörungstheorien, Zeit- Online, 25. April 2018.

Wie Sprache Verschwörungstheorien als wahr erscheinen lässt. „Gegenwahrheiten“ aus linguistischer Sicht. Bericht über Sprache in Verschwörungstheorien, 5vier.de, 24. April 2018.

Wie Sprache Verschwörungstheorien als wahr erscheinen lässt. Interview über Sprache in Verschwörungstheorien, „idw-online.de“, 23. April 2018.

Verschwörungstheorien im Internet. Radiointerview über Sprache in Verschwörungstheorien, Radio 100,7, 7. März 2018.

Bericht im Unijournal Trier 44, Heft 1/2018.

 

Curriculum Vitae

Seit 10/2017:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Germanistische Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Martin Wengeler), Universität Trier

04/2017 bis 09/17:
Lehrbeauftragter der Universität Vechta

10/2016 bis 03/2017:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Germanistische Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Stephan Stein), Universität Trier

07/2016:
Promotion zum Dr. phil. im Fachbereich Germanistik, Abteilung Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Vechta

08/2015 bis 01/2016:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Forschungszentrum Europa – Strukturen langer Dauer und Gegenwartsprobleme“, Universität Trier

10/2012 bis 09/2016:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Jochen A. Bär), Universität Vechta

10/2010 bis 09/2012:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Sprachliche Konstruktionen sozial- und wirtschaftspolitischer ‚Krisen‘ in der BRD von 1973 bis heute“

10/2003 bis 09/2010:
Studium der Germanistischen Sprachwissenschaft, Neueren Deutschen Literaturwissenschaft und Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Abschluss Magister Artium

 

Publikationen

Monografien

Wirtschaftskrisen eine linguistische Diskursgeschichte. Berlin/Boston 2017: De Gruyter (Sprache und Wissen: 26).

Trotz der historischen, gesellschaftlichen und politischen Relevanz des Krisen-Begriffs wird in der Forschung kaum reflektiert, wie das vorherrschende Wissen über „Krise" geprägt ist. So finden Fragen nach der Rolle von Sprache als Faktor für die Vorstellungen von „Krise" nur vereinzelt Berücksichtigung. Am Beispiel des öffentlich-politischen Diskurses zu Wirtschaftskrisen zwischen 1973 und 2003 geht der Autor u. a. den Fragen nach, mit welchen sprachlichen Mitteln 'Krise' als soziale Tatsache begründet wird, wie die sprachlichen Konstruktionen von 'Krise' in den Prozess der Legitimation politischen Handelns eingebunden sind sowie welche Denkmuster sich dabei zeigen und durchsetzen. Die Studie führt in den Ansatz der linguistischen Diskursgeschichte ein und begründet ihn neu als Argumentationsgeschichte.

***Ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Universitätsgesellschaft Vechta e.V. für herausragende Dissertationen.***

 

Herausgaben

Verschwörungstheorien im Diskurs. Interdisziplinäre Zugänge. Weinheim 2020: Beltz Juventa. Beiheft der Zeitschrift für Diskursforschung 4. (zusammen mit Sören Stumpf)

Populismus und Sagbarkeiten in öffentlich-politischen Diskursen. Themenheft der Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie (OBST), Heft 95/2019. (zusammen mit Constanze Spieß)

Aktuelle Tendenzen der interdisziplinären Diskursforschung. Mannheim 2019. Sonderheft der Open-Access-Publikationsreihe Diskurse – digital. (zusammen mit Christian Kreuz und Ruth Mell)

Verschwörungstheorien – linguistische Perspektiven. Themenheft der Zeitschrift Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 14, Heft 3/2018. (zusammen mit Sören Stumpf)

 

Beiträge in Zeitschriften, Sammelbänden, Handbüchern

Verschwörungstheorien als argumentative Narrative. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik. 2021, S. 1–18. https://doi.org/10.1007/s41244-021-00202-6

Sprachliche Mittel in Verschwörungstheorien. Das Beispiel »Gates kapert Deutschland«. In: Der Sprachdienst 64, Heft 6/2020, S. 148–158. (mit Dr. Sören Stumpf)

„Yes we Ken“ – Corona-Verschwörungstheorien unter mainstream-linguistischer Lupe. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 16, Heft 2+3/2020, S. 212–219. (mit Dr. Sören Stumpf)

Editorial. Verschwörungstheorien im Diskurs aus interdisziplinärer Perspektive. In: Sören Stumpf/David Römer (Hrsg.): Verschwörungstheorien im Diskurs. Interdisziplinäre Zugänge. Beiheft der Zeitschrift für Diskursforschung 4. Weinheim 2020: Beltz Juventa, S. 3–8. (mit Dr. Sören Stumpf)

Krisendiskurs. In: Thomas Niehr/Jörg Kilian/Jürgen Schiewe (Hrsg.), Handbuch Sprachkritik. Stuttgart 2019: Metzler, S. 233–240.

Einleitung. In: Christian Kreuz/Ruth Mell/David Römer (Hrsg.): Aktuelle Tendenzen der interdisziplinären Diskursforschung. Sonderheft der Open-Access-Publikationsreihe Diskurse – digital, Heft 3/2019, S. 1–6. [https://doi.org/10.25521/diskurse-digital.2019.94]

Diskurskritik massenmedial vermittelter politischer Kommunikation. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 15, Heft 2/2019, S. 184–192.

Populistischer Sprachgebrauch als Phänomen politischer Kommunikation. In: Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie (OBST), Heft 95/2019, S. 7–19. (zusammen mit Constanze Spieß)

Der Große Austausch ist kein Mythos, er ist bittere Realität.“ Populismus und Verschwörungstheorien aus linguistischer Perspektive. In: Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie (OBST), Heft 95/2019, S. 129–158. (zusammen mit Sören Stumpf)

Argumentationstopoi in der Text- und Diskursanalyse – alte Pfade, neue Wege. In: tekst i dyskurs – Text und Diskurs, Heft 11/2018, S. 117–135.

Diskursphraseme – Modellierung und Beispiel. In: Sören Stumpf/Natalia Filatkina (Hrsg.), Formelhafte Sprache in Text und Diskurs. Berlin/Boston 2018: De Gruyter, S. 147–160.

Verschwörungstheorien – linguistische Perspektiven. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 14, Heft 3/2018, S. 193–195. (zusammen mit Sören Stumpf)

„Das weltweite Wetter-Projekt Chemtrails ist, und darüber herrschen wohl kaum Zweifel, ein Multimilliarden-Dollar-Unternehmen“. Argumentationsmuster innerhalb der Chemtrail-Verschwörungstheorie. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 14, Heft 3/2018, S. 239–258. (zusammen mit Laura Breil und Sören Stumpf)

Sprachliche Konstruktion von Verschwörungstheorien. Eine Projektskizze. In: Muttersprache 128, Heft 4/2018, S. 394–402. (zusammen mit Sören Stumpf)

„Nun stehe ich hier vor Euch: ein Mann aus Würselen“  Die Wahlkampfsprache der SPD. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 14, Heft 1/2018, S. 4–15.

Normen, ja bitte! Diskurskritik am Beispiel der sprachlichen Konstruktion sozial- und wirtschaftspolitischer „Krisen“. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 13, Heft 1/2017, S. 68–96.

Emotion, sprachliches Handeln und Mentalität. In: Christian Kreuz/Robert Mroczynski (Hrsg.), Sprache, Kultur, Mentalität. Berlin u.a. 2016: LIT, S. 67–83. (zusammen mit Nina Kalwa)

Kulturelle Artefakte als Gegenstand der Diskursforschung. In: Heidrun Kämper/Ingo Warnke (Hrsg.), Diskurs – interdisziplinär. Zugänge, Gegenstände, Perspektiven. Berlin/Boston 2015: De Gruyter, S. 229–244. (zusammen mit Christian Kreuz)

Die Konstitution von Wissenschaftskulturen und die Frage nach der gesellschaftlichen Resilienz. In: Ekkehard Felder/Marcus Müller (Hrsg.), Diskurszukünfte. 10. Jahrestagung des Forschungsnetzwerks „Sprache und Wissen“. Jubiläums- und Programmzeitschrift. Heidelberg 2014, S. 44–46. (zusammen mit Nina Kalwa)

„Die Globalisierung ist ein ökonomisches Phänomen mit politischen Folgen“. Linguistische Diskursanalyse am Beispiel der sprachlichen Konstruktion der „Arbeitsmarktkrise“ 1997. In: Zeitschrift für Diskursforschung (ZfD) 1, Heft 2/2013, S. 137–158. (zusammen mit Martin Wengeler)

„Wirtschaftskrisen“ begründen/mit „Wirtschaftskrisen“ legitimieren. Ein diskurshistorischer Vergleich. In: Martin Wengeler/Alexander Ziem (Hrsg.), Sprachliche Konstruktionen von „Krisen“. Interdisziplinäre Perspektiven auf ein fortwährend aktuelles Phänomen. Bremen 2013: Hempen, S. 269–288. (zusammen mit Martin Wengeler)

Korpusgestützte Zugänge zum öffentlichen Sprachgebrauch: spezifisches Vokabular, semantische Konstruktionen, syntaktische Muster in Diskursen über „Krisen“. In: Ekkehard Felder (Hrsg.), Faktizitätsherstellung in Diskursen. Die Macht des Deklarativen. Berlin/Boston 2013: De Gruyter, S. 219–321. (zusammen mit Ronny Scholz und Alexander Ziem)

„Politikversagen!“ – Relationale Toposanalyse: Überlegungen zu einem Verfahren linguistischen Interpretierens und dessen sprachkritischer Anwendbarkeit am Beispiel eines Diskursausschnitts zu „Krisen“. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 8, Heft 3/2012, S. 193–216.

Metaphern und Argumentationsmuster im Mediendiskurs zur ‚Finanzkrise‘. In: Anja Peltzer/Kathrin Lämmle/Andreas Wagenknecht (Hrsg.), Krise, Cash und Kommunikation. Die Finanzkrise in den Medien. Konstanz 2012: UVK, S. 71–95. (zusammen mit Kristin Kuck)

 

Artikel in Wörterbüchern

wuseln, Saustall, YOLO, schlottern, malochen, Gedöns, empörend, Tollpatsch, Ferien, Ratzefummel, Brandung. In: Jochen A. Bär (Hrsg.): Das Jahr der Wörter. 365 lexikalische Streiflichter. Vechta 2015: Edition Oldenburgische Volkszeitung.

 

Besprechungen, Berichte, Sonstiges

Bätschi ist schon mal ganz gut. Interview über die Wahlkampfsprache der SPD, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. Juni 2018.

Rezension zu Siefkes, Martin & Doris Schöps (2013): Neue Methoden der Diskursanalyse. Themenheft Zeitschrift für Semiotik 35, Heft 3–4. Tübingen: Stauffenburg Verlag. 332 S. In: Zeitschrift für Angewandte Linguistik (ZfAL) 67, Heft 1/2017, S. 193–203.

Tagungsbericht zur Konferenz des DFG-Projektes „Sprachliche Konstruktionen sozial- und wirtschaftspolitischer ‚Krisen‘ in der BRD von 1973 bis heute“, Trier, 7.–9. März 2012. In: H-Soz-u-Kult.
[Ebenfalls erschienen in der Zeitschrift für Germanistische Linguistik (ZGL) 40/2012 und in gekürzter Fassung im Unijournal der Universität Trier, Heft 2/2012.] (zusammen mit Kristin Kuck)

Linguistische Diskursgeschichte am Beispiel von Wirtschaftskrisen. In: Soziopolis – Gesellschaft beobachten. Hamburg 2016.