Emmanuel Shakarov, BA JAPANOLOGIE (HF) / Russische Philologie (NF) (2023)
Welchen Job habe ich?
Derzeit arbeite ich bei einem japanischen Unternehmen in Frankfurt am Main im Sales‑Bereich und bin für das Business Development im EU‑B2B‑Markt, insbesondere im Automobilsektor, verantwortlich.
Zu meinen zentralen Aufgaben zählen die Marktanalyse, die Identifikation neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Neukundenakquise sowie die Betreuung und der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen.
Dabei arbeite ich eng mit internationalen Teams zusammen und stehe in regelmäßigem Austausch mit Kunden und Partnern in Europa und Asien.
Die Tätigkeit erfolgt in einem mehrsprachigen Umfeld und umfasst regelmäßige Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands und Europas.
Besonders schätze ich an meinem Unternehmen, dass Japanisch die primäre Unternehmenssprache ist, gefolgt von Englisch. Dadurch kann ich meine Sprachkenntnisse täglich aktiv einsetzen und kontinuierlich weiterentwickeln.
Wie bin ich an diesen Job gekommen?
Nach meinem Studienabschluss habe ich zunächst zwei Praktika bei Bosch Japan absolviert. Dadurch konnte ich meine Japanischkenntnisse weiter vertiefen und zugleich wertvolle internationale Berufserfahrung sammeln.
Im Anschluss habe ich mich gezielt bei japanischen Unternehmen beworben und dabei unter anderem Vermittlungsfirmen wie Center People, Career Management und Adeni genutzt. Über diese Kanäle wurde ich zu mehreren Vorstellungsgesprächen eingeladen, die schließlich in meiner heutigen Position mündeten.
Oft wird angenommen, dass man mit einem Japanologie‑Studium nur eingeschränkte Berufsperspektiven hat. Diese Einschätzung teile ich ausdrücklich nicht.
Wie auch unsere Dozentinnen und Dozenten stets betont haben, verfügen Geisteswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler über die Fähigkeit, sich schnell in neue Themenfelder einzuarbeiten, bringen ausgeprägte interkulturelle Kompetenzen, analytisches Denkvermögen sowie kommunikative Stärke mit. Gerade für Unternehmen mit Japan‑Bezug stellen diese Qualifikationen einen erheblichen Mehrwert dar.
Wie hat mir das Studium der Japanologie dabei geholfen?
Das Studium hat mir nicht nur fundierte Sprachkenntnisse vermittelt, sondern auch ein tiefes Verständnis für japanische Kultur, Arbeitsweisen und Kommunikationsstrukturen, das ich insbesondere während meines Austauschjahres an der Osaka‑Kyoiku‑Daigaku weiter vertiefen konnte.
Darüber hinaus hat vor allem die Praktikumserfahrung in Japan bei Bosch entscheidend zu meinem beruflichen Einstieg beigetragen. Diese interkulturelle Sensibilität ist in meinem heutigen Berufsalltag – insbesondere in der Zusammenarbeit mit japanischen Kolleginnen und Kollegen – von unschätzbarem Wert.
An dieser Stelle möchte ich allen Studierenden sehr ans Herz legen, die Möglichkeiten von Praktika während des Studiums aktiv zu nutzen. Solche Praktika können unter anderem bei deutschen Unternehmen wie Mercedes‑Benz, Volkswagen, Mitsubishi Fuso oder BMW usw. absolviert werden.
Wie blicken Sie auf Ihre Studienzeit in Trier zurück?
Die Studienzeit an der Universität Trier war mit Abstand eine der besten und spannendsten Phasen meines Lebens. Sowohl die Vorlesungen als auch die Seminare waren fachlich anspruchsvoll, abwechslungsreich und stets sehr interessant.
Die Dozentinnen und Dozenten zeichneten sich durch großes Engagement, Hilfsbereitschaft und persönliche Nahbarkeit aus. Darüber hinaus hat man während des Studiums Freundschaften fürs Leben geschlossen und insbesondere durch den intensiven Austausch mit japanischen Studierenden stark profitiert – ein Aspekt, der für das Erlernen der japanischen Sprache und das interkulturelle Verständnis von entscheidender Bedeutung ist.
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