DAYVid - Decoding Antisemitism in YouTube Videos

FörderungBundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
im Rahmen der Förderrichtlinie „Ursachen und Dynamiken des aktuellen Antisemitismus“
Laufzeit03/2026-02/2029
Fördervolumenca. 1,35 Mio €
Verbundpartner

Aktuelles aus dem Projekt

DAYVid in den Medien
Antisemitismus auf YouTube: Forschungsprojekt der Uni Trier untersucht Verbreitung
Am 24. März stellte Verbundkoordinator Marc Seul das Projekt DAYVid in der SWR Kultur-Sendung “Kultur aktuell” vor
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Pressemitteilung zum Start des Verbundforschungsprojekts
Verbundforschungsprojekt DAYVid dekonstruiert antisemitische Kommunikation auf YouTube
Wie wird Antisemitismus auf YouTube kommuniziert? Und wie lässt sich diese plattformspezifische Kommunikation wissenschaftlich analysieren? Diesen Fragen widmet sich das Verbundforschungsprojekt DAYVid („Decoding Antisemitism in YouTube Videos“).
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Kurzbeschreibung des Projekts

YouTube ist ein zentrales Medium für Jugendliche und junge Erwachsene zur Informationsgewinnung über das (politische) Weltgeschehen. Während zu anderen sozialen Medien bereits Forschung vorliegt, fehlen für YouTube jedoch gesicherte Erkenntnisse über plattformspezifische Strategien und Kommunikationsformen antisemitischer Akteure sowie über die dort generierten oder reproduzierten Narrative.Ziel des Verbundvorhabens ist, diese Forschungslücke durch eine methodische wie inhaltlich fundierte Grundlagenforschung zu schließen und mit der Entwicklung und Erprobung von zwei Transferformaten sowie der breitenwirksamen Wissenschaftskommunikation zu den Forschungsergebnissen zu verbinden und damit Schritte der Prävention und Abwehr zu ermöglichen. 

Auf methodologischer Ebene entsteht ein innovativer, im interdisziplinären Austausch entwickelter und multimethodisch abgesicherter Zugang sowohl zu den digitalen wie multimodalen Videoformaten als auch zur partizipatorisch ausgerichteten Plattform YouTube. 

Inhaltlich nimmt unser Projekt vier ausgewählte antisemitische Phänomenbereiche auf YouTube in den Blick, die gesellschaftspolitisch von besonderer Relevanz sind: (a) (extrem) rechte, (extrem) linke Formate und (c) islamistische Inhalte sowie (d) populäre Infotainment-Inhalte zu Antisemitismus und dem Nahostkonflikt unter besonderer Berücksichtigung von israelbezogenem Antisemitismus in den Blick. 

Auf Basis der generierten Forschungsergebnisse und einer parallel zur Methodenentwicklung durchgeführten Bedarfsanalyse werden anschließend zwei Transferformate entwickelt, die sowohl Nutzer:innen über Bildungsmultiplikator:innen als auch Content Creator adressieren. 


Teilprojekte der Verbundpartner

Decoding Israel Debates and Progressive-Left Antisemitism on YouTube (DISPLAYt)
VerbundpartnerUniversität Trier (Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL/Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung)
Projektbeschreibung

Ziel des Teilvorhabens DISPLAYt ist es, linke Diskurse über Antisemitismus und den Nahostkonflikt auf YouTube zu analysieren. Dabei werden populäre englisch- und deutschsprachige Inhalte und Formate systematisch verglichen, um milieuspezifische Kommunikationsmuster aufzudecken.

TeilprojektleitungDr. Thomas Grotum
Wissenschaftliche MitarbeiterMarc Seul (Verbundkoordinator), Luca Zarbock
HilfskräfteSalome Richter, Franziska Thurau
Decoding Online Right-Wing Antisemitism (DECORA)
VerbundpartnerWeizenbaum-Institut für vernetzte Gesellschaft (Berlin)
Projektbeschreibung

Ziel des Teilvorhabens DECORA ist der Vergleich englischsprachiger Inhalte der sogenannten Alt-Right mit deutschsprachigem Content der Neuen Rechten. Dabei sollen auf inhaltlicher Ebene sowie in Bezug auf multimodale Kommunikationsstrategien milieuspezifische Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden.

TeilprojektleitungDr. Matthias Becker
Wissenschaftlicher MitarbeiterMarcus Scheiber
Decoding Antisemitism in Contemporary Infotainment and Islamist Videos Online (DACIVO)
VerbundpartnerTikvah Institut gUG
Projektbeschreibung

Ziel des Teilvorhabens DACIVO ist es, zum einen islamistische Positionierungen zu fokussieren und englisch- sowie deutschsprachige Inhalte und Formate zu vergleichen. Zum anderen sollen Israel und der Nahostkonflikt in deutsch- und englischsprachigen Infotainment- und Erklärvideos analysiert werden. 

TeilprojektleitungDeidre Berger
ProjektmitarbeiterProf. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann
Website des Teilprojekts