Bestandteile innerhalb des MA-Studiums

  • Grundlagenmodul der BWL
  • Spezialisierung "Business- und Dienstleistungsmarketing", welche sind in folgende zwei Module untergliedert, die jeweils unabhängig voneinander durch eine Modulprüfung abgeschlossen werden:
    Modul A: Electronic Business und Relationship Marketing
    ⇒ Electronic Business & Relationship Marketing (Vorlesung)
    ⇒ Methoden & Modelle im Marketing (Vorlesung mit Übung)
    (Im WiSe 2021/22 letztmalig durchgeführt)
    Modul B: Business- und Dienstleistungsmarketing
    (Wird SoSe 2022 letztmalig durchgeführt)
  • Forschungsprojekt

Bitte beachten Sie, dass innerhalb der Spezialisierung über das SoSe 2022 hinaus keine prüfungsrelevanten Vorleistungen mehr erworben werden können und Klausuren nur noch solange gestellt werden, wie sich Studierende im offenen Prüfungsverhältnis befinden!

Inhalte der Lehre

  • Individualisierte Leistungserstellung und die interaktive Wertschöpfung mit Kunden (Dienstleistungsmarketing) sowie Geschäftspartnern (Business-Marketing).
  • Betrachtung von klassischen Dienstleistungsunternehmen aus dem Business-to-Consumer- sowie dem industriellen Business-to-Business-Bereich (Industriegüter-Branche)
  • Dienstleistungen als Differenzierungsinstrument im Wettbewerb von Sachgüter produzierenden Unternehmen
  • Marktbezogene Analyse von Dienstleistungsinnovationen primär aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Das Management von Geschäftsbeziehungen (Relationship Marketing)
  • Beachtung informationstechnischer Innovationen
  • Die Öffnung der unternehmerischen Innovationsprozesse (sog. Open Innovation) und der damit verbundene Einbezug von Kunden in die unternehmerischen Prozesse

Zentrale Marketing-Felder

  • Interaktionsfokus: (industrielles) Business-to-Business-Marketing
  • Servicefokus: Dienstleistungsmarketing
  • Beziehungsfokus: Relationship Marketing
  • Innovationsfokus: Electronic Business und Netzwerkökonomie

Methodischer Input

(innerhalb der Veranstaltung Methoden und Modelle im Marketing)

  • Erklärungsmodelle zu entwickeln (aufbauend auf einschlägigen Forschungsergebnissen)
  • mit Hilfe geeigneter multivariater Verfahren (insb. der Kausalanalyse) eigene empirische Untersuchungen konzipieren, auswerten und sachgerecht interpretieren

Grundlagenmodul

Grundlagenmodul: Ökonomische Ansätze

Kurzbeschreibung 

  • im Master; Grundlagenveranstaltung; 1. Fachsemester
  • nächstes Mal: SoSe 2022 und WiSe 2022/23

Durch das Grundlagenmodul soll den Studienanfängern im Master-Studium ein elementares theoretisches und methodisches Verständnis für betriebswirtschaftliche Fragestellungen vermittelt und vor allem eine gemeinsame Grundlage für die weiteren Module des Masterstudiengangs gelegt werden.

Hierzu wird im Modulteil (A) „Theoretische Grundlagen“ das notwendige konzeptionelle und theoretische Basiswissen für strategische und operative Entscheidungen der Unternehmen vermittelt. Die grundlegenden Kenntnisse von konzeptionellen Ansätzen bilden die Basis für die Wahl und das Studium unterschiedlicher betriebswirtschaftlicher Spezialisierung. Die fünf Themenfelder des Modulteils (A) werden von verschiedenen Professoren der BWL durchgeführt.

Im Modulteil (B) „Wissenschaftliches Arbeiten und empirische Methoden“ werden Kenntnisse
und Fähigkeiten vermittelt, die bei der Erstellung von wissenschaftlichen und empirischen Arbeiten notwendig sind, nämlich Haus-, Forschungs- oder Abschlussarbeiten. Diese grundlegenden Fähigkeiten werden in Übungsform an praktischen Beispielen vertieft. Der Modulteil (B) wird in wöchentlichen Veranstaltungen (jeweils freitags) von Herrn PD Dr. Christian Fisch (Professur Univ.-Prof. Dr. Jörn Block) angeboten und als prüfungsrelevante Vorleistung mit einer separaten Klausur gegen Ende des Semesters geprüft.

Zu erwerbende Schlüsselkompetenzen: Kritisches Verständnis einschlägiger theoretischer Ansätze und empirische Methoden in der Betriebswirtschaftslehre und deren selbstständige Anwendung in Übungsaufgaben.

Organisation und Betreuung der Veranstaltung bei Stud.IP

Die Veranstaltungen des Lehrstuhls werden ab sofort in Stud.IP begleitet. Relevante Informationen sowie Downloads finden Sie dort unter dem zuletzt gelesenen Termin der Veranstaltung "Grundlagenmodul".

Aufbau des Grundlagen-Moduls im Master BWL

Das vom Lehrstuhl angebotene Teil-Modul „Ökonomische Ansätze“ ist eine von fünf Wahloption innerhalb der „Theoretischen Grundlagen“ und wird gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Bank- und Finanzwirtschaft von Univ.-Prof. Dr. Marc Oliver Rieger durchgeführt.

Das Teil-Modul „Ökonomische Ansätze“ umfasst folgende Inhalte:

Univ.-Prof. Dr. Rieger: Entscheidungstheorie und Spieltheorie
Univ.-Prof. Dr. Weiber: Neue Institutionenökonomik und BWL mit Property Ritghts-Theorie, Transaktionskostentheorie, Principal-Agent-Theorie und Informationeökonomie

Während die von Univ.-Prof. Rieger angebotenen Themen als Videoaufzeichnung zur Verfügung stehen, wird das von Univ.-Prof. Weiber angebotene Themenfeld „Neue Institutionenökonomik und BWL“ in den ersten beiden Semesterwochen zu den angekündigten Zeiten im Rahmen von zwei Online-Vorlesungen angeboten.

Basisliteratur – „Neue Institutionenökonomik und BWL“

  • Göbel, Elisabeth: Neue Institutionenökonomik, Stuttgart 2002.
  • Richter, Rudolf/Furubotn, Eirik G.: Neue Institutionenökonomik, 4. Aufl., Tübingen 2010.

Electronic Business und Relationship Marketing

Wichtiger Hinweis:

Diese Veranstaltung wurde im Wintersemester 2021/22 das letzte Mal angeboten. Ein Ersatzangebot wird es darüber hinaus nicht geben!

Electronic Business & Relationship Marketing

Kurzbeschreibung

  • ehemals angeboten im Master; Spezialisierung BDM - Modul A
  • letzte Durchführung der Veranstaltung war im WiSe 2021/22

Informationen stellen heute einen wichtigen Produktionsfaktor dar und Informationstechnologien bilden den zentralen Innovationsmotor der Wirtschaft. Die Veranstaltung verdeutlicht zunächst aktuelle technologische Entwicklungen insb. im Bereich von Internettechnologien und legt die resultierenden Veränderungen auf Markt- und Unternehmensseite sowie die sich damit ergebenden Reaktionserfordernisse dar.

Durch das sog. wettbewerbsorientierte Informationsmanagement werden die Reaktionsmöglichkeiten im Rahmen eines Kreislaufprinzips (sog. Informations-Dreisprung) aufgezeigt, dass das Information Screening (Gewinnung von Kundeninformationen) auf der Markt-ebene mit dem Information Processing auf der Unternehmensebene (Transformation von Kundeninformationen in Steuerungsinformationen) und dem Information Signalling (Übertragung von Informationen an die Marktseite) verbindet.

Die technologischen Entwicklungen führen im Ergebnis auch zu grundlegenden Veränderungen der Marktspielregeln, die sich in der sog. Netzwerkökonomie kumulieren und deren Grundlagen in der Veranstaltung behandelt werden.

Die Darlegungen zum E-Business machen die Notwendigkeit eines Geschäftsbeziehungsmanagement deutlich, weshalb am Ende der Veranstaltung das Relationship Marketing detaillierter behandelt wird.

Organisation und Betreuung der Vorlesung bei Stud.IP

Die Veranstaltungen des Lehrstuhls werden ab sofort in Stud.IP begleitet. Relevante Informationen, Downloads sowie die Klausurschwerpunkte finden Sie dort unter dem zuletzt gelesenen Termin der Veranstaltung "E-Business & Relationship Marketing".

as

Basisliteratur

Nachschlagewerk:

  • Weiber, Rolf (2002): Handbuch Electronic Business, 2. Aufl., Wiesbaden.

Basisliteratur Electronic Business

  • Kollmann, Tobias (2016): E-Business, 6. Aufl., Wiesbaden.
  • Kreutzer, Ralf T. (2018): Praxisorientiertes Online-Marketing, 3. Aufl., Wiesbaden.
  • Link, Jörg (Hrsg.) (2000): Wettbewerbsvorteile durch Online-Marketing, 2. Aufl., Berlin.
  • Weiber, Rolf (Hrsg.) (2002a/b): Handbuch Electronic Business, 2. Aufl., Wiesbaden.

Basisliteratur Netzwerkökonomie

  • Clement, Reiner/Schreiber, Dirk (2016): Internet-Ökonomie: Grundlagen und Fallbeispiele der vernetzten Wirtschaft, 3. Aufl., Berlin Heidelberg.
  • Kelly, Kevin (1998): New Rules for the New Economy, New York.
  • Peters, Ralf (2010): Internet-Ökonomie, Berlin Heidelberg.

Basisliteratur Relationship Marketing

  • Bruhn, Manfred (2016): Relationship Marketing, 5. Aufl., München.

Methoden und Modelle im Marketing

Wichtiger Hinweis:

Diese Veranstaltung wurde im Wintersemester 2021/22 das letzte Mal angeboten. Ein Ersatzangebot wird es darüber hinaus nicht geben! Prüfungsrelevante Vorleistungen können nicht mehr erworben werden.

Methoden & Modelle im Marketing

Kurzbeschreibung

  • ehemals angeboten im Master; Spezialisierung BDM - Modul A
  • letzte Durchführung der Veranstaltung war im WiSe 2021/22

Die Veranstaltung vermittelt die Fähigkeit zur Erstellung von Erklärungs- und Entscheidungsmodellen im Marketing sowie das Wissen zur Beurteilung bestehender Modelle (z. B. Erklärungs-, Positionierungs- und Prognose-Modelle).

Unterstützend zur Modellbildung werden Methoden der multivariaten Datenanalyse behandelt, mit deren Hilfe empirische Modellbildung sowie Modellprüfung zur verhaltensbezogenen Analyse der Marktparteien (insb. Nachfrager-verhalten) möglich sind.

Eine besondere Bedeutung wird dabei der Strukturgleichungsmodellierung beigemessen und der Prozess von der Konzeptualisierung hypothetischer Konstrukte bis hin zur empirischen Prüfung von Kausalmodellen mit Hilfe des kovarianzanalytischen (LISREL; AMOS) sowie des varianzanalytischen Ansatzes (PLS) der Kausalanalyse erläutert. Die Veranstaltung wird durch konkrete Übungen mit Hilfe ausgewählter Programmpakete (z. B. Excel; SPSS; AMOS) vertieft.

Organisation und Betreuung der Vorlesung bei Stud.IP

Die Veranstaltungen des Lehrstuhls werden ab sofort in Stud.IP begleitet. Relevante Informationen, Downloads sowie die Klausurschwerpunkte finden Sie dort unter dem zuletzt gelesenen Termin der Veranstaltung "Methoden und Modelle im Marketing".

as

Basisliteratur

  • Backhaus, Klaus/Erichson, Bernd/Plinke, Wulff/Weiber, Rolf (2018): Multivariate Analysemethoden, 15. Aufl., Berlin u. a..
  • Backhaus, Klaus/Erichson, Bernd/Weiber, Rolf (2015): Fortgeschrittene Multivariate Analysemethoden, 3. Aufl., Berlin u. a..
  • Weiber, Rolf/Mühlhaus, Daniel (2014): Strukturgleichungsmodellierung, 2. Aufl., Berlin u. a..
  • Lilien, G./ Kotler, Ph./Moorthy, K.S. (1992): Marketing Models, Prentice Hall, Englewood Cliffs N.J.
  • Lilien, G./ Rangaswamy. A. (2003): Marketing Engineering, 2. Aufl., Addison-Wesley, Reading Massachusetts.
  • Leeflang, P./ Witting, D./ Wedel, M./ Naert, P. (2000): Building Models for Marketing Decisions, Boston.

Business- und Dienstleistungsmarketing

Wichtiger Hinweis:

Diese Veranstaltung wird im Sommersemester 2022 das letzte Mal angeboten. Ein Ersatzangebot wird es darüber hinaus nicht geben! Prüfungsrelevante Vorleistungen können über das Sommersemester 2022 hinaus nicht mehr erworben werden.

Business- und Dienstleistungsmarketing

Kurzbeschreibung

  • im Master; Spezialisierung BDM - Modul B
  • nächstes Mal: SoSe 2022

Die Veranstaltung zeigt zunächst die Bedeutung des industriellenBusiness-to-Business (B2B)-Marketing anhand der unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen im Markt auf und stellt die allgemeine Relevanz von Dienstleistungen (DL) für den Unternehmenserfolg heraus. Es werden die Charakteristika von B2B-Geschäften sowie von Dienstleistungen behandelt und einschlägige Erklärungsansätze vorgestellt und diskutiert.

Dabei wird die Gemeinsamkeit von Leistungsangeboten im B2B- und DL-Bereich insbesondere anhand der Merkmale „Leistungsindividualisierung“ und „Kundenintegration“ herausgearbeitet. Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung bilden Erklärungsansätze zum Nachfragerverhalten im B2B- und DL-Bereich sowie die Entwicklung geschäftstypenspezifischer bzw. segmentspezifischer Vermarktungskonzepte (sog. Geschäftstypen-Marketing). Bezogen auf den (individualisierten) Leistungserstellungsprozess und dessen Qualität werden grundlegende Messansätze, Analysemethoden und Steuerungsansätze behandelt.

Die zentralen Themen des Moduls werden anhand von konkreten Beispielen aus Wissenschaft und Praxis erläutert und mittels geeigneter Fallstudien-Übungen sowie weiterführenden Literaturtexten vertieft.

Organisation und Betreuung der Vorlesung bei Stud.IP

Aufgrund der aktuellen Lage wird die Veranstaltung „Business- und Dienstleistungsmarketing“ im Sommersemester 2021 vollständig im gecoachten Selbststudium angeboten. Melden Sie sich bitte in PORTA zur Veranstaltung mit den Nummern 14202405 (Vorlesung) und 14202404 (Übung) an. Da Sie in Stud.IP laufend veranstaltungsrelevante Informationen erhalten werden, bitten wir Sie, regelmäßig auf aktuelle Mitteilungen zu achten. 

as

Literatur zur Vorlesung

Pflichtlektüre:

  • Weiber, Rolf/Gabriel, Lorenz/Morgen, Julian/Nguyen, Mi (2021): Marketing integrativ erstellter Leistungen im Business-to-Business-Sektor, Forschungsbericht Nr. 16, 2. Aufl., hrsg. von Rolf Weiber, Trier.

Basisliteratur:

  • Weiber, Rolf/Kleinaltenkamp, Michael (2013a): Business- und Dienstleistungsmarketing, Stuttgart.
  • Weiber, Rolf/Kleinaltenkamp, Michael (2013b): Spezialprobleme des Business- und Dienstleistungsmarketing, ContentPlus-Angebot, Stuttgart.

Forschungsprojekt

Der Einsatz humanoider Roboter in Serviceprozessen: Analyse der Konsequenzen für Anbieter- und Kundenseite

Am 13.04.2022 startet das zweisemestrige Forschungsprojekt im Master in Kooperation mit der Professur Muehlfeld und dem StudiWerk der Universität Trier.

► Zur Anmeldung zum Forschungsprojekt
 

1 Themenstellung

Durch die rasanten Fortschritte der Robotertechnologien in Kombination mit Künstlicher Intelligenz, Big-Data-Analytics, Kameras, Sensoren und Spracherkennung sind Service-Roboter auf dem Vormarsch. Sie sind in der Lage, Aufgaben autonom durchzuführen, und erbringen für den persönlichen sowie kommerziellen Gebrauch datenbasierte, personalisierte Serviceleistungen (sog. Smart Services): So z. B. bringt der Roboter Botlr den Hotelgästen des Aloft Cupertino in Kalifornien Snacks sowie Toilettenartikel auf das Zimmer, der Staubsauger iRobot Roomba reinigt verschmutzte Bereiche im eigenen Zuhause, und der menschenähnlich aussehende (humanoide) Roboter Pepper berät die Kunden im Einzelhandel oder bietet Unterstützung für Hilfsbedürftige in Pflegeheimen. Was früher in Hollywood-Filmen noch reine Fiktion war, hält nun im Zuge der sich rasant entwickelnden Robotertechnologien immer stärker Einzug in den Alltag des Menschen. Der Einsatz von ServiceRobotern verändert dabei die kunden- und anbieterseitige Serviceumgebung, sodass sich sowohl aus Marketingperspektive als auch mit Blick auf Organisation und Personalmanagement erhebliche Herausforderungen stellen: Werden in einem Serviceprozess Leistungen nicht mehr (nur) von Servicemitarbeitern, sondern auch von einem Service-Roboter erbracht, so verändert dies auf der Kundenseite vor allem die sog. Customer Experience (CE), die die Erlebnisse und Erfahrungen beschreibt, die Kunden in einem Serviceprozess machen. Eine Veränderung der CE hat in der Folge Auswirkungen auf die Qualitätswahrnehmung, die Zufriedenheit usw. der Kunden mit dem Serviceprozess. Auch auf der Anbieterseite entsteht eine Arbeitsentlastung durch den Einsatz von Service-Robotern, was durch die sich verändernde Aufgabenallokation eine effizientere Serviceerbringung begünstigt, aber auch den Serviceprozess verändert. Die Zusammenarbeit des Menschen mit einem ServiceRoboter führt zudem aus sozio-technischer Systemperspektive zu verschiedenen Veränderungen mit Blick auf Arbeit und Organisation, z. B. zu möglichen Veränderungen der Arbeitsprozesse, der Wahrnehmung der Arbeitsplatzsicherheit, und einem grundsätzlichen Hinterfragen von Berufseigenschaften und Tätigkeitsprofilen sowie möglicherweise veränderten Kompetenzanforderungen und Weiterbildungsbedarfen. Diese sich durch den Einsatz von Service-Robotern verändernde Serviceumgebung stellt Anbieter vor der Herausforderung, die Service-Roboter sowie die von ihnen zu erbringenden Smart Services so zu gestalten und einzusetzen, dass auf der Kundenseite durch die Kunden-Roboter-Interaktion eine positive(re) Customer Experience generiert wird und auf der Anbieterseite durch die MitarbeitendenRoboter-Zusammenarbeit weiterhin eine hohe, möglicherweise sogar gesteigerte Arbeitszufriedenheit erzielt wird. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Forschungsprojektes, den Einsatz des humanoiden Service-Roboters Pepper und dessen Auswirkungen auf der Kunden- 2 und Anbieterseite in konkreten Serviceprozessen zu untersuchen. Einsatzmöglichkeiten des Roboters Pepper sollen von den Studierenden selbst konzipiert und in einer einsteigerfreundlichen Programmierumgebung umgesetzt werden.

 

2 Inhalt und Ablauf

Das Forschungsprojekt wird in Kooperation mit dem Studierendenwerk der Universität Trier (www.studiwerk.de) durchgeführt. Analysiert wird der konkrete Einsatz des humanoiden Roboters Pepper, der vom Fach BWL im Dezember 2021 angeschafft wurde (Infos unter: www.pepper.unitrier.de), in den Serviceprozessen der Mensa der Universität Trier. Die Serviceprozesse der Mensa werden dabei ohne und mit Einsatz von Pepper sowohl aus Sicht der Mitarbeitenden des StudiWerks Trier als auch der Kunden (Besucher) untersucht. Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Forschungsprojektes ein dreiphasiges Experiment durchgeführt. In Phase 1 findet die Analyse der Serviceumgebung ohne Pepper statt. Erst in Phase 2 werden den Pepper-Einsatz begleitend die Auswirkungen aus Kunden- und Anbietersicht analysiert. Mit Phase 3 sollen die langfristigen Konsequenzen und möglichen Gewöhnungseffekte auf der Kunden- und Anbieterseite durch den andauernden Einsatz von Pepper untersucht werden. Im ersten Semester erfolgt in verschiedenen Studierenden-Gruppen die Sichtung wissenschaftlicher Arbeiten zum Einsatz humanoider Roboter sowie die Durchführung der Phasen 1 und 2 des Experiments. Im zweiten Semester wird Phase 3 des Experiments durchgeführt und es werden die empirisch gewonnenen Daten mit Blick auf die Überlegungen aus dem ersten Semester ausgewertet. Zwecks Vorbereitung auf das Forschungsprojekt wird den teilnehmenden Studierenden im März Literatur zum Thema zur Verfügung gestellt, die in der ersten Veranstaltung im Sommersemester in Form eines Eingangstests überprüft wird.

 

3 Lernziele des Forschungsprojekts

Die Teilnehmenden erlernen die systematische Aufbereitung von wissenschaftlicher Fachliteratur zu den betrachteten Konzepten sowie die kritische Auseinandersetzung mit dieser Literatur. Die eigenständige Konzeption, Durchführung und Auswertung einer empirischen Erhebung soll die Teilnehmenden weiterhin befähigen, die entwickelten sachlogischen und wissenschaftlich fundierten Überlegungen durch die Entwicklung geeigneter Erhebungs- und Auswertungsdesigns eigenständig empirisch zu prüfen. Zudem sollen die Studierenden Teamarbeit und -kommunikation zielführend planen und umsetzen können.

 

4 Teilnahmevoraussetzungen ­

  • Gute bis sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache (u.a. für Literaturrecherche) ­
  • Gute Vorkenntnisse quantitativer empirischer Methoden im WiSo-Bereich ­
  • Vorkenntnisse im Hinblick auf die Durchführung von Befragungen bzw. experimentellen Methoden in den Sozialwissenschaften bzw. Bereitschaft, sich in die Thematik einzuarbeiten ­
  • Bereitschaft, quantitative und qualitative Befragungen sowie Experimente sowohl online wie auch offline durchzuführen ­
  • Professionelles und angemessenes Auftreten im Umgang mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaftspraxis ­
  • Bestehen des Eingangstests