Auf der diesjährigen VHB-Tagung in Göttingen hatte die Professur für Management, Organisation und Personal der Universität Trier die Möglichkeit, die Ergebnisse aus zwei ihrer aktuellen Studien präsentieren zu können. Beide Arbeiten beleuchten zentrale Fragen der modernen Arbeitswelt – von der Förderung unternehmerischen Denkens in der Schule bis hin zur Gestaltung innovativer Unternehmensumgebungen.
Die VHB-Tagung ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für betriebswirtschaftliche Forschung im deutschsprachigen Raum. Vom 18.-20. März 2026 trafen sich zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Göttingen, um neueste Erkenntnisse auszutauschen und Diskussionen über die Zukunft der Wirtschaftswissenschaften anzustoßen.
Jonas Ossadnik und Thomas Hermanns, beide wissenschaftliche Mitarbeiter an der Professur für Management, Organisation und Personal, stellten dazu ihre aktuellen Forschungsergebnisse vor.
Humanoide Roboter und organisationale Attraktivität
Jonas Ossadnik zeigte, wie die wahrgenommene Präsenz humanoider Roboter in Büroumgebungen die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber beeinflusst. Basierend auf einem Online-Experiment mit knapp 300 Teilnehmenden zeigt sich hier ein positiver Gesamteffekt: Unternehmen werden als innovativer wahrgenommen. Dieser Vorteil wird jedoch teilweise durch eine geringere Wahrnehmung von Aufrichtigkeit gemildert – ein spannender Zielkonflikt zwischen Innovation und Authentizität, der für Personalmarketing und Organisationsgestaltung relevante Implikationen hat.
Role Model Interventions in der Entrepreneurship Education
Thomas Hermanns gab einen Einblick, wie gezielte Rollenvorbilder in schulischen Entrepreneurship-Programmen die unternehmerische Selbstwirksamkeit und Intention bei Kindern und Jugendlichen fördern können. In einem Experiment mit 145 Schülerinnen und Schülern zeigt sich, dass kurze, niedrigschwellige Interventionen besonders wirksam sind, wenn die Lernenden keine früheren Erfahrungen mit unternehmerischen Vorbildern hatten.