Förderung über Fächergrenzen hinaus
FINE ist verankert in der Förderung von mathematischen Kompetenzen basierend auf dem Prinzip entdeckenden Lernens im Grundschulbereich. Zugleich werden Lehramtsstudierende in der Umsetzung forschenden Lernens geschult – mit besonderem Fokus auf Bildungsgerechtigkeit und Mädchenförderung. Die Maßnahme wird im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zur MINT-Förderung durch die rheinland-pfälzischen Ministerien getragen.
Erste Durchführung: Eindrücke und Ausblick
Die Ambrosius-Grundschule ist die erste Schule in Rheinland-Pfalz, die das Projekt erprobt. Das Projektteam gestaltet dort mehrere Module für den Ganztag, an denen Kinder selbst zu Forscherinnen und Forschern werden.
„Für unsere Schülerinnen und Schüler bietet das Projekt einen ganz besonderen Zugang zum Lernen“, sagt Schulleiterin Nicola Collet. „Fine bringt die Kinder zum Staunen. Sie beobachten, vergleichen, entdecken – und merken dabei gar nicht, dass sie Mathematik machen. Vielen Dank für diese tolle Möglichkeit!“
Auch die studentischen Mitarbeiterinnen sind begeistert. Ann-Cathrin Scherschel, Lehramtsstudentin im 7. Semester, berichtet: „Als ich zum ersten Mal vom FINE-Projekt gehört habe, wusste ich sofort, dass ich dabei sein möchte. Mein eigenes Interesse an Mathematik in forschenden und entdeckenden Stunden einzubringen, bereitet mir unglaublich viel Freude und eröffnet wunderbare Möglichkeiten, Kinder im Ganztag für das Entdecken zu begeistern. Wenn man dann schon in der ersten Stunde in strahlende Kinderaugen blickt und die Frage hört: ‚Warum können wir nicht schon vor Montag weitermachen?‘, erkennt man unmittelbar das nachhaltige Potenzial eines solchen Projekts.“
Bei der ersten Durchführung des Projekts nahmen 40 Kinder der Ambrosius Grundschule teil. Die Kinder wurden mit der Figur Fine bekannt gemacht, gingen auf eine Entdeckungstour im Schulgelände und lösten gemeinsam Aufgaben, bei denen Formen, Muster und Zahlen im Alltag eine Rolle spielten. Die Kinder zeigten große Neugier, stellten Fragen, arbeiteten in Gruppen und berichteten mit Begeisterung von ihren Entdeckungen.
Das Team um Dr. Bernd Perscheid an der Universität Trier wird das Projekt weiter begleiten. Außerdem soll die Wirksamkeit des Ansatzes wissenschaftlich ausgewertet werden – etwa, wie sich Mathematik-Kompetenzen, Motivation und Einstellung zum Fach verändern. „Wir möchten den Kindern zeigen: Mathematik ist allgegenwärtig – und Forschen macht Spaß“, sagt Dr. Bernd Perscheid.
Das Projekt FINE findet in Kooperation mit dem Ada-Lovelace-Projekt der Universität Trier statt und wird im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zur MINT Förderung durch die rheinland-pfälzischen Ministerien aus Bildung, Frauen, Klimaschutz, Wirtschaft und Wissenschaft gefördert.
Weitere Informationen
Kontakt
Dr. Bernd Perscheid
FB IV, Mathematik
Primarstufenbezogene Didaktik der Mathematik
Mail: perscheid@uni-trier.de