Nach den Eröffnungsworten des Dekans des Fachbereichs Prof. Dr. Mohamad El-Ghazi überbrachten zahlreiche Gäste ihre Glückwünsche. Staatssekretär Dr. Matthias Frey sprach in Vertretung des rheinland-pfälzischen Justizministers Philipp Fernis, und Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, Richter des Bundesverfassungsgerichts a. D., hielt den Festvortrag zum Thema „Die Dritte Gewalt: Garant oder Risiko für die Demokratie?“.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der neuen Ehrennadel der Universität Trier an zwei herausragende Persönlichkeiten der Fakultät: Prof. em. Dr. Horst Ehmann und Prof. em. Dr. Walter Lindacher. Überreicht wurden die Auszeichnungen von Präsidentin Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer, die die Verdienste beider Wissenschaftler würdigte.
Als Gründungsdekan legte Prof. em. Dr. Horst Ehmann in den 1970er Jahren die strukturellen Grundlagen der Fakultät – vom Studienmodell über die Berufungsverfahren bis hin zum Aufbau der Bibliothek. Mit über 160 Veröffentlichungen prägte er zentrale Bereiche des Zivil- und Arbeitsrechts und war einer der ersten, die sich wissenschaftlich mit Datenschutz in der Arbeitswelt auseinandersetzten. Seine Arbeiten zur Causa-Lehre wie auch zu Fragen neuer Technologien im Recht gelten bis heute als wegweisend.
Prof. em. Dr. Walter Lindacher, ebenfalls Gründungsmitglied, hat in über sechs Jahrzehnten wissenschaftlichen Schaffens mehr als 130 Abhandlungen und mehrere Standardwerke vorgelegt. Die beeindruckende inhaltliche Breite seines Werkes spiegelte sich auch in seiner Lehre wider, die Generationen von Studierenden geprägt hat. Die Verbundenheit seiner Studierenden zeigte sich eindrucksvoll, als sie einst mit einem Fackelzug vor seinem Haus für seinen Verbleib an der Universität warben – mit Erfolg.
Laudator Prof. Dr. Hans-Friedrich Müller und Präsidentin Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer betonten:
„Dank der Arbeit von Prof. Ehmann und Prof. Lindacher wurde der Neubeginn des juristischen Fachbereichs Trier in besonderem Maße getragen und mitgeprägt, sie haben die Fakultät und die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbar gemacht. Ihr unermüdliches Engagement in Lehre, Forschung und Aufbau der Fakultät hat entscheidend dazu beigetragen, dass Trier heute zu den angesehensten Ausbildungsorten für Juristinnen und Juristen zählt.“





























