Immer mehr Kleintechnik im Forst
„Der Maschineneinsatz zur Manipulation der schweren Holzstämme ist technisch unvermeidbar. Um flächige Bodenschäden zu vermeiden, konzentrieren sich die Befahrungen mit schweren Fortmaschinen auf sognannte Rückegassen, die inzwischen in der Regel im Abstand von 40 m befahren werden“, erklärt der zuständige Fachreferent Ingo Siebert der Landesforsten. Allerdings haben die Bodenschutzmaßnahmen, zunehmende Personalknappheit und weitreichende Klimafolgeschäden in den Wäldern dazu geführt, dass sich sog. „Forstliche Kleintechnik“ (Forstraupen) etabliert hat, deren Anwendungsbereiche sich sukzessive erweitern. Forstbetriebsarbeiten, wie z.B. Baumpflanzungen auf unbefahrenen und gegenüber Druckbelastungen empfindlichen Waldböden zwischen den Rückegassen können so mechanisiert erfolgen.
Allerdings ist die technische Möglichkeit nicht zwangsläufig mit der besten Lösung gleichzusetzen. „Daher ist es wichtig, dass Forschung und Forstpraxis gemeinsam Strategien entwickeln, um Waldböden zu schützen und gleichzeitig nachhaltig nutzen zu können“, erklärt Geowissenschaftler Dr. Björn Klaes aus der Bodenkunde der Universität Trier. Schonender könnten bei vielen Aufgaben die Verbindung kleiner, leichter Forstraupen mit einem portablen Mattensystem sein. Ein Team der Universität Trier und den Landesforsten Rheinland-Pfalz hat genau das im Hunsrück auf feuchten Waldböden getestet.


