Klares Bekenntnis der Universität Trier zur Psychologie-Weiterbildung

Die Universität Trier bekennt sich klar zur Umsetzung der neuen psychotherapeutischen Weiterbildungsstruktur und zur damit verbundenen gesellschaftlichen Verantwortung.

Entgegen anderslautenden Eindrücken besteht im Präsidium keinerlei Absicht, die Weiterbildung zu gefährden – vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Seit Monaten wird mit großem persönlichem Engagement intensiv an tragfähigen Lösungen gearbeitet.

„Wir wollen die neue psychotherapeutische Weiterbildungsstruktur an der Universität Trier unbedingt umsetzen. Jedoch ist das Thema komplexer, als es zunächst scheint: Wir stehen in einem gesetzlichen und finanziellen Spannungsfeld, auf das wir als Universität keinen direkten Einfluss haben. Ich kann den Unmut mancher Kolleginnen und Kollegen sowie einiger Studierender nachvollziehen. Die Situation ist für alle Beteiligten schwierig, aber ich sage es ganz offen: Wir suchen intensiv und mit großem persönlichen Engagement nach einer Lösung. Die Psychotherapie ist gesellschaftlich von großer Bedeutung und wir wollen als Universität Trier auch künftig einen maßgeblichen Beitrag dazu leisten“, erklärt Kanzlerin Dr. Ulrike Graßnick."

Hintergrund der aktuellen Herausforderungen sind insbesondere die bestehenden gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Diese sehen derzeit vor, dass Landesmittel nicht für die psychotherapeutische Weiterbildung eingesetzt werden dürfen. Gleichzeitig ist ein wirtschaftlich tragfähiges Modell Voraussetzung dafür, die neue Weiterbildungsstruktur überhaupt anbieten zu können. Damit geht die Thematik weit über Fragen der formalen Anerkennung als Weiterbildungsstätte hinaus.

Die Universität Trier steht mit dieser Problemlage nicht allein – vergleichbare Herausforderungen bestehen auch an anderen Hochschulen bundesweit. Das vorgelegte Finanzierungskonzept stellt einen wichtigen ersten Schritt dar, kann jedoch die strukturelle Komplexität noch nicht vollständig auflösen.

Umso enger arbeiten Präsidium und Fachvertreter*innen gemeinsam mit der Landespsychotherapeutenkammer daran, Lösungen zu entwickeln, die sowohl den gesetzlichen Vorgaben als auch den praktischen Anforderungen gerecht werden.

Ein Ziel eint dabei alle Beteiligten: Die psychotherapeutische Weiterbildung an der Universität Trier soll erhalten und zukunftsfähig gestaltet werden. Die Universität wird auch weiterhin alles daransetzen, ihrer Verantwortung in diesem gesellschaftlich zentralen Bereich gerecht zu werden.