Die Forschenden untersuchten, inwieweit die Fragestellung das Ergebnis von Umfragen zu diesem Thema beeinflusst. Konkret variierten sie eine Aussage aus dem British Understanding Society Innovation Panel, zu der Befragte auf einer Skala von 1 bis 5 Zustimmung oder Ablehnung äußern sollten.
Kleine Änderung, große Wirkung
Im Original hieß es: "The effects of climate change are too far in the future to worry me." („Die Effekte des Klimawandels sind zu weit in der Zukunft, um mir Sorgen zu machen.“) Für eine Testgruppe wurde ein Wort geändert: "The effects of climate change are too far in the future to worry about." („Die Effekte des Klimawandels sind zu weit in der Zukunft, um sich Sorgen zu machen.“)
Das Ergebnis: Die gemeldeten Klimawandelsorgen waren im Durchschnitt bei der zweiten Formulierung signifikant höher. Durch die minimale Textänderung stieg der Anteil der Personen mit der höchsten Sorge vor den Folgen des Klimawandels von etwa 33 Prozent auf rund 40 Prozent.
„Das bedeutet, dass wir vorliegende Umfrageergebnisse vielleicht noch einmal neu interpretieren müssen, je nachdem wie die Fragen gestellt sind“, benennt Co-Autorin Lieke Voorintholt vom Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) an der Universität Trier die Auswirkungen ihrer Arbeit. „Außerdem helfen die Erkenntnisse, das Design künftiger Datenerhebungen besser zu gestalten.“
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Dr. Lieke Voorintholt
IAAEU
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