Umso größer war die Anerkennung für die Musikerinnen und Musiker des Orchesters sowie die Sängerinnen und Sänger des Chores, die unter diesen anspruchsvollen Bedingungen mit großem Engagement musizierten.
Das abwechslungsreiche Programm schien in besonderer Weise den Nerv der Zeit zu treffen. Die ausgewählten Werke kreisten um Themen wie Sehnsucht, Frieden, Freiheit, Liebe sowie Hoffnung, Zuversicht und Trost – Botschaften, die angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte eine besondere Wirkung entfalteten.
Den Konzertauftakt gestaltete das Collegium Vocale, ein achtköpfiges Vokalensemble aus den Reihen des Chores. Mit drei A-cappella-Werken aus drei Jahrhunderten überzeugten die Sängerinnen und Sänger durch eine ausgezeichnete Intonation und einen fein abgestimmten, kultivierten Chorklang.
Es folgte Ludwig van Beethovens Egmont-Ouvertüre op. 84. Unter der Leitung von Gocha Mosiashvili verlieh das Universitätsorchester dem Werk eine besonders ausdrucksstarke Interpretation. Eindrucksvoll gestaltete Kontraste zwischen düsteren und strahlenden Klangfarben, kraftvollen Höhepunkten und leisen, fast flüsternden Passagen sowie eine fein nuancierte Tempogestaltung ließen die Ouvertüre in einem nahezu romantischen Licht erscheinen.











