Geförderte Projekte 2026


Wissenschaftliche Veranstaltungen / Forschungsprojekte

Forschungsreise nach Marokko. Feldforschung zu „Anwendung von Infrarotspektroskopie um 'Fertile Islands” in semiariden Arganwäldern“ (Physische Geographie, FB VI) - Dr. Wynfrith Riemer-Stiftung

„19th International Roman Law Moot Court“, 23.-27. März 2026 (Rechtswissenschaft, FB V)

„Burgund-Exkursion“, 14.-18. Mai 2026 (Geschichte, FB III)

Tagung „Meer und Migration: Film- und kunsthistorische Perspektiven“, 25.-26. Juni 2026 (Kunstgeschichte, FB III)

Digitalisierungsprojekt der Universitätsbibliothek „Digitalisierung Walter Christaller - Zentrale Orte“ (Universitätsbibliothek)

„Öffentlicher interdisziplinärer Festvortrag mit Prof. Dr. John Baines, Universität Oxford“, Juli 2026 (Ägyptologie, FB III)

Forschungsprojekt "TRIAS – Thematisieren, Reflektieren, Intervenieren – Antisemitismus in Schulen begegnen" (Forschungs- und Dokumentationszentrum SEAL, FB III)

Ausstellung „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Bilder von Kindheit und Familie“, TUFA Trier, 7. bis 28. Juni 2026 (Kunstgeschichte, FB III)

Lehr-Forschungsprojekt „Summer School zu eisenzeitlicher Keramik am Fallbeispiel der Nekropole von Kamari, Griechenland – Dokumentation, Auswertung und Kontextualisierung“ (Klassische und Provinzialrömische Archäologie, FB III)

„Digital Games in Japanese Studies – Current Perspectives“, Internationale wissenschaftliche Tagung, 25. – 26. September 2026 (Japanologie, FB II)

“German Association of Sprachpraxis Professionals 2026 Conference”, 17. - 18. September 2026 (Anglistik, FB II)

Studienfahrt Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 2. bis 9. Oktober 2026 (Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL, FB III)

Ausstellung »»generator 6: LUFT – Zwischen Atem und Atmosphäre (Arbeitstitel), ab November 2026 (Kunstgeschichte, FB III)

Sonstige Förderungen

„Lehrpreis 2025 der Universität Trier“, Vergabefeier am 4. Februar 2026 (Abt. V, Arbeitsstelle für gute und innvotive Lehre (AGIL))

Jedes Jahr können im Zeitraum Juli bis August die Studierenden und alle anderen Mitglieder der Universität ihre Lieblingsveranstaltungen vorschlagen. Für den Lehrpreis 2025 gab es insgesamt 153 Einreichungen. Davon waren aber nur 102 zur Lehrevaluation angemeldet, was eine Voraussetzung für die Teilnahme am weiteren Verfahren ist. Eine Expert*innenrunde wählte 7 Lehrveranstaltungen aus, unter denen die Senatskommission für Qualitätssicherung schließlich die finale Wahl traf. Einfach fiel der Kommission die Entscheidung nicht, denn alle Veranstaltungen auf der Shortlist konnten überzeugen. Doch das Seminar von Samantha Airo zeichnete sich nicht nur durch ein ausgefeiltes Lehrkonzept aus, ihre Veranstaltung wurde von den Studierenden auch am häufigsten vorgeschlagen und mit herausragenden Noten evaluiert.

Bei ihrer Veranstaltung wurden sowohl von den Studierenden als auch von der Senatskommission sehr positiv der hohe Praxisbezug und die Vermittlung berufsrelevanter Kompetenzen für die Tätigkeit im Grundschullehramt bewertet. „Man hat endlich das Gefühl, dass man etwas lernt, das man genau so in der Grundschule anwenden kann“, kommentiert eine studentische Stimme die Veranstaltung. Aus didaktischer Sicht fiel besonders der Einsatz vielfältiger, handlungsorientierter Lehrmethoden mit Lebensweltbezug auf. Im Seminar wurden beispielsweise Kinderserien und -filme analysiert, um die Vorstellungen und Selbstbilder von Kindern zu Körper und Geschlecht zu erkunden. Die Studierenden entwickelten selbst kreative Unterrichtsmaterialien in Form von Lapbooks, Experimenten und Spielen und durch den Einbezug von externen Gästen und Expert*innen von Pro Familia und der Initiative Schlau Trier wurden zusätzliche Perspektiven auf das Thema eröffnet.

Die weiteren nominierten Veranstaltungen auf der Shortlist bestachen ebenfalls mit spannenden Lehrkonzepten. So betrauten Dr. Stephan Brakensiek und Simon Santschi, der Leiter der Kunsthalle Trier, Studierende der Kunstgeschichte mit der Aufgabe, eigenständig eine Ausstellung in der Kunsthalle zu kuratieren. Dazu gehörte das Führen von Interviews mit den beteiligten Künstlern, wie auch das Schreiben von Texten und die Gestaltung des Ausstellungsparcours. JProf. Dr. Ferdinand Heimerl und Dr. Max Fiederling boten den Studierenden im Rahmen ihres Seminars zur Archäologie römischer Binnenhäfen die Möglichkeit, an einer geophysikalischen Prospektion teilzunehmen und im Nordbad Trier sogar mit Tauchausrüstung Amphoren zu bergen. Sebastian Gräber arbeitete mit den Studierenden in seiner Forschungswerkstatt zur Geschichte pädagogischer Institutionen im Nationalsozialismus an Originalquellen und gemeinsam wurden dazu Stadtführungsstationen entwickelten. 

PD Dr. Jan Simon Karsten und PD Dr. Christian Rollinger stellten das populäre Medium der Memes in den Mittelpunkt ihrer Veranstaltung und erarbeiteten mit ihren Studierenden ebenfalls eine Ausstellung. Prof. Dr. Thorsten Semrau brachte die Studierenden im Rahmen seiner Veranstaltung zum Thema Human Resource Management mit Gästen aus regionalen und überregionalen Unternehmen in Kontakt. Im Zuge dieser Beyond Classroom Interviews erhielten die Studierenden wertvolle Einblick in die Unternehmenspraxis. Dr. Johannes Stoffels setzte auf ein Blended-Learning-Format und kombinierte Kartierungsübungen mit digitalen Whiteboards mit Außenterminen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, um Waldschäden auf die Spur zu kommen.

Alle nominierten Veranstaltungen und ihre Dozierenden wurden beim Forum gute Lehre von der Präsidentin für ihre hervorragenden Lehrkonzepte und ihre engagierte Lehre mit einer Urkunde ausgezeichnet. Das Forum gute Lehre war diesmal außergewöhnlich gut besucht und hat sich mittlerweile als Austausch- und Vernetzungsveranstaltung fest etabliert. Neben der Vergabe des Lehrpreises umfasste das Programm wieder auch einen Gallery Walk, bei dem sich alle Teilnehmenden über innovative Lehrprojekte informieren konnten. So wurde von Dr. Hanna Jäger das kollaborative Arbeiten mit Zoom Whiteboards vorgestellt und Simon Münker zeigte, wie verschiedene KI-Sprachmodelle miteinander verglichen werden können. Laura Döring und Stefan Kellendonk führten HISTOCAT und HistoFox vor, zwei digitale Formate, die unter anderem eine kuratierte Sammlung von Lehr- und Lernmaterialien für die Geschichtswissenschaften bieten. JProf. Dr. Patrick Reinard gewährte Einblicke in das Arbeiten mit einer neuen Hyperspektralkamera, mit deren Hilfe neue Erkenntnisse über antike Schriftstücke gewonnen werden können. Dr. Birgit Weyand stellte mit ihrem Team das Projekt TriDivers vor, welches sich die Förderung von Diversität im Lehramtsstudium zum Ziel gesetzt hat. Außerdem gab es im Gallery Walk noch eine Station, um die neue universitäre KI-Plattform HAWKI kennenzulernen. Unter der Anleitung von Michael Buhl vom AGIL-Team konnten hier erste Anwendungserfahrungen gesammelt werden. 

Ein weiterer Höhepunkt des Forums gute Lehre war eine Podiumsdiskussion zur Frage: „Selbstbestimmtes Lernen – Wo fängt es an, wo hört es auf?“ Unter Beteiligung von Prof. Dr. Matthias Busch, Dr. Claudia Goméz Tutor, JProf. Dr. Susanne Kabatnik, Charlie Geitlinger und Noah-Che Auberer wurde in der Diskussion die Bedeutung des selbstbestimmten Lernens für den Lernerfolg der Studierenden herausgestellt. Deutlich wurde, dass dies neben geeigneten Rahmenbedingungen von den Lehrenden eine bewusste Gestaltung von Lernprozessen und auch eine kontinuierliche Reflexion der eigenen Rolle erfordert.

Weitere Informationen und Impressionen von der Verleihungsfeier

Semesterabschlusskonzert von Orchester und Chor des Collegium Musicum am 14. Februar 2026 in St. Maximin Trier (Collegium musicum)

Mit einem einzigen, wuchtigen Akkord verwandelte sich die ehemalige Abteikirche St. Maximin in Trier in einen vibrierenden Klangraum: Carl Orffs „Carmina Burana“ eröffnete das Semesterkonzert des Collegium Musicum der Universität Trier mit jener archaischen Wucht, die das Publikum sofort in ihren Bann zieht. Draußen herrschten winterliche Temperaturen, im ausverkauften Kirchenraum jedoch eine spürbare Wärme – nicht nur physisch, sondern vor allem musikalisch.

Unter der Leitung von Gocha Mosiashvili entfalteten Chor und Orchester ein Klangbild, das die ganze Spannweite von Orffs Monumentalwerk auslotete. Schon das eröffnende „O Fortuna“ ließ die Mauern erzittern: Paukenstöße, schneidend präzise Einsätze und ein Chor, der zwischen flüsternder Bedrohung und eruptiver Klanggewalt changierte. Doch ebenso eindrucksvoll gelangen die leisen Momente. Immer wieder nahm sich die Musik zurück, wurde zart, beinahe kammermusikalisch – etwa wenn die Streicher den Frühling in flirrenden Figuren ankündigten oder der Chor lange, schwebende Linien mit großer Klangdisziplin formte.

Die Solistinnen und Solisten setzten markante Akzente: Ausdrucksstarke Baritonpassagen, ein spielerisch-theatralischer Tenorauftritt mitten aus dem Orchester heraus sowie ein leuchtendes Sopran-Solo verliehen den drei Teilen des Werkes individuelle Konturen. Besonders eindrücklich war das Zusammenspiel mit dem Kinderchor, dessen feiner Klang den dramatischen Bogen im „Hof der Liebe“ um eine fragile, beinahe entrückte Dimension erweiterte.

Orffs Musik lebt von Kontrasten, und das Collegium Musicum nutzte diese dramaturgische Anlage konsequent: Derbheit und Zartheit, rhythmische Präzision und ausgelassene Spielfreude standen gleichberechtigt nebeneinander. So wurde das Wirtshaus-Tableau zu einem ebenso humorvollen wie virtuosen Höhepunkt, während die Liebesszenen mit sensibler Dynamik und klanglicher Transparenz überzeugten.

Als am Ende das Schicksalsrad mit der Wiederkehr von „O Fortuna“ seinen Kreis schloss, entlud sich die Spannung in minutenlangem, begeistertem Applaus. Das Publikum erhob sich von den Sitzen – ein eindrucksvolles Echo auf einen Konzertabend, der nicht nur musikalisch überzeugte, sondern auch die besondere Energie eines universitären Ensembles spürbar machte.

Weitere Informationen und Impressionen vom Semesterkonzert

„Festakt zu Ehren von Prof. Dr. Lukas Clemens“ (Geschichte, FB III)

Kofinanzierung von zwei Deutschlandstipendien, Laufzeit: Oktober 2026 bis September 2027 (Präsidentin)

Workshop für Mitarbeitende der Universitätsbibliothek, 24. Juni 2026 (Universitätsbibliothek)

Semesterabschlusskonzert von Orchester und Chor des Collegium Musicum Sommersemester 2026, am 27. Juni 2026 in der Pfarrkirche Heiligkreuz Trier (Collegium Musicum)

Trotz der Temperaturn waren zahlreiche Gäste gekommen und hielten dem Ensemble die Treue. Präsidentin Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer zeigte sich in ihrer Begrüßung erfreut über den großen Zuspruch. Ein ungewöhnliches Bild prägte den Konzertsaal: Im gesamten Kirchenraum sorgten unzählige Fächer für etwas Abkühlung.

Umso größer war die Anerkennung für die Musikerinnen und Musiker des Orchesters sowie die Sängerinnen und Sänger des Chores, die unter diesen anspruchsvollen Bedingungen mit großem Engagement musizierten.

Das abwechslungsreiche Programm schien in besonderer Weise den Nerv der Zeit zu treffen. Die ausgewählten Werke kreisten um Themen wie Sehnsucht, Frieden, Freiheit, Liebe sowie Hoffnung, Zuversicht und Trost – Botschaften, die angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte eine besondere Wirkung entfalteten.

Den Konzertauftakt gestaltete das Collegium Vocale, ein achtköpfiges Vokalensemble aus den Reihen des Chores. Mit drei A-cappella-Werken aus drei Jahrhunderten überzeugten die Sängerinnen und Sänger durch eine ausgezeichnete Intonation und einen fein abgestimmten, kultivierten Chorklang.

Es folgte Ludwig van Beethovens Egmont-Ouvertüre op. 84. Unter der Leitung von Gocha Mosiashvili verlieh das Universitätsorchester dem Werk eine besonders ausdrucksstarke Interpretation. Eindrucksvoll gestaltete Kontraste zwischen düsteren und strahlenden Klangfarben, kraftvollen Höhepunkten und leisen, fast flüsternden Passagen sowie eine fein nuancierte Tempogestaltung ließen die Ouvertüre in einem nahezu romantischen Licht erscheinen.

Mit Carl Maria von Webers Concertino op. 26 für Klarinette und Orchester stand anschließend ein virtuoses Solowerk auf dem Programm. Nicolas Grandadam begeisterte mit einer technisch brillanten und zugleich musikalisch einfühlsamen Interpretation. Das Publikum honorierte seine Darbietung mit langanhaltendem Applaus und begeisterten Bravo-Rufen.

Ein weiterer Höhepunkt waren zwei Chansons der französischen Renaissance in einer modernen Bearbeitung des Trierer Komponisten Joachim Reidenbach für Chor und Orchester. Ein inniges Liebeslied und ein schwungvoller Tourdion mit Gesang und Schellenklang sorgten für musikalische Leichtigkeit und Lebensfreude. Der anwesende Komponist durfte sich über eine mitreißende Aufführung seiner Werke freuen.

Den Abschluss bildete Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium Wie der Hirsch schreit nach Psalm 42 – ein Werk voller Sehnsucht, Trost und Hoffnung. Mit seinen innigen Chorsätzen und der bewegenden Sopranarie, eindrucksvoll interpretiert von Lara Rieken, entfaltete das Werk seine ganze emotionale Tiefe. Chor, Orchester und Solistin überzeugten unter der einfühlsamen und zugleich präzisen Leitung von Gocha Mosiashvili mit einer musikalischen Darbietung, die Ruhe, Zuversicht und Trost vermittelte.

Das Publikum dankte allen Mitwirkenden mit Applaus und so wurde das Sommerkonzert des Collegium Musicum trotz der außergewöhnlichen Hitze zu einem eindrucksvollen musikalischen Erlebnis, das nicht nur durch seine hohe künstlerische Qualität, sondern auch durch seine emotionale Aussagekraft nachhaltig beeindruckte.

Weitere Informationen und Impressionen vom Semesterkonzert

„40 Jahre – 40 Stimmen“, Sammelband anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Welterbe Trier (Klassische und Provinzialrömische Archäologie, FB III)