Mitglieder der Nikolaus Koch Stiftung (vordere Reihe, v.l.), Prof. Dr. Dietrich Dickertmann, Katharina Okfen, Ulrike Dickel, Jutta Terner, Abt Ansgar Schmidt, Edmund Schermann und Dr. Manfred Bitter mit Uni-Präsident Michael Jäckel (l.) und der Referentin des Fachbereichs VI, Dr. Elisabeth Tressel auf dem geowissenschaftlichen Versuchsgelände.

Förderer erhalten Einblick in Forschung und Lehre

Nikolaus Koch Stiftung informiert sich auf dem Campus über von ihr finanzierte Projekte

In Zeiten stagnierender finanzieller Förderung durch die öffentliche Hand werden Geldzuwendungen Dritter an die Wissenschaft immer wichtiger. Die Trierer Nikolaus Koch Stiftung engagiert sich bereits seit 20 Jahren für Projekte in Forschung und Lehre an der Universität Trier. Mit den Geldern ließen sich unter anderem schon Stiftungsprofessuren einrichten, Großgeräte und Laborausstattung anschaffen und Stipendien für Studierende ermöglichen.

Eine kleine Auswahl der in den letzten Jahren unterstützten Projekte präsentierten sich gestern beim Besuch einer Delegation der Nikolaus Koch Stiftung an der Universität. Bei einem Rundgang über die geowissenschaftlichen Versuchsflächen auf Campus II bekamen die Gäste einen sehr praxisnahen und anschaulichen Einblick in die Forschungsaktivitäten von Geologen, Bodenkundlern und Biologen. Dazu gehören unter anderem Experimente zur Flüssigkeitsdurchlässigkeit verschiedener Materialien, Versuche zur Wasseraufnahme in Böden und Messungen von Schadstoffemissionen in der Luft. Studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bienenprojekts Bee.Ed führten vor, wie sie sonst ganze Schulklassen für die nützlichen, jedoch von schädlichen Umwelteinflüssen bedrohten Insekten begeistern.

Neben den Geowissenschaftlern gab mit Dr. Thomas Grotum auch ein Historiker Einblick in die Forschungsaktivitäten an der Universität Trier. Für sein von der Nikolaus Koch Stiftung finanziertes Projekt zur Gestapo in Trier hat der Wissenschaftler gerade erst den Lehrpreis der Universität Trier erhalten. Mit den Stiftungsgeldern war es ihm und einigen Studierenden möglich, zahlreiche bislang unbekannte Quellen über die Geheime Staatspolizei in Trier aufzuspüren und auszuwerten.

Mit eLITE präsentierte sich den Gästen schließlich ein Projekt aus dem Bereich der Lehre. Die Nikolaus Koch Stiftung hatte als Hauptförderer die Anschubfinanzierung dazu gegeben, dass an der Universität Trier mittlerweile mehr als 2.000 Studierende aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und der Psychologie an computergestützten Tutorien und Klausuren teilnehmen können. Auch das Sprachenzentrum nutzt das von der Koordinationsstelle E-Learning begleitete Projekt für seine Einstufungstests. 

Ebenfalls von der Koordinationsstelle E-Learning sowie der Pressestelle entwickelt wird derzeit eine CampusApp für das Smartphone. Der Service, der anteilig von der Nikolaus Koch Stiftung finanziert wird, soll unter anderem die Navigation auf dem Campus erleichtern. Insbesondere von der Möglichkeit, einzelne Räume in den Gebäuden ansteuern zu können, waren die Gäste ganz persönlich angetan: Sie hatten zu Beginn ihres Besuchs teilweise lange suchen müssen, um den Tagungsraum auf Campus II zu finden.

Dr. Manfred Bitter, Vorsitzender der Nikolaus Koch Stiftung zeigte sich sehr beeindruckt von der Präsentation der Forschungs- und Lehraktivitäten. "Wir freuen uns, dass wir diese bunte und spannende Vielfalt an Projekten so plastisch vorgeführt bekommen und mit eigenen Augen gesehen haben: Unser Geld ist gut angelegt."  

Weitere Informationen zu den Forschungsprojekten:

  • Bee.Ed
  • Gestapo Trier
  • eLITE

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