Der Waschbär hat mehr Ahnen als vermutet

Die Trierer Biogeographin Mari Fischer hat die Verbreitung in Deutschland erforscht

Über mehrere Jahrzehnte hielt sich die Legende, NS-Minister Hermann Göring persönlich habe die ersten Waschbären nach Deutschland gebracht. Diese Darstellung hielt einer Prüfung ebenso wenig stand wie die Annahme, dass die inzwischen stattlich herangewachsene Waschbären-Population - schätzungsweise leben bisher an die eine Million Tiere in Deutschland - auf lediglich zwei Ansiedlungsereignisse zurückgeht.

Die Trierer Biogeographin Mari Fischer ist dem „Procyon lotor“ in ihrer Doktorarbeit auf den Pelz gerückt. Sie hat neue Erkenntnisse über die tatsächliche „Ahnentafel“ der Waschbären in Deutschland gewonnen. Sie prognostiziert in ihrer Dissertation aber auch, wie sich die Tiere in Deutschland weiter verbreiten könnten. Aus dieser Modellierung erwachsen wiederum rechtliche Fragen, ob und wie die Haltung und Verbreitung von Waschbären reglementiert
werden soll.

Zum Bericht im Unijournal