Quellengrundlage für Künstlersozialgeschichte

An der Universität Trier kann das Projekt „Edition der Zunftordnungen für Maler bis um 1800“ in die zweite und letzte Runde gehen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte die abschließende Phase dieser mit über einer Million Euro geförderten Grundlagenforschung.

Das im Fach Kunstgeschichte angesiedelte historisch-kritische Projekt wird erstmals die deutschsprachigen Zunft- und Handwerksordnungen für Bildende Künstler bis etwa 1800 publizieren. Die Editionsarbeit geht Hand in Hand mit dem EU-Projekt „artifex“, das ergänzendes Quellenmaterial herausgeben wird und das darüber hinaus die Künstlerausbildung ausgewählter Städte und Persönlichkeiten, Künstlerfeste und Selbstinszenierungen untersucht. Beide Projekte bilden das Herzstück der Trierer Arbeitsstelle für Künstlersozialgeschichte (TAK), die Professor Dr. Dr. Andreas Tacke leitet.

Nach Abschluss beider Projekte werden alle deutschsprachigen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Ausbildungsordnungen für Maler ediert vorliegen. Damit kann für das Alte Reich erstmals auf eine Quellensammlung zurückgegriffen werden, die die Ausbildung von Malern in Zünften oder Gilden des deutschsprachigen Raumes regelte. Die Quellensammlung bildet die Grundlage für neue Forschungserkenntnisse zur Lebenswirklichkeit von Künstlern in der Frühen Neuzeit.

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Kontakt:
Marina Beck, M.A
E-Mail: beckma@uni-trier.de
Tel. 0651/201-3385