Matthias Neuenkirch (links) und Uwe Jirjahn gehören zu den forschungsstärksten Ökonomen im deutschsprachigen Raum.

Neuenkirch und Jirjahn im Handelsblatt-Ranking

Trierer Professoren gehören zu den forschungsstärksten Ökonomen im deutschsprachigen Raum

Zwei Volkswirtschaftler der Universität Trier haben es im aktuellen VWL-Ranking 2015 des Handelsblatts in die Bestenlisten geschafft. Für die Rangliste werden sämtliche veröffentlichten  Studien von rund 3600 Ökonomen ausgewertet, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz forschen oder aus diesen Ländern stammen.   

In der Gruppe der Nachwuchswissenschaftler unter 40 Jahren wird Junior-Professor Dr. Matthias Neuenkirch auf Platz 44 geführt. Der Experte für Geldtheorie und Geldpolitik sowie angewandte Makroökonomie lehrt und forscht seit zwei Jahren an der Universität Trier. Mit Rang 88 gehört Neuenkirch auch im altersunabhängigen Ranking der besten Forschungsleistungen zu den Top 100.

Im Ranking für das Lebenswerk hat sich Uwe Jirjahn unter den 250 besten Forschern eingereiht. Der Professor für Arbeitsmarktökonomik an der Universität Trier wird unter den 3600 berücksichtigten Forschern auf Rang 248 geführt. Der forschungsstärkste Ökonom im deutschsprachigen Raum ist derzeit Peter Egger von der ETH Zürich.

Matthias Neuenkirch und Uwe Jirjahn widmen sich in ihrer Forschung der empirischen Überprüfung volkswirtschaftlicher Theorien und der Beurteilung der Wirksamkeit wirtschaftspolitischer Maßnahmen. „Nur wenn wir volkswirtschaftliche Modelle konsequent an der Realität testen, lassen sich Antworten auf wirtschaftspolitische Herausforderungen und Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens finden“, so die beiden Wissenschaftler.

Zu den Forschungsgebieten von Matthias Neuenkirch zählen derzeit die Evaluierung geldpolitischer Maßnahmen an der Nullzinsgrenze, die Analyse nationaler Einflüsse auf Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die makroökonomischen Auswirkungen von Wirtschaftssanktionen gegen einzelne Staaten. Uwe Jirjahn forscht gegenwärtig zu den Arbeitsmarktwirkungen der Globalisierung, zur Integration von Migranten sowie zu Familienstrukturen in West- und Ostdeutschland.

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Hintergrund
Für das Ranking lässt das Handelsblatt alle zwei Jahre untersuchen, wie viele Studien die Ökonomen im deutschsprachigen Raum in Fachzeitschriften unterbringen konnten. Dazu werden mehr als 1500 internationale Fachzeitschriften ausgewertet. Neben der Anzahl der veröffentlichten Studien wirkt sich die Qualität der Journale auf die Punktvergabe aus.