Vom 12. bis 14. Oktober 2022 tauschen sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu Antisemitismusforschung aus, hier ein Foto von der ersten IIA-Tagung vor zwei Jahren.

Neue Blickwinkel auf den Antisemitismus

Bei einer Tagung sollen insbesondere aktuelle Erscheinungsformen beleuchtet werden.

Vom 12. bis 14. Oktober 2022 veranstaltet die Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung Trier (IIA) die „2. Interdisziplinäre Antisemitismustagung für Nachwuchswissenschaftler:innen”. Die Veranstaltung an der Universität Trier soll neben theoretischen und historischen Aspekten vor allem aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus, beispielsweise im Kontext der „Querdenken”-Bewegung, beleuchten. Dabei wird eine Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern einbezogen.

„Wir beobachten, dass Antisemitismus im Jahr 2022 noch immer in breiten Schichten der Bevölkerung virulent ist. Ziel unserer Veranstaltung ist es deshalb, neue Blickwinkel auf dieses Problem zu ermöglichen und einen wichtigen Beitrag zum Vorantreiben der Antisemitismusforschung in der Großregion zu liefern. Wir freuen uns über alle, die sich daran beteiligen und mit uns diskutieren wollen”, so Luca Zarbock von der IIA Trier.

Keynote-Vortrag und Beiträge

Bei der dreitägigen internationalen Konferenz wird es unter anderem um die Theorie und Ideengeschichte des Antisemitismus, Affekte, Emotionen und Verschwörungsmythen, die Reaktion von Polizei und Justiz auf antisemitische Vorfälle oder die Bekämpfung antisemitischer Ressentiments an Schule und Universität gehen. Ergänzt werden die Beiträge der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler durch einen Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schwarz-Friesel (TU Berlin) zu israelbezogenem Antisemitismus und seinem affektiven Abwehr-Narrativ.

Die Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung Trier wurde 2019 als Zusammenschluss von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, neue wissenschaftliche Debatten über den Themenkomplex des Antisemitismus anzustoßen und diesen in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren zu bekämpfen.

Die IIA wird seit Mai 2021 im Rahmen des Programms "Gemeinsam für Gleichwertigkeit" durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz gefördert.

Weitere Infos zum Programm der Tagung und zur Anmeldung

Kontakt

Luca Zarbock
Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung
Mail: s3luzarbuni-trierde