Informatik für Klein bis Gross

Guter Informatikunterricht fördert das algorithmische Denken und somit die konstruktive Problemlösungskompetenz Ihrer Schülerinnen und Schüler.

Die Professur für Informatik und ihre Didaktik lädt Sie zum ersten Trierer Tag des Informatikunterrichts (TTDI) am Donnerstag, den 6. Oktober 2022 an die Universität Trier ein. Unter dem Motto “Informatik für Klein bis Gross” erwarten Sie mehrere spannende und praxisnahe Workshops nahmhafter Persönlichkeiten im Bereich der Informatikdidaktik. Die angebotenen Kurse richten sich an Lehrkräfte sämtlicher Schul- und Leistungsstufen von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe 2.

Das Ziel des TTDI ist es den direkten Austausch zwischen Lehrpersonen untereinander und mit Forschenden sowie Didaktikerinnen und Didaktikern zu ermöglichen. Hierfür stehen wieder zahlreiche Workshops zur Auswahl, in denen Informatik- und Mathematiklehrkräft ebenso wie interessierte Lehrkräfte anderer Fachrichtungen neue Impulse und spannende Ideen von führenden internationalen und heimischen Fachdidaktikern und Informatikern für ihren Informatikunterricht vom Kindergarten bis zum Abitur erhalten können.

Direkt zur Anmeldung: https://terminplaner.dfn.de/WELPaAwi2RR61sLj 

Programm

08:30 - 09:15Eintreffen und Registrierung
09:15 - 10:00Begrüßung des Präsidenten und des Dekans, Plenarvortrag "Die Bedeutung der Informatik in der allgemeinen Bildung", JProf. Dr. Jacqueline Staub
10:00 - 10:15Kurze Pause (Getränke und Obst in den Workshopräumen)
10:15 - 11:45Workshop 1 
11:45 - 13.15Mittagspause (Mensa)
13:15 - 14.45Workshop 2
14:45 - 15:00Kurze Pause (Getränke und Obst in den Workshopräumen)
15:00 - 15:30Schlusswort und Verabschiedung

 

Workshops

Workshop 1: Programmieren vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse

Nebst dem Lesen und Schreiben wird auch das Programmieren im Bildungswesen bald den Stellenwert einer Grundfertigkeit haben, die alle Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit erlernt haben müssen. Dabei werden Fähigkeiten wie Kreativität und konstruktives Problemlösen gefördert, die wichtige Voraussetzungen sind, um sich in den noch ungewissen Berufen der Zukunft behaupten zu können. Wie aber sollen Kinder im Grundschulalter oder der Orientierungsstufe überhaupt programmieren lernen? Dank geeigneter Unterrichtsmaterialien und Lernumgebungen ist es möglich, das Programmieren parallel zu den anderen Grundfertigkeiten zu erlernen und darüber hinaus auch fächerübergreifende Synergieeffekte zu nutzen. Wir präsentieren den ersten Teil unseres Spiralcurriculums für den Programmierunterricht vom Kindergarten bis zur 6. Klasse. Der Workshop bietet viele praktische Elemente, weshalb die Teilnehmenden gebeten werden einen Laptop oder ein Tablet mit Tastatur zum Workshop mitzubringen.

Workshopleitung: JProf. Dr. Jacqueline Staub

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen der ersten bis sechsten Klasse

 

Workshop 2: Abenteuer Informatik – Einführung in den Unterricht mit Artefakten

Abenteuer Informatik ist ein Konzept, um Informatik gestaltend kompetenzorientiert aufzubauen und dabei weitgehend auf den Computer zu verzichten. Abenteuer Informatik gibt es als Buch, als interaktive Ausstellung und als Bastelbögen, die Schulen kostenlos von der Hopp-Foundation beziehen können. In der Einführung arbeiten wir mit den Bastelbögen, um einen Überblick über Konzepte wie "Information und Daten", "Fehlertoleranz", "Aufwand", "Algorithmik", "Codierung" in der grundlegenden Vermittlung zu bekommen. Da der Einstiegsunterricht Informatik in ganz unterschiedlichen Jahrgangsstufen stattfindet, sind diese Konzepte bereits für Grundschullehrerinnen und –lehrer geeignet, die das in Sachkunde oder Mathematik einsetzen können. Das Kompetenzniveau wird danach gesteigert, so dass es für Sekundarstufe I und II geeignet ist. Die Konzepte sind auch bereits erfolgreich sowohl in der Berufsschule als auch in der beruflichen Information allgemeinbildender Schulen zum Einsatz gekommen. Einen Eindruck von Abenteuer Informatik bekommen Sie über die Webseite www.abenteuer-informatik.de/dieausstellung.html Wir wollen gemeinsam experimentieren. Damit die nötige Kommunikation funktioniert, sollten wir uns auch sehen und ich bitte daher alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ihre Kamera möglichst einzuschalten und eingeschaltet zu lassen. Außerdem haben Sie im Vorfeld die Bastelbögen erhalten. Bitte schneiden Sie mindestens folgendes Spielmaterial aus: Binäre Magie, Affenpuzzle, Binärkarten (gelbe Karten mit Punkten), Zauberkärtchen (die mit den Zahlen zwischen 1 und 100)

Workshopleitung: Prof. Dr. Jens Gallenbacher

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen der Grundschule und beider Sekundarstufen

 

Workshop 3: Kryptologie – von Babylon zu Public-Key-Kryptosystemen.

Die aktuell verwendete Geheimschriften und Kryptosystemen basieren auf komplexen Überlegungen der Algebra , Zahlentheorie , Algorithmik und Komplexitätstheorie. Kann man überhaupt in der Schule ein hinreichendes Verständnis  für das Konzept des öffentlichen Schlüssel vermitten? Die Antwort ist positive. Wir nutzen hier die historische Methode, die der Klassen ermöglicht, die Genesis der grossen Ideen in kleinen Schritten miterleben und bei der Entwicklung neuer Kryptosystemen mitzuwirken.

Wir entwerfen  hier ein Spiralcurriculum von 6sten bis zu 12ten Klasse zum Thema Datensicherheit , das sehr detailliert mit vielen Beispielen, Rätsel  und Aufgaben  einen tieferen Einblick in die Entwicklung und Analyse von Geheimschriften ermöglicht.

Workshopleitung: Prof. Dr. Juraj Hromkovic

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen der Sekundarstufen 1 und 2

 

Workshop 4: Von Kartenillusion zu Hamming Codes

Nach dem Motto "Erziehen wir Erfinder und Entwickler und nicht nur Anwender der IT": Der Schutz von Daten vor Beschädigungen während des Transport oder bei ihrer Eingabe gehört zu täglichen Aufgaben der Informatik. Diese Aufgabe erfordert die Entwicklung von Kodierungen, die automatisch eine kleine Menge von Fehler (Beschädigungen) erkennen können und sogar auch korrigieren können.

In diesem Workshop lernen Sie, wie die Klasse  spielerisch durch eigenständige leicht gelenkte Arbeit die beste bekannte Kodierungen für diese Ziele selbständig entwickeln kann. Sie erhalten dabei auch detaillierte Unterlagen zum Unterrichten dieses Themas im Bereich von 4 bis 10 Lektionen und den Zugang zu einer interaktiven Lernumgebung.

Workshopleitung: Prof. Dr. Juraj Hromkovic

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen der Sekundarstufen 1 und 2

 

Workshop 5: Informatik Biber, Informatikwettbewerbe ohne Programmieren 

Beschreibung folgt

Workshopleitung: Dr. Wolfgang Pohl

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen der Grundschule und beider Sekundarstufen

 

Workshop 6: Jugendwettbewerb Informatik, Informatikwettbewerbe für alle Altersstufen 

Beschreibung folgt

Workshopleitung: Dr. Wolfgang Pohl

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Lehrpersonen ab der 5. Klasse

 

Workshop 7: Programming from a young age on 

Beschreibung folgt

Workshopleitung: Dr. Adish Singla

Sprache: English

Zielgruppe: Lehrpersonen der ersten bis sechsten Klasse

Referenten

Prof. Dr.-Ing Jens Gallenbacher (Johannes Gutenberg Universität Mainz)

Jens Gallenbacher studierte Informatik und Elektrotechnik sowie Lehramt Mathematik und Informatik an der TH Darmstadt, promovierte daraufhin in der Informatik. Er beschäftigt sich seit den 1990ern mit der Umsetzung von Themen der Informatik in Schule und Universität, insbesondere mit der Umsetzung von Informatik ohne Computer. An der Johannes Gutenberg Universität Mainz gestaltet er die Fachdidaktik der Informatik und damit wesentliche Teile des Lehramtsstudiums. Sein Buch „Abenteuer Informatik“ und die gleichnamige Ausstellung zeigen, dass Informatik durchaus mehr mit Menschen und Kreativität als mit Computern zu tun hat.

Prof. Dr. Juraj Hromkovic (ETH Zürich)

Juraj Hromkovic ist ordentlicher Professor am Departement für Informatik der ETH Zürich, Inhaber des Lehrstuhls für Informationstechnologie und Bildung (ITE) und Gründer des Ausbildungs- und Beratungszentrums für Informatikunterricht (ABZ). Er ist Mitglied der Academia Europaea und der Learning Society der Slowakischen Akademie der Wissenschaften und war in den letzten 15 Jahren aktiv an der Einführung der Informatik in den Schweizer K-12-Lehrplan beteiligt. Prof. Hromkovic hat etwa 25 Bücher verfasst, von denen einige dem Informatikunterricht gewidmet sind, wie beispielsweise die unter Klett-Balmer veröffentlichte Lehrmittelreihe "einfach Informatik".

Dr. Wolfgang Pohl  (Bundesweite Informatikwettbewerbe)

Wolfgang Pohl ist Informatiker, studierte in Bonn und promovierte an der Universität Essen. In seiner Forschung befasste er sich mit KI-Methoden und deren Anwendung zur Verbesserung der Mensch-Maschine-Kommunikation. 1999 wechselte er Position und Perspektive und wurde Geschäftsführer des Bundeswettbewerbs Informatik. Dieses wichtigste deutsche Projekt zur Förderung von Informatiknachwuchs baute er zu den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) aus, an denen mittlerweile jedes Jahr mehrere Hunderttausend Kinder und Jugendliche teilnehmen. Wolfgang Pohl ist als Fachexperte Mitglied im Fachausschuss “Informatische Bildung in Schulen” der Gesellschaft für Informatik, war 2003-2006 gewähltes Mitglied des Leitungsgremiums der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) und 2015-2021 gewähltes Mitglied im Leitungsgremium des International Bebras Challenge. 2011 wurde er mit dem Distinguished Service Award der IOI ausgezeichnet.

JProf. Dr. Jacqueline Staub (Universität Trier)

Jacqueline Staub ist für die Entwicklung von XLogoOnline bestens bekannt. Ihre Programmierumgebung für Kindergarten und Primarschule ist im Rahmen einer Kooperation der PH Graubünden mit der ETH Zürich entstanden. Jacqueline hat im März 2021 ihre Doktorarbeit «Programming in K–6: Understanding Errors and Supporting Autonomous Learning» verteidigt. Nach Bachelor, Master, Lehrdiplom und Doktorat an der ETH hat Jacqueline Staub einen Ruf der Universität Trier erhalten. Seit Januar 2022 leitet sie dort die von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderte CZS Stiftungsprofessur für Informatik und ihre Didaktik.

Anmeldung

https://terminplaner.dfn.de/WELPaAwi2RR61sLj 

Bitte geben Sie uns Ihre Präferenzen bekannt. Wir werden anschliessend gemäss Teilnehmendenzahlen eine Zuweisung vornehmen und Ihre Präferenzen möglichst alle berücksichtigen.