VProf. Dr. Martin Kriemann
Meine Arbeit an der Universität Trier bewegt sich an der Schnittstelle von Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaft und Transformationsforschung. Im Mittelpunkt stehen Fragen gesellschaftlichen Strukturwandels, sozialräumlicher Ungleichheiten und gerechter Übergänge, insbesondere mit Blick auf Kinder, Jugendliche und Regionen im Wandel.
Ein Schwerpunkt meiner rekonstruktiven Forschung liegt auf der Bedeutung pädagogischer Orte, sozialer Infrastrukturen und Teilhabechancen unter Bedingungen tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderung. Dabei verbinde ich sozialpädagogische, raumtheoretische und ungleichheitsbezogene Perspektiven.
Forschung, Lehre und Transfer verstehe ich als eng miteinander verbunden. Mein Ziel ist es, wissenschaftliche Perspektiven auf gesellschaftliche Transformationen mit sozialpädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen produktiv zusammenzuführen.
Aktuelle Projekte:
Darüber hinaus beschäftige ich mich mit Ost|West-Differenzverhältnissen als einer bislang unterschätzten Kategorie erziehungswissenschaftlicher Forschung. In diesem Zusammenhang bin ich an der Organisation der Tagung „Ost|West|Differenz in der Erziehungswissenschaft“ und der Herausgeberschaft des Tagungsbandes beteiligt, die nach den Wirkungen von Ost|West-Differenz in Bildungs-, Erziehungs- und Biographieverhältnissen fragt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf sozialstaatlichen Angebotsstrukturen Sozialer Arbeit. Gemeinsam mit Kolleg*innen arbeite ich an dem Sammelband „Sozial(staatlich)e Angebotsstrukturen revised. Komme-, Bleibe- und Gehe-Strukturen der Sozialen Arbeit unter Transformationsdruck?“. Im Zentrum stehen Fragen danach, wie Zugänge zu Hilfen organisiert werden, wie Teilhabe ermöglicht oder erschwert wird und wie sich darin Professionalisierung, Machtverhältnisse und soziale Ungleichheit zeigen.