Croeso — Degemer Mat — Dynnargh — Failt — Fáilte — Fàilte

Herzlich Willkommen auf der Seite des
Forums Celtic Studies
an der Universität Trier
Hier finden Sie Informationen zu Lehrangeboten, Projekten, Tagungen und Vorträgen, die vom Forum Celtic Studies oder in Kooperation mit ihm veranstaltet werden. Das Forum beschäftigt sich mit allen Aspekten keltischer Kulturen von der Antike bis in die Gegenwart: Sprache und Literatur, Geschichte, Kunst und Archäologie, Gesellschaft und Volkskunde.
Obwohl die Kulturen der Kelten Europa über viele Jahrhunderte hinweg maßgeblich mitgeprägt haben und obwohl die heutigen keltischsprachigen Regionen alle zu Nachbarstaaten in der EU gehören, die Republik Irland darüber hinaus Irisch zur ersten offiziellen Landessprache erklärt hat, sind Celtic Studies in der akademischen Landschaft hierzulande kaum repräsentiert. Lediglich an den Universitäten Bonn und Marburg ist das Studium der Keltologie möglich. Einen Lehrstuhl, der ausschließlich diesem Fach gewidmet wäre, gibt es in Deutschland seit der Schließung der Keltologie an der Humboldt-Universität Berlin 1997 nicht mehr.

- Blick vom keltischen Ringwall Allenbach
In Trier kann Keltologie als eigenes Fach demnach nicht studiert werden. Trotzdem besteht durch das Forum Celtic Studies ein kontinuierliches Angebot von Veranstaltungen der verschiedensten Art (s. Navigationsleiste). Das Lehrangebot und die übrigen Veranstaltungen erfreuen sich großen Interesses und reger Teilnahme. Die Vorlesungen mit historischem Schwerpunkt werden von bis zu 160 Hörer/innen besucht, und selbst die letzten Sprachkurse zum Irischen und Gälischen waren mit über 40 Teilnehmer/innen überraschend stark frequentiert. Auch die Workshops sind mit 30-40 Interessenten erfreulich gut besucht und erregen weit über die Grenzen des Faches, des Ortes und des akademischen Milieus hinaus hervorragenden Zuspruch.

Trier ist für keltologische Studien ein bestens geeigneter Ort, da er inmitten eines reichen archäologischen Denkmälerbestands der Hunsrück-Eifel- und der Latène-Kultur (7.–1. Jh. v. Chr.) und der römischen Zeit (1. Jh. v. Chr. – 5. Jh. n. Chr.) liegt.
Ein Schwerpunkt in der Arbeit des Forums Celtic Studies liegt in der Erforschung des Kontaktes und schließlich der Integration der regionalen keltischen Kulturen in das Römische Reich. Die vielfältigen Formen der Inter- und Transkulturalität und der Inkulturation ("Romanisierung") wird in den Bereichen Sprache und Onomastik, Kunst und Archäologie, Religion und Gesellschaft untersucht. Ein Beispiel dafür ist eine im Druck befindliche Studie, die multikulturelle Aspekte der in Gallien und Obergermanien gefundenen Jupitergigantensäulen zum Gegenstand hat.
Rechts: Nachbildung der in Walheim gefundenen Jupitergigantensäule. Das Original steht im Württembergischen Landesmuseum Stuttgart (Inv.-Nr. RL 68/160). Photo © C. Coulot, 2010
Texte aus Irland in Trier
Die Handschrift 137 der Stadtbibliothek Trier enthält das einzige aus Irland (oder einem irischen Kloster auf dem Kontinent) stammende Fragment einer in Irland entstandenen Sammlung des kanonischen Rechts aus dem 8. Jahrhundert, der Collectio Canonum Hibernensis. Diese Zusammenstellung war über ganz Westeuropa verbreitet und gilt als eine der bedeutendsten kirchenrechtlichen Sammlungen des frühen Mittelalters.
Die Hibernensis wurde um 735 von Rubin von Dairninis und Cú Chuimne von Iona zusammengestellt. Ihre Absicht war, mit einer übersichtlichen Zusammenstellung der Gefahr unterschiedlicher Auslegungen der kirchenrechtlichen Bestimmungen zu begegnen und möglichen Konflikten vorzubeugen. Eine ausführliche Analyse des Textes hat David Howlett ("The Prologue to the Collectio Canonum Hibernensis". Peritia 17/18 [2003/04]: 144-149) vorgelegt.
Das Trierer Fragment ist eine Kopie des 8. Jahrhunderts. Allerdings wurde das Pergament im 11. Jahrhundert für einen Text aus dem Gottesstaat (De civitate Dei) des Augustinus wieder verwendet. Der ursprüngliche Text ist auf der Abbildung unten noch ansatzweise zu erkennen.
Letzte Aktualisierung: 14. März 2013









