Die Rebellion von Florus und Sacrovir

Die runde Zahl 2000 Jahre seit dem Aufstand von Florus und Sacrovir ist uns Anlass, ein Kapitel in der römischen Geschichte Galliens aufzuschlagen, das gerade in den vergangenen Jahren wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Dabei wurden Beobachtungen gemacht, die über die einzige ausführliche Schriftquelle Tacitus hinausgehen und den Blick auf ein weiteres, interdisziplinäres Feld öffnen. Eine spezifisch keltologische Perspektive ist bisher allerdings kaum in Erscheinung getreten. Sowohl das Forum Celtic Studies in Trier wie auch der Arbeitskreis Historische Keltologie e.V. in Stuttgart beschäftigen sich mit interdisziplinären Aspekten der Keltologie und anderer Kulturwissenschaften. Auch wenn die beiden Organisatoren der Tagung bisher nicht mit Äußerungen zur Revolte des Jahres 21 hervorgetreten sind, liegt die Thematik im Schnittpunkt ihrer Interessen. Holger Müller, promovierter Althistoriker, thematisiert in Forschung und Lehre die römisch-keltischen Beziehungen mit Schwerpunkten in der Sozial-, Wirtschafts- und Militärgeschichte, stets mit interdisziplinären Ansätzen. Jürgen Zeidler widmet sich der keltischen Onomastik und Etymologie und arbeitet an fachübergreifenden Zugängen zur keltischen Religion und Einzelthemen der Kulturgeschichte. An der Universität Trier führt er keltologische Seminare, Vorträge und Sprachkurse durch.Von der Tagung erhoffen sich die Organisatoren neue Impulse zum besseren Verständnis der Ereignisse des Jahres 21 und darüber hinaus der historischen und soziokulturellen Entwicklung in der frühen römischen Kaiserzeit in Gallien.

Einladung zur Online-Tagung

Siehe auch in der 2. Kachel rechts.