Exkursion: Auf den Spuren des «Naumburger Meisters»

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Prof. Dr. Marc Carel Schurr                                 Mo., 27. 3. – Sa., 1. 4. 2023

Eine Gruppe von Bildhauern unter der Leitung des sogenannten «Naumburger Meisters» hat um die Mitte des 13. Jahrhunderts eine Reihe von Skulpturen geschaffen, die zu den bedeutendsten Kunstwerken des Mittelalters zählen. Als Höhepunkt im Schaffen des Naumburger Meisters gilt der Westchor des Naumburger Domes, dessen verblüffend lebensechte Stifterfiguren faszinierende Zeugnisse seines Könnens sind. Die Exkursion bewegt sich auf den Spuren dieses mittelalterlichen Ausnahmekünstlers und bietet Gelegenheit, Schlüsselwerke der gotischen Skulptur, Architektur und Glasmalerei im Original zu erleben.

Vorgesehene Ziele sind:

Mo., 27. 3.: Bassenheimer Reiter, Limburger Dom, Liebfrauenkirche Arnstadt

Di., 28. 3.: Erfurt, Dom und St. Severi

Mi. 29. 3./Do, 30. 3.: Naumburger Dom, ehem. Zisterzienserkloster Pforta

Fr. 31. 3.: Bamberger Dom

Sa., 1. 3.: Mainz, Dommuseum. Abends Rückkehr nach Trier.
 

Anmeldefrist: bis zum 08.02.2023 um 13:00 Uhr persönlich bei Frau Neuhaus (A 244, Nummer: 0651-201-2194, Mail: neuhaus@uni-trier.de)

Sprechzeiten: Dienstag – Donnerstag 09:00 – 13:00 Uhr und weitere Termine nach Vereinbarung.

Kommende Ausstellung

Unschuldige Betrügereien Flyer

15.02.–31.03.2023 Zentralinstitut für Kunstgeschichte München

1.6.–31.7.2023 Universitätsbibliothek Trier

Web: www.zikg.eu/aktuelles/veranstaltungen/2023/ausstellung-unschuldige-betruegereien

Die Handzeichnung gilt, insbesondere in Gestalt der schnell dahin geworfenen Skizze, als das persönliche Signum eines Künstlers bzw. einer Künstlerin schlechthin. Sie scheint damit unwiederholbar. Der Versuch ihrer Vervielfältigung nun stellt eine der großen Unternehmungen und einen Motor technischer Innovationen in der Druckgrafik des 18. Jahrhunderts dar, einer Zeit, in der das theoretische wie sammlerische Interesse an der ‚Zeichnung‘ enorm an Bedeutung gewann.
Aus den Beständen der Graphischen Sammlung der Universität Trier und des Zentralinstituts für Kunstgeschichte zeigt die Ausstellung Werke bedeutender Druckgrafiker*innen auf diesem Feld. Die dabei auftretende Bandbreite druckgrafischer Verfahren – Radierung, Camaieu-Schnitt, Mezzotinto,
Punktiermanier, Crayonmanier, Aquatinta und weitere, weniger bekannte Techniken – lässt den Einfallsreichtum erkennen, der nötig war, um vor der Erfindung der Lithografie 1797/98 die besondere Charakteristik von Handzeichnungen zu imitieren.

Die Ausstellung versammelt Blätter aus einschlägigen Mappenwerken nach Handzeichnungen der Zeit, darunter auch welche aus den 1734 postum erschienenen „Impostures innocentes“ des Radierers Bernard Picart. Anders als der Titel – etwa: „Unschuldige Betrügereien“ – vermuten lässt, zielte Picart jedoch nicht auf Täuschung. Vielmehr sollten Gemälde und Zeichnungen verschiedener Meister*innen in der Reproduktion dem direkten Vergleich zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise begründeten Mappenwerke wie die „Impostures innocentes“ oder der etwa zeitgleich entstandene, ungleich berühmtere „Recueil Crozat“ (1729) ein Publikationsformat, das dem Studium von Malerei und Zeichnung neue Wege ebnete. Die Ausstellung wirft somit auch Schlaglichter auf die Kunstkennerschaft des 18. Jahrhunderts und ruft einmal mehr in Erinnerung, wie sehr man lange Zeit auf Bilder angewiesen war, für die zwar unisono „Originaltreue“ in Anspruch genommen wurde, die jedoch ihre Vorlagen mitunter recht eigensinnig wiedergaben.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Die Ausstellung ist vom 15. Februar bis 31. März 2023 im Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München, Lichthof Nord, I. OG, zu sehen. Sie ist von Montag bis Freitag 10:00–20:00 Uhr zugänglich. An Wochenenden und an Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung wird danach vom 1. Juni bis 31. Juli 2023 in der Universitätsbibliothek Trier zu sehen sein. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-20 Uhr. Eintritt frei.

 

 

Aktuelle Ausstellung

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Jean-Baptiste Le Prince (1734-1781) - Vermittler zwischen Ost und West  |  30. November 2022 - 12. Februar 2023  |  Trier, Universitätsbibliothek

Aktuelle Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum der Graphischen Sammlung des Fachs Kunstgeschichte.

Der Besuch der Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek möglich: Mo-Fr 8 bis 20 Uhr u. Sa 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung läuft bis zum 12. Februar 2023.

Das Schaffen des französischen Künstlers Jean-Baptiste Le Prince steht im Mittelpunkt der Ausstellung zum vierzigsten Jubiläum der Graphischen Sammlung am Fach Kunstgeschichte der Universität Trier. Nachdem Jean-Baptiste Le Prince mehrere Jahre am Zarenhof in St. Petersburg verbracht und auf ausgedehnten Reisen die nähere Umgebung von St. Petersburg kennengelernt hatte, kehrte er nach Frankreich zurück und verbreitete zwischen 1763 und 1775 seine Zeichnungen unter anderem dank der von ihm perfektionierten Tiefdrucktechnik der Aquatinta. Russland wurde durch ihn zu einem Thema in Malerei und Druckgraphik.

Die Ausstellung spricht durch ihr Konzept und ihre Motive ein breites kunst- und kulturgeschichtlich interessiertes Publikum an. Die Besucherinnen und Besucher erhalten die Chance, mit der Welt und den Vorstellungen des 18. Jahrhunderts in einen Dialog zu treten und einen Blick auf das zu werfen, was ›Ferne und Fremde‹ vor 200 Jahren ausmachte.

Die Ausstellung ist die erste in Deutschland seit den 1950er Jahren, die sich schwerpunktmäßig mit Jean-Baptiste Le Prince beschäftigt. Zugleich feiert die Ausstellung das vierzigste Jubiläum der Graphischen Sammlung am Fach Kunstgeschichte der Universität Trier. Sie ist das Ergebnis eines studentischen Projekts, das es jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichte, sich forschend mit dem im deutschen Sprachraum bislang weitgehend unbekannten Jean-Baptiste Le Prince und seinen Arbeiten auseinanderzusetzen. Entstanden ist sie in Kooperation mit der Wolfgang Johannes Hönle Stiftung Kunst und Chemie.

 

 

Exkursion "Französische Renaissance" (14.-18.2.2023)

Exkursion Frankreich

Ausgezeichnet! Ulrike Gehring erhält den Deutschen Lichtkunstpreis 2022

Prof. Dr. Ulrike Gehring
© Friedemann Ulbrich
Dan Flavin
Dan Flavin, The Diagonal of May 25, 1963 (To Robert Rosenblum), The Metropolitan Museum, New York, Gift of Peter M. Brant, 1974 © 2022 Artists Rights Society (ARS), New York

Pressemitteilung des Kunstmuseum Celle:

„,Die Auseinandersetzung mit Lichtkunst verlangt interdisziplinäres Denken.‘ Diese Haltung prägt die herausragende Forschung der Kunsthistorikerin Ulrike Gehring, in der sie Fragestellungen zu Ästhetik und Wahrnehmung mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpft. Disziplinen überschreitend angelegt ist auch ihr großes Engagement für die Vermittlung, Reflexion und Präsentation des Mediums Lichtkunst.
Die internationale Expertin für Lichtkunst des 20. und 21. Jahrhunderts erhält dafür jetzt als erste Wissenschaftlerin den renommierten Deutschen Lichtkunstpreis der Robert Simon Kunststiftung. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Nach Otto Piene (USA/DE), Mischa Kuball (DE), Brigitte Kowanz (AU) und Jan van Munster (NL) ist Gehring die fünfte Preisträgerin. Die Öffnung des Kunstpreises Richtung Lichtkunstforschung ist eine bewusste Entscheidung der Jury, die damit auf die Notwendigkeit einer stärkeren Vernetzung von künstlerischer Praxis, wissenschaftlicher Forschung und kuratorischer Arbeit aufmerksam macht.
„Lichtkunst kann sich langfristig nur dann auf hohem Qualitätsniveau weiterentwickeln und ihr großes Potential international entfalten, wenn Kunstproduktion, Forschung und Vermittlung Hand in Hand gehen. Ulrike Gehring führt dies mit ihrer außerordentlichen Arbeit als Forscherin, aber auch als Professorin an der Universität Trier beispielhaft vor Augen“, erklärt Museumsgründer Robert Simon die Entscheidung für die Preisträgerin.
Ulrike Gehring (*1969) hat insbesondere mit ihrer Forschung zur kalifornischen Light & Space-Bewegung sowie zum ‚Licht‘ in Mark Rothkos Farbfeldern auf sich aufmerksam gemacht. Nach ihrer Promotion zur amerikanischen Lichtkunst war sie zunächst Kuratorin am ZKM Karlsruhe. 2003 erhielt sie einen Ruf als Juniorprofessorin für Gegenwartskunst und Neue Medien. Seit 2009 ist Ulrike Gehring Professorin für Kunstgeschichte der Moderne an der Universität Trier. Dort initiierte sie 2015 zusammen mit Stephan Brakensiek das Projekt »»generator / medienkunstlabor trier, eine kuratorische Plattform für Studierende des Faches Kunstgeschichte mit Fokus auf Lichtkunst. Seit 2019 ist sie Vizepräsidentin der Universität Trier.
Das Kunstmuseum Celle beherbergt eine der umfangreichsten Museumssammlungen aktueller Lichtkunst in Europa. Es wurde 1998 als erstes 24-Stunden-Kunstmuseum gegründet. Der Deutsche Lichtkunstpreis wird am 22. Mai 2022 im Rahmen eines Festaktes mit geladenen Gästen im Kunstmuseum Celle übergeben. Die Laudatio hält der Künstler Mischa Kuball.
Weitere Informationen unter www.kunst.celle.de und https://t1p.de/qdth

Kunstgeschichte an der Universität Trier

Kuge

An der Universität Trier erwartet Sie ein motivierendes und klar strukturiertes Studium im Fach Kunstgeschichte - als Bachelorstudiengang im Haupt- und Nebenfach sowie als 1-Fach-Masterstudiengang oder als Nebenfach in 2-Fach-Masterstudiengängen.

Drei Professor*innen und fünf wissenschaftliche Mitarbeiter*innen vermitteln Ihnen sachkundige Einblicke in alle Gattungen und Epochen von der Spätantike bis zur Gegenwart sowie in alle kunsthistorischen und kulturwissenschaftlichen Methoden. Besonderen Wert legen alle Lehrenden auf Nähe zur Praxis und zur Forschung, wobei die Auseinandersetzung mit Originalen im Mittelpunkt steht.

Auf dieser Homepage können Sie sich einen ebenso informativen wie anschaulichen Überblick darüber verschaffen, dass die Universität Trier ein Ort des lebendigen Lernens und Forschens ist und für ein Kunstgeschichtsstudium optimale Bedingungen bietet.

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