Prof. Dr. Andrea Geier

Kontaktdaten

Universität Trier
FB II Germanistik
Neuere deutsche Literaturwissenschaft

D-54286 TRIER

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E-Mail: geieruni-trierde

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Kultur- und literaturwissenschaftliche Geschlechterforschung
  • Deutschsprachige Gegenwartsliteratur
  • Antisemitismus
  • Literatur im Medienwechsel
  • Produktive Rezeption

Beruflicher Werdegang

Studium der Neueren deutschen Literatur, Allgemeinen Rhetorik und Empirische Kulturwissenschaft an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (1991-1998); Dissertation „‚Gewalt’ und ‚Geschlecht’. Diskurse in deutschsprachiger Prosa der 1980er und 1990er Jahre“; (2003); Wiss. Koordinatorin des Graduiertenkollegs „Ars und Scientia im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit“ der Universität Tübingen (2002-2004); Postdoktorandin des Graduiertenkollegs „Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktion und Interkulturalität (18.-21. Jahrhundert)“ der Universität Trier (2/2004-9/2004); Wiss. Assistentin am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien (Prof. Dr. Thomas Anz) der Universität Marburg (2004-2009); Geschäftsstelle des Deutschen Germanistenverbandes [1. Vorsitzender Prof. Dr. Thomas Anz] (2004-2007); seit 1.10.2009 Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft/Genderforschung an der Universität Trier; seit Februar 2010 im Vorstand des Centrums für Postcolonial und Gender Studies (CePoG) der Universität Trier 

Aktuelle Projekte

  • Antisemitismus als Kulturkritik. Kulturwissenschaftliche und rhetorische Untersuchungen zum Diskurs über die „Judenfrage“

  • Produktive Rezeption: Ästhetische Inszenierungen des ‘kolonialen Paares’

  • Gender und Genre„, zus. mit Prof. Dr. Nina Birkner (Jena) und Dr. Urte Helduser (Marburg)

  • Rhetoriken postkolonialer Repräsentation, zus. mit Dr. Dietmar Till (Exzellenzcluster ‘Languages of Emotion’ der FU Berlin) 

Publikationen

I. Monographien

Gewalt und Geschlecht. Diskurse in deutschsprachiger Prosa der 1980er und 1990er Jahre. Tübingen 2005 [533 S.]. (= Diss. Univ. Tübingen 2003).

Von Abschieden und Ankünften. Deutungsmuster der ‘Wende’ in der Literatur nach 1989. Ersch.: Heidelberg 2014.

II. Herausgeberschaften

Knape, Joachim und Armin Sieber: Rhetorik-Vokabular zur zweisprachigen Terminologie in älteren deutschen Rhetoriken. Unter Mitarb. v. Andrea Geier. Wiesbaden 1998 (= Gratia; 34).

Ethnizität und Geschlecht. (Post-)Koloniale Verhandlungen in Geschichte, Kunst und Medien. Hrsg. vom Graduiertenkolleg Identität und Differenz. Köln, Weimar, Wien 2005.

Wider die Frau. Zu Geschichte und Funktion misogyner Rede, zus. mit Ursula Kocher. Köln, Weimar, Wien 2008.

Literatur im Medienwechsel. Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes, 55. Jg., Heft 3 (2008), zus. mit Dietmar Till

Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990, zus. mit Jan Süselbeck. Göttingen 2009.

III. Aufsätze (in Auswahl)

Im Druck: Missgebildete Körperlichkeit. Erzählverfahren und Geschichte in Grass’ „Die Blechtrommel“. In: Der Deutschunterricht 2010/Nr. 5 (Themenheft: Monster, Freaks und Aliens. Konstruktionen körperlicher (A-)Normalität in Literatur und Kultur. Hrsg. von Urte Helduser).

Im Druck: Mediating Immediacy. Aesthetic Processes of Enlivening and Historicizing History in Literature since the Turn of the Millennium. In: Twenty Years On. Competing Memories of the GDR in Post-Unification German Culture. Hrsg. von Renate Rechtien and Dennis Tate. Ersch. bei: Camden House 2010.Im Druck: Umstrittene Eigentumsverhältnisse. Die Rezeption Büchners im Werk von Volker Braun. In: Jahrbuch der Büchner-Gesellschaft 2010.  

„Schön bei sich sein und dort bleiben. Jelineks Zitierverfahren zwischen Hermeneutik und Antihermeneutik in Wolken.Heim. und Totenauberg“. In: Elfriede Jelinek: Tradition, Politik und Zitat. Ergebnisse der Internationalen Elfriede Jelinek-Tagung 1.-3. Juni 2006 in Tromsø. Hrsg. von Sabine Müller und Cathrine Theodorsen. Wien 2009 (= Diskurse. Kontexte. Impulse; 2), S. 167-186. 

Zus. mit Ursula Kocher: Einleitung. In: Wider die Frau. Zu Geschichte und Funktion misogyner Rede. Hrsg. von Andrea Geier und Ursula Kocher. Köln, Weimar, Wien 2008, S.1-19.

„Aufklärung durch Täuschung? Verkleidungsmotiv und misogyne Rede in Gotthold Ephraim Lessings Komödie ‘Der Misogyn’.“ In: Wider die Frau. Zu Geschichte und Funktion misogyner Rede. Hrsg. von Andrea Geier und Ursula Kocher. Köln, Weimar, Wien 2008, S. 123-148.

Was bleibet aber, stiften die Dichter“? Über den Umgang mit der Tradition in Text und Inszenierungen von WOLKEN.HEIM. In: Elfriede Jelinek – Stücke für oder gegen das Theater? Hrsg. von Inge Arteel und Heidy Margrit Müller. Brüssel 2008, S. 143-154.

Klone und aliens, Menschen und Barbies. Motive der Kreuzung und des Wiedererkennens in der Science Fiction am Beispiel von Streeruwitz’ Erzählung Norma Desmond.“ In: genderzukunft. Zur Transformation feministischer Visionen in der Science Fiction. Hrsg. von Karola Maltry u.a. Königstein/Taunus 2008, S. 143-167.

Zus. mit Iulia-Karin Patrut: „Deutsche Kunst“? Zur Wissensproduktion über ‘Zigeuner’ und Juden in Kunstdiskursen des 19. Jahrhunderts. In: ‘Zigeuner’ und Nation. Repräsentation – Inklusion -Exklusion. Hrsg. von Herbert Uerlings und Iulia-Karin Patrut. Frankfurt a.M. 2008, S. 151-168.

Enteignete Indianer und ausgebeutete Neger. Der Kolonialisierungs-Diskurs in der Literatur nach 1990. In: NachBilder der Wende. Hrsg. von Inge Stephan und Alexandra Tacke. Köln, Weimar, Wien 2008, S. 70-83.

Poetiken der Identität und Alterität. Zur Prosa von Terézia Mora und Thomas Meinecke. In: Literatur der Jahrtausendwende. Themen, Schreibverfahren und Buchmarkt um 200. Hrsg. von Evi Zemanek und Susanne Krones. Bielefeld 2008. 123-137. 

„Konfrontationen mit dem Mythos im Mythos. Verhandlungen von Schicksalhaftigkeit in meta-mythischen Texten von Anna Seghers, Günter Kunert und Volker Braun.“ In: Mythen der sexuellen Differenz. Übersetzungen. Überschreibungen. Übermalungen. Hrsg. von Ortrun Niethammer, Heinz-Peter Preußer und Françoise Rétif. Heidelberg 2007, S. 227-246.

„Die ‚kenntlichste Physiognomie der Zeit’? Kulturkritik und Antisemitismus von Wagner bis Walser. In: Literarischer Antisemitismus nach Auschwitz. Hrsg. von Klaus-Michael Bogdal, Klaus Holz und Matthias N. Lorenz. Stuttgart, Weimar 2007, S. 283-307.

„Niemand, den ich kenne, hat Träume wie ich“. Terézia Moras Poetik der Alterität. In: Zwischen Inszenierung und Botschaft. Zur Literatur deutschsprachiger Autorinnen ab Ende des 20. Jahrhunderts. Hrsg. von Ilse Nagelschmidt, Lea Müller-Dannhausen und Sandy Feldbacher. Berlin 2006, S. 153-177. 

Zusammen mit Denise Daum, Iulia-Karin Patrut und Kea Wienand: „Einleitung.“ In: Ethnizität und Geschlecht. (Post-)Koloniale Verhandlungen in Geschichte, Kunst und Medien. Hrsg. vom Graduiertenkolleg Identität und Differenz. Köln, Weimar, Wien 2005, S. 3-20.

„Das ist doch keinen Nobelpreis wert! Über literarische Wertung und Kanonisierung am Beispiel der Nobelpreisverleihung an Elfriede Jelinek im Jahr 2004“. In: Der Deutschunterricht 1/2005, S. 91-96.

„Geschlechterdifferenz“. In: Literatur und Medizin im europäischen Kontext. Ein Lexikon. Hrsg. von Bettina von Jagow und Florian Steger. Göttingen 2005, Sp. 289-295.

Topik des Antisemitismus am Beispiel der Neuhofer Rede Martin Hohmanns. Oder: Woran erkennt man eine antisemitische Rede?“ Beiträge der ersten Salzburger Rhetorikgespräche, veröffentlicht in RhetON. Online Zeitschrift für Rhetorik & Wissenstransfer 2/2004 

„Problematische Apokalypse – Modelle von Ideologiekritik und Sinnstiftung bei Ulla Berkéwicz und Anne Duden.“ In: Apokalypse: Der Anfang im Ende. Hrsg. von Maria Moog-Grünewald und Verena Olejniczak Lobsien. Heidelberg 2003 (= Neues Forum für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft; 16), S. 279-309.

„’…wenn man es logisch zu Ende denkt, ziehe ich mich selbst hier aus’. Imaginationen des Geschlechtswechsels und erotische Geschlechterverwirrung in Bodo Kirchhoffs Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf.“ In: Paradoxien der Wiederholung. Hrsg. von Robert André und Christoph Deupmann. Heidelberg 2003, S. 173-191.

„‚Also ist der Turcke auch vnser Schulmeister …’ Zur Rhetorik von Identität und Alterität in Türkenschriften des 16. Jahrhunderts.“ In: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch (2003), S. 19-42. 

„Weiterschreiben, Überschreiben, Zerschreiben. Affirmation in Dramen- und Prosatexten von Elfriede Jelinek und Marlene Streeruwitz.“ In: Zwischen Trivialität und Postmoderne. Literatur von Frauen in den 90er Jahren. Hrsg. von Ilse Nagelschmidt u.a. Frankfurt a.M. u.a. 2002, S. 223–246.

„Paradoxien des Erinnerns. Biographisches Erzählen in Animal triste.“ In: Monika Maron in Perspective: ‚Dialogische’ Einblicke in zeitgeschichtliche, intertextuelle und rezeptionsbezogene Aspekte ihres Werkes. Hrsg. von Elke Gilson. Amsterdam, New York 2002 (= German Monitor; 55), S. 93–122.

„Körper/Krieg. Zur Geschlechtsspezifik des Täter-Opfer-Diskurses in Anne Dudens Prosatexten.“ In: Gewalt und Geschlecht. Bilder, Literatur und Diskurse im 20. Jahrhundert. Hrsg. von Hanno Ehrlicher und Hania Siebenpfeiffer. Köln, Weimar, Wien 2002 (= Literatur – Kultur – Geschlecht; Große Reihe, Bd. 23), S. 167–190.

„Gender-Monismus? Oder: Warum auch aus literaturwissenschaftlicher Sicht sex als Analysekategorie sinnvoll bleibt.“ In: Reale Fiktionen, fiktive Realitäten. Medien, Diskurse, Texte. Hrsg. von Johannes Angermüller, Katharina Bunzmann und Christina Rauch. Hamburg 2000 (= Diskursive Produktionen: Text, Kultur, Gesellschaft; 1), S. 93–104. 

IV. Interviews und Rezensionen (in Auswahl)

Weibliches Genie“ und „Sonntagsautorschaft“: Autorschaftsentwürfe von Frauen im späten 18. Jahrhundert. Corinna Heipcke: Autorhetorik. Zur Konstruktion weiblicher Autorschaft im ausgehenden 18. Jahrhundert (2002). IASL online, erschienen 19. November 2003.

Von ‚facettenreich’ bis ‚schillernd’. Ein Sammelband gibt Auskunft über den Zusammenhang von Medialität und Authentizität in den Darstellungen der Shoah.“ Rezension zu Mathias Martinez (Hrsg.): Der Holocaust und die Künste. Medialität und Authentizität von Holocaust-Darstellungen in Literatur, Film, Video, Malerei, Denkmälern, Comic und Musik (2004). literaturkritik.de, Nr. 3, März 2005.

Erhellende Rückblicke. Positionen, Probleme und Tendenzen der Antisemitismusforschung“. Sammelrezension zu Werner Bergmann und Mona Körte (Hrsg.): Antisemitismusforschung in den Wissenschaften (2004); Peter G. Pulzer: Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und Österreich (2004); Lars Rensmann: Kritische Theorie über den Antisemitismus (1998); Ljiljana Radonic: Die friedfertige Antisemitin? (2004); Irmtrud Woja und Susanne Meinl (Hrsg.): Grenzenlose Vorurteile. Antisemitismus, Nationalismus und ethnische Konflikte in verschiedenen Kulturen (2002).In: literaturkritik. de, Nr. 4, April 2005.

Das ‘Prinzip Schlüssel’. Matthias N. Lorenz entdeckt antisemitische Ressentiments in Martin Walsers Gesamtwerk“. In: literaturkritik.de, Nr. 10, Oktober 2005.

Tod eines Kritikers als Medienskandal. Torsten Gellner stellt eine publizistische Kontroverse vor“. In: literaturkritik.de, Nr. 10, October 2005.

Religion als Politik. Klaus Holz erklärt, warum der islamistische Antisemitismus nichts Neues ist“. Rezension zu Klaus Holz: Die Gegenwart des Antisemitismus. Islamistische, demokratische und antizionistische Judenfeindschaft. Hamburg 2005. In: literaturkritik.de, Dezember 2005.

Vereint in der Kritik. Birgit Haas stellt ‚Wende’-Dramen ost- und westdeutscher Autor/innen vor. In: literaturkritik.de, Nr. 2, Februar 2006.

Von Foucault bis Sloterdijk. Das Autorenkollektiv die röteln veröffentlich einen Band über das weite Feld der Bio-Politik. In: literaturkritik.de, Nr. 11, 2006.

Krisenszenarien. Wie Marlene Streeruwitz vom Terror erzählt, ohne einen ‚Terror-Roman’ zu schreiben. In: literaturkritik.de, Nr. 11. November 2006.

Die Welt der 1.000 Dinge. Uwe Tellkamp erzählt von den Türme(r)n und Toren Dresdens. In: literaturkritik.de, Nr. 10, Oktober 2008.

Muss man Eugen Dührings philosophische Schriften kennen, um seinen Antisemitismus zu verstehen? Peggy Cosmann stellt den fanatischen Radikalisierer antisemitischen Denkens vor. In: literaturkritik.de, Nr. 11, November 2008.

Stand: 20.7.2010

Tagungsorganisation

 

  • „Wi(e)der die Frau. Zu Geschichte und Funktion misogyner Rede.“ Colloquium an der FU Berlin, 18.-20. Juli 2002; zusammen mit Dr. Ursula Kocher, FU Berlin

  • “Verhandeln, Verwandeln, Verwirren. Interdependenzen von Ethnizität und Geschlecht.” Tagung des Graduiertenkollegs “Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktion und Interkulturalität vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart” der Universität Trier, 11.-14. November 2004; verantwortliche Mitorganisation als Postdoktorandin des Kollegs

  • “Literatur der Generationen? Trends im Erzählen seit 1990”. Veranstaltet vom Marburger Literaturforum e.V. (Dr. Andrea Geier und Dr. Jan Süselbeck) und der Stadt Marburg, 13.-15. Oktober im Rathaussaal der Stadt Marburg

  • „Tabu – Eine kulturwissenschaftliche Denkfigur zwischen Repression und Produktion“. Veranstaltet zusammen mit Dr. Dietmar Till (Universität Tübingen) und Dieter R. Bauer (Referat Geschichte der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart) in Stuttgart-Hohenheim, 1.-3. Februar.

  • Interdisziplinäres Kolloquium des CePoG für (Post-)DoktorandInnen, Universität Trier, in Zusammenarbeit mit Dr. Elisa Müller-Adams, 9. Juli 2010, Universität Trier.