Viertes Recht feministisches Semester (SoSe 2026)
Die Frauenfrage: Zur Rolle weißer Frauen in der deutschen Kolonialbewegung

Der Vortrag am 29.04. untersuchte die Rolle weißer, bürgerlicher Frauen im deutschen Kolonialismus am Beispiel des Frauenbunds der Deutschen Kolonialgesellschaft. Im Zentrum stand die Konstruktion der „deutschen Kolonialfrau" als bevölkerungspolitischer Akteurin kolonialer Herrschaftssicherung. Der Vortrag zeigte, wie kolonialrechtliche Maßnahmen – darunter Eheverbote, die rückwirkende Nichtigerklärung bestehender Ehen durch das Obergericht Deutsch-Südwestafrikas (1907) dazu dienten, Reichsangehörigkeit entlang rassistischer Kategorien zu definieren und weiße Frauen als alleinige Mütter rechtlich legitimer Nachkommen zu positionieren. Diese Rechtspraxis wurde in Beziehung gesetzt zur zeitgenössischen bürgerlichen Frauenbewegung, deren Konzept der „Geistigen Mütterlichkeit" politisches Engagement von Frauen legitimierte und sich mit nationalistischen wie rassistischen Deutungsmustern verschränkte. Der Vortrag leistete damit einen Beitrag zum Verständnis der Verflechtungen von Kolonialrecht, Nationalismus und Frauenbewegung im Deutschen Kaiserreich. Wir bedanken uns bei allen, die online oder in Präsenz dabei waren!
(Zimt-)Schneckenverkauf
Schnecken von Schnecken für Schnecken - der (Zimt-)Schneckenverkauf am 29.04.26 war ein großer Erfolg!
Bei zauberhaftem Frühlingswetter wurden Schnecken aller Geschmacksrichtungen von schokoladig, zimtig bis fruchtig verköstigt und angeregte Gespräche über Feminismus geführt. Viele von euch haben an unserem Stand Halt gemacht, sich eine Schnecke geschnappt und sich gleichzeitig über unsere kommende Veranstaltungsreihe zu Feminismus war gestern?! informiert.
Es war großartig zu sehen, wie viel Interesse das Thema weckt und wie viele von euch Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen. Die Mischung aus süßem Genuss und wichtigen Infos kam richtig gut an – genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.
Ein großes Dankeschön an alle, die vorbeigeschaut, Schnecken gekauft und mitdiskutiert haben! Und natürlich an alle fleißigen Bäckerinnen und Helferinnen, die den Tag möglich gemacht haben.
Bleibt gespannt auf unsere Veranstaltungsreihe – wir freuen uns darauf, das Thema Feminismus im historischen Kontext mit euch zu vertiefen!
"Die Sternstunde meines Lebens" - Elisabeth Selbert und die Mütter des Grundgesetzes

Zum Semesterauftakt starteten wir mit dem Vortrag „Die Sternstunde meines Lebens - Elisabeth Selbert und die Mütter des Grundgesetzes“ von der Journalistin, Autorin und Podcasterin Jasmin Lörchner@herstory_pod, welche uns hierfür in Trier besuchte.
Einblicke in die spannende Biografie einer feministischen Kämpferin und die historischen Kontexte der Entstehung unseres Grundgesetzes schafften Verbindungen zwischen Rechtswissenschaften, Geschichte und Feminismus.
Danke an alle, die online oder in Präsenz dabei waren!
Hilfe, ich studiere Jura! Was wir gerne früher im Studium gewusst hätten
Am 14.04.2026 haben wir eine Veranstaltung speziell für Jura Studierende organisiert. Studierende der ersten Semester sollten einen Raum haben, um über ihre Sorgen und Unsicherheiten im Studium zu sprechen. Hierfür haben unsere Mitglieder der höheren Semester Stände zu verschiedenen Themen (Mental Health, Studienplanung, Lerntechniken und dem Leben neben dem Studium) vorbereitet, um hier mit Studis ins Gespräch gekommen.
Wir hoffen, dass wir an diesem Abend das Selbstbewusstsein aller Teilnehmenden stärken konnten und hoffen in der Zukunft mehr Menschen mit ähnlichen Veranstaltungen zu erreichen.
Drittes Recht feministisches Semester (WiSe 25/26)
Rollenspiel zum Schwangerschaftsabbruch
Selbstbestimmt statt fremdbestimmt
Zum Abschluss unserer Semesterreihe „Reproduktive Rechte“ hat am 25.03.2026 Sexual-Pädagoge Andreas Weist einen Vortrag mit dem Titel „Selbstbestimmt statt fremdbestimmt: Sexuelle und reproduktive Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung“ gehalten. In der Veranstaltung wurden uns die rechtlichen Rahmenbedingungen, mit den bestehenden Interessenskonflikten erläutert und im Nachgang mit der praktischen Durchsetzung abgeglichen. Da Andreas Weist bei Elisabeth Handicap in Luxemburg arbeitet, haben wir uns außerdem mit den rechtlichen und praktischen Unterschieden zwischen Deutschland und Luxembourg befasst. Wir haben gelernt welche Möglichkeiten es gibt die Rechte auf sexuelle und reproduktive Freiheiten in der Praxis zu gewährleisten und, welche faktischen Grenzen es dabei geben kann, insbesondere wenn die Rechte anderer Personen betroffen oder gefährdet sind. Wir haben einen offenen Austausch über verschiedene Fachgebiete hinweg ermöglicht und dabei viel gelernt.
Vielen Dank an Andreas Weist, für die lehrreiche und gleichzeitig nahbare Veranstaltung!
Vom Recht auf (k)ein Kind
Am 4. Februar 2026 hielt Philosophie Dozentin Dr. Asadeh Ansari-Bodewein einen Vortrag zu ethischen Perspektiven auf reproduktive Rechte. Insbesondere befasste Dr. Ansari-Bodewein sich mit der Frage, warum Frauen* gesellschaftlicher Druck dazu gemacht wird, ein Kind zu bekommen und ob es ethische Verpflichtungen gegenüber Dritten dafür gibt, sich zu vermehren.
Im Anschluss folgte eine aufregende Diskussion über ihre Thesen und wir freuen uns sehr über den sehr spannenden Austausch, für den dieser Vortrag den Raum geschaffen hat.
Jenseits von Mutter-Vater-Kind: Queere Perspektiven auf reproduktive Rechte
Am 19.01.26 lud unsere Hochschulgruppe zu einer spannenden Veranstaltung rund um das Thema reproduktive Rechte jenseits der klassischen Familiennorm ein. Unter dem Titel „Jenseits von Mutter-Vater-Kind: Quere Perspektiven auf reproduktive Rechte“ diskutierten unsere Gäst*innen, wie vielfältig Familienformen, Elternschaft und Zugänge zu Reproduktion heute gedacht werden können – und welche rechtlichen, medizinischen und gesellschaftlichen Hürden dabei bestehen.
Im Zentrum standen Fragen nach queerer Elternschaft, der Anerkennung verschiedener Sorgeformen und der Bedeutung reproduktiver Gerechtigkeit. Die Veranstaltung bot Raum für Austausch, Reflexion und gegenseitiges Empowerment. Besonders wertvoll waren die persönlichen Einblicke der Referent*innen sowie die lebhafte Diskussion mit dem Publikum, die zeigte, wie groß das Interesse an einer inklusiveren Perspektive auf Reproduktion ist.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für den inspirierenden Abend und freuen uns über das große Interesse – ein Zeichen dafür, dass reproduktive Rechte immer wieder neu verhandelt und aus queerer Perspektive sichtbar gemacht werden müssen.
Selbstbestimmt Steril
Am 8.01.26 starteten wir das neue Jahr mit einem Vortrag von Juliane Reichard von dem Verein Selbstbestimmt Steril e.V.
Juliane Reichard erklärte uns die rechtliche Ausgestaltung für eine Sterilisation bei einer gebährfähigen Person. Sie hob hervor, dass die rechtlichen Bedingungen unter verhältnismäßig geringen Voraussetzungen eine Sterilisation erlauben. Schwieriger sei es, operierende Ärzt:innen zu finden.
Gemeinsam diskutierten wir über mögliche Ursachen dafür und konnten unsere Fragen zu der Sterilisation und der Arbeit des Verein stellen.
My Body My Voice? From Litigation to Health Care Provision
Am 10.12.25 veranstalteten wir gemeinsam mit der Juso HSG eine Veranstaltung zu der Gesundheitsversorgung im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs in Polen. Nachdem dort 2021 der oberste Gerichtshof quasi über Nacht das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch quasi ausgesetzt hat, setzten sich verschiedene politische und gesellschaftlicher Akteur:innen dafür ein, dass der Zugang weiter erhalten blieb, um Frauen*leben zu retten. Insbesondere nach dem Kriegsbeginn und der daraus folgenden Fluchtbewegung aus der Ukraine wurde diese Lage in Polen umso wichtiger.
Justyna Faszcza arbeitete bei FEDERA, dem polnischen Äquivalent zu pro familia und berichtete uns von der beeindruckenden Arbeit des Vereins. Allen waren zu tiefst beeindruckt von der Arbeit des Vereins und dem unermüdlichen Kampfgeist der in Polen zu Tage gelegt wurde, um die Zahlen der Schwangerschaftsabbrüche wieder auf dasselbe Niveau wie vor dem Verbot zu bringen.
Vielen Dank an unseren Kooperationspartner und die Arbeit von FEDERA!
Awareness Workshop
Am 6. Dezember 2025 durften wir an einem Awareness Workshop der Refugee Law Clinc Trier e.V. teilnehmen. Vor Ort haben sich Mitglieder unserer Gruppe zu Awareness-Personen für unsere Veranstaltungen ausbilden lassen. Uns ist es wichtig alle Themen in unseren Vorträgen besprechen zu können. Dabei ist es essentiell, dass ein Raum geschaffen wird, in denen alle das Gefühl haben sich äußern und verhalten zu dürfen. Damit wir hierfür Unterstützung geben können, haben wir jetzt unsere eigenen Awareness-Personen bei Vorträgen, welche zu Beginn der Veranstaltungen vorgestellt werden und zu welchen ihr mit euren Anliegen gehen könnt oder welche ihr mitnehmen könnt, wenn ihr außerhalb des Raumes nicht allein sein möchtet.
Demnächst werden wir hier auf der Website unser Awareness-Programm veröffentlichen. Die Awarenss Personen sind auf der Personenvorstellung hier auf der Website gekennzeichnet.
Orange Day
Am 25.11.25 durften wir Teil der universitären Veranstaltung zum Orange Day sein. Die Rückseite des Campus II wurde Orange erstrahlen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzten. An Campus I leuchtete eine Statue der mythologische Figur Leda in den Fenstern der Bibliothek. Sie steht als Sinnbild für Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt in der griechisch-römischen Mythologie und bildet damit ein künstlerisches Mahnmal für den Umgang mit diesen Themen.
Die Leda-Statue wurde an diesem Abend und in der darauffolgenden Woche gezeigt, zusammen mit Werken von Studentinnen des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Trier, die sich ebenfalls mit Sexualisierung und sexueller Gewalt auseinandersetzen.
Nach einem gemeinsamen Ausstellungsbesuch, gingen wir in einem Meer aus orangenen Lichtern zum beleucteten Campus II.
Dort luden die Gleichstellungsbeauftragten des Fachbereichs II zu einer offenen Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Scham und sexualisierte Gewalt: Ein Forschungs- und Diskussionsforum“ ein.
An Infoständen im Raum durften verschiedene Initiativen und Gruppen ihre Arbeit vorstellen und mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen. An unseren Stand spürten wir spannende Gespräche darüber, was das Recht kann, darf und soll. Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatorinnen der Veranstaltung.
Wer darf Mutter sein? Rechtliche Hindernisse der Leihmutterschaft
Am 12.11.25 haben Prof. Dr. Scarlett Jansen und Rabea Müller ein hochaktuelles und kontrovers diskutiertes Thema beleuchtet: die rechtlichen Hindernisse der Leihmutterschaft.
Der Vortrag hat die komplexe Rechtslage rund um Leihmutterschaft in Deutschland aufgezeigt und deutlich gemacht, vor welchen Hürden Menschen stehen, die auf diesem Weg Eltern werden möchten, aber auch wo der Schutz von Schwangeren rechtlich besser gewährt werden muss. Prof. Dr. Jansen und Rabea Müller haben dabei nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen analysiert, sondern auch die dahinterstehenden gesellschaftlichen und ethischen Fragen aufgeworfen.
Wer darf Mutter werden? Diese scheinbar einfache Frage entpuppt sich als rechtliches und gesellschaftliches Spannungsfeld, das viele Aspekte berührt – von Körperautonomie über Familienrecht bis hin zu Gleichstellungsfragen. Die anschließende Diskussion war entsprechend intensiv und vielfältig, und es wurde deutlich, wie wichtig es ist, diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.
Ein herzliches Dankeschön an Prof. Dr. Scarlett Jansen und Rabea Müller für den erkenntnisreichen Vortrag und an alle, die dabei waren und mitdiskutiert haben!
Auf die ethischen Perspektiven dieses Themas gehen wir mit einem späteren Vortrag unserer Reihe weiter ein. Schaut gerne in unseren kommenden Veranstaltungen vorbei.
Feministisches Quiz (KriSe)
Am 3.11.25 haben wir im Rahmen des kritischen Semesterstarts (KriSe) ein feministisches Quiz auf die Beine gestellt – und es war ein voller Erfolg!
Gemeinsam mit der Interventionsstelle Trierhaben wir uns ganz den reproduktiven Rechten gewidmet. Die Quizfragen haben nicht nur Wissen abgefragt, sondern auch zum Nachdenken angeregt und gezeigt, wie komplex und vielschichtig dieses Thema ist. Von rechtlichen Grundlagen über historische Entwicklungen bis hin zu aktuellen Debatten – die Bandbreite war groß und die Schwierigkeit dementsprechend hoch. Zwischen den Runden gab es immer wieder Raum, um tiefer in einzelne Aspekte einzutauchen und gemeinsam zu reflektieren.
Ein großes Dankeschön an die Interventionsstelle Trier für die tolle Zusammenarbeit und an alle, die mitgequizzt haben! Es war großartig zu sehen, wie viel Interesse und Engagement da ist.
Der KriSe geht weiter – bleibt dabei!
Geburtstagsfeier
Am 25.10.25 war es so weit: Wir haben unser einjähriges Bestehen gefeiert!
Ein Jahr Recht feministisch – das bedeutet ein Jahr voller spannender Veranstaltungen, Diskussionen und großartiger Menschen, die unsere Gruppe zu dem gemacht haben, was sie ist.
Bei Live-Musik, leckerem Essen und Trinken haben wir den Abend genossen und gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Unser Quiz hat für jede Menge Spaß gesorgt. An einem Basteltisch konnten Postkarten geschrieben und Armbänder gefädelt werden.
Die Stimmung war großartig und es war schön zu sehen, wie viele von euch mit uns gefeiert haben. Vielen Dank an jede neue und altbekannte Person, die gekommen ist.
Danke an alle, die dabei waren und mit uns angestoßen haben! Auf ein weiteres Jahr voller feministischer Perspektiven aufs Recht – wir freuen uns drauf!
Reproduktive Rechte - Was steckt dahinter?
Am 20.10.25 ist unsere Veranstaltungsreihe zu reproduktiven Rechten mit einem richtig starken Auftakt gestartet!
Claudia Heltemes von pro familia Trier und Sarah Bast vom Landesverband pro familia RLP haben uns einen umfassenden Überblick über reproduktive und sexuelle Rechte gegeben und dabei deutlich gemacht, wie vielfältig und komplex dieses Themenfeld ist. Von rechtlichen Rahmenbedingungen über den Zugang zu Gesundheitsversorgung bis hin zu gesellschaftlichen Debatten – sie haben die verschiedenen Dimensionen reproduktiver Rechte beleuchtet und uns allen wertvolle Einblicke gegeben. Insbesondere wurde aufgezeigt, wo Versorgungslücken bestehen, aber auch welcher Besserungen in den letzten Jahren wahrgenommen wurden.
Besonders spannend waren auch die Diskussionen im Anschluss, in denen klar wurde, wie uns dieses Thema alle in unserem täglichen Leben betrifft.
Ein herzliches Dankeschön an Claudia Heltemes und Sarah Bast für den informativen und inspirierenden Vortrag! Und danke an alle, die da waren und mitdiskutiert haben.
Bleibt dran, es folgen noch weitere spannende Termine!
Gestalterische und rechtliche Perspektiven auf die Klimakrise
Am 18.10.2025 haben wir gemeinsam mit den Lawyers for Future einen richtig inspirierenden Tag auf die Beine gestellt – mit Kunst, Recht und jeder Menge spannender Diskussionen.
Los ging es mit einer Künstler:innenführung durch die Ausstellung re:start in der Modernen Galerie Saarbrücken. Die künstlerischen Perspektiven auf die Klimakrise haben uns alle zum Nachdenken gebracht und gezeigt, wie kraftvoll Kunst gesellschaftliche Debatten anstoßen kann.
Danach ging es zurück nach Trier in die Frauen und Gender Bibliothek, wo Carolin Heinzel von der Uni Leipzig einen beeindruckenden Vortrag zu Recht, Feminismus und Klimaschutz gehalten hat. Sie hat verdeutlicht, wie eng diese Themen miteinander verwoben sind und warum feministische Perspektiven im Klimadiskurs unverzichtbar sind.
Den Abend haben wir dann ganz entspannt bei Essen und Trinken ausklingen lassen – die perfekte Gelegenheit, um die Eindrücke des Tages zu verarbeiten und weiterzudiskutieren.
Ein riesiges Dankeschön an die Lawyers for Future für die tolle Kooperation, an Carolin Heinzel für den großartigen Vortrag und an alle, die dabei waren und den Tag zu etwas Besonderem gemacht haben!
Kuchenverkauf
Kuchen, Gespräche und ganz viel Interesse an reproduktiven Rechten – unser Kuchenverkauf am 15.10.25 auf dem Mensa-Vorplatz war ein voller Erfolg!
Bei strahlendem Herbstwetter haben wir nicht nur leckeren Kuchen verteilt, sondern auch jede Menge spannende Gespräche geführt. Viele von euch haben an unserem Stand Halt gemacht, sich ein Stück Kuchen geschnappt und sich gleichzeitig über unsere kommende Veranstaltungsreihe zu reproduktiven Rechten informiert.
Es war großartig zu sehen, wie viel Interesse das Thema weckt und wie viele von euch Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen. Die Mischung aus süßem Genuss und wichtigen Infos kam richtig gut an – genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.
Ein großes Dankeschön an alle, die vorbeigeschaut, Kuchen gekauft und mitdiskutiert haben! Und natürlich an alle fleißigen Bäckerinnen und Helferinnen, die den Tag möglich gemacht haben.
Bleibt gespannt auf unsere Veranstaltungsreihe – wir freuen uns darauf, das Thema reproduktive Rechte mit euch zu vertiefen!
O-Tage
Die O-Tage vom 6. bis 9.10.25 sind vorbei und wir sind total begeistert von den vielen neuen Gesichtern, die wir kennenlernen durften!
An unserem Infostand auf dem Campus sind wir mit jeder Menge Erstis ins Gespräch gekommen. Es war toll zu sehen, wie viel Interesse an unseren Themen besteht und wie neugierig alle auf das waren, was wir so machen. Wir konnten unser Programm für das kommende Semester vorstellen und freuen uns viele von euch bei unsren Vorträgen wiederzusehen.
Schön war auch die Vorstellung im Hörsaal, wo wir uns allen Jura-Studis präsentieren konnten. Und dann ging es weiter zur Kneipentour – im Sieh um dich haben wir gemeinsam mit allen angestoßen und den Abend entspannt ausklingen lassen.
An alle Erstis: Schön, dass ihr da seid! Wir freuen uns riesig auf das Semester mit euch und darauf, gemeinsam feministische Perspektiven aufs Recht zu werfen. Bleibt dran, kommt zu unseren Veranstaltungen vorbei und meldet euch gerne jederzeit bei uns!
Zweites Recht feministisches Semester (SoSe 2025)
FLINTA* Party
Was für eine Nacht! Unsere FLINTA* Party am 12.07.2025 in Kooperation mit der feministischen Vernetzung, dem Schmit-Z und dem autonomen Frauen*referat war ein voller Erfolg.
Die DJs Annastrern, die Bunte, Laralacht und Lila haben die ganze Nacht lang aufgelegt und für richtig gute Stimmung gesorgt. Wir haben mit ganz vielen tollen FLINTA* zusammen getanzt, gelacht und eine großartige Zeit gehabt.
Es war ein rundum schöner Abend in einem safe space, in dem sich alle wohlfühlen konnten. Genau solche Feierräume braucht es, und wir hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr davon schaffen können.
Danke an alle, die dabei waren und mitgefeiert haben, und ein großes Dankeschön an unsere DJs und alle Kooperationspartner*innen, die diesen Abend möglich gemacht haben!
Nein heißt Nein! Oder?
Am 11.07.2025 fand unser Vortrag "Nein heißt Nein?" mit Prof. Dr. Bettina Weißer statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das Strafrecht sexuelle Selbstbestimmung schützt und welche unterschiedlichen Ansätze es dafür gibt.
Prof. Dr. Weißer hat uns die rechtliche Ausgestaltung zweier grundlegend verschiedener Systeme vorgestellt: das "Nein heißt Nein"-Prinzip und das "Ja heißt Ja"-Modell. Während das "Nein heißt Nein"-Prinzip darauf abstellt, dass ein erkennbarer Wille gegen eine sexuelle Handlung vorliegen muss, verlangt das "Ja heißt Ja"-Modell eine ausdrückliche Zustimmung zu sexuellen Handlungen.
Es wurde deutlich, welche rechtlichen und praktischen Konsequenzen die Wahl des jeweiligen Systems hat – für Betroffene, für Strafverfolgung und für die gesellschaftliche Diskussion über Konsens und sexuelle Selbstbestimmung. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie komplex die strafrechtliche Umsetzung scheinbar einfacher Prinzipien in der Praxis ist.
Vielen Dank an Prof. Dr. Bettina Weißer für den differenzierten und aufschlussreichen Vortrag!
Rechte der Natur? Feministische Perspektive
Bei unserer Veranstaltung "Rechte der Natur? Feministische Perspektiven" am 27.06.2025 mit Prof. Dr. Peters haben wir uns mit einer Frage beschäftigt, die auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt: Kann die Natur eigene Rechte haben?
Prof. Dr. Peters hat uns verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Natur als Rechtssubjekt mit eigenen Rechten ausgestattet werden könnte. Besonders spannend war dabei der Blick auf feministische und indigene Ansätze, die solche Konzepte bereits seit langem entwickeln und praktizieren. Diese Perspektiven stellen unser herkömmliches Verständnis von Natur als bloßem Objekt oder Ressource grundlegend infrage.
Es wurde deutlich, dass feministische und indigene Rechtstheorien oft einen anderen Zugang zur Beziehung zwischen Mensch und Natur haben – einen Zugang, der auf Verbundenheit, Fürsorge und gegenseitiger Abhängigkeit basiert, statt auf reiner Nutzung und Ausbeutung. Diese Denkweisen bieten wichtige Impulse für aktuelle Debatten um Umweltschutz und Klimagerechtigkeit.
Die Veranstaltung hat gezeigt, wie rechtliche Innovationen und alternative Perspektiven neue Wege für den Schutz unserer Umwelt eröffnen können.
Vielen Dank an Prof. Dr. Peters für den inspirierenden Vortrag!
Trennung, Streit, Gericht - Und das Kind in der Mitte
Bei unserer Veranstaltung "Trennung, Streit, Gericht – und das Kind in der Mitte" am 11.06.2025 haben wir uns mit einem Thema beschäftigt, das rechtliche und psychologische Fragen auf besondere Weise verbindet.
Dr. Ursula Epp, Familienrichterin am Amtsgericht Trier, hat uns einen Einblick in ihren Arbeitsalltag gegeben. Sie hat von den komplexen Entscheidungen berichtet, die sie treffen muss, wenn Eltern sich trennen und vor Gericht um das Sorgerecht streiten. Dabei stand immer eine Frage im Mittelpunkt: Wie schützt man das Kindeswohl am besten? Es war beeindruckend zu hören, welche schwierigen Abwägungen in solchen Verfahren getroffen werden müssen und wie das Familienrecht versucht, die Interessen aller Beteiligten – vor allem aber der Kinder – zu berücksichtigen.
Im Anschluss hat M. Sc. Isabel Ahrweiler von der Interventionsstelle Trier das sogenannte Parental Alienation Syndrome (PAS) thematisiert. Sie hat erklärt, dass dieses Konzept vor Gericht herangezogen wird, obwohl es wissenschaftlich nicht belegt und in der Fachwelt sehr umstritten ist. Besonders kritisch wurde diskutiert, welche Auswirkungen die Anwendung solcher nicht fundierten Konzepte auf Gerichtsverfahren und die betroffenen Familien haben kann.
Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig es ist, rechtliche Entscheidungen auf wissenschaftlich gesicherte Grundlagen zu stützen und gleichzeitig die realen Lebensumstände der Familien nicht aus den Augen zu verlieren.
Vielen Dank an Dr. Ursula Epp und Isabel Ahrweiler für die spannenden und kritischen Einblicke!
Feministisches Quiz
Am 13.05.2025 haben wir zusammen mit ProFamilia Trier im Rahmen des Kritischen Semesterstarts ein feministisches Quiz im Studihaus veranstaltet. Wisst ihr zum Beispiel mit welchen relevanten Normen das Datum des IDAHOBIT zusammenhängt? Oder wie lange darüber diskutiert werden musste, ob Vergewaltigungen in der Ehe als Vergewaltigungen gelten? Über diese zwar ernsten Themen haben wir in einem lockeren Rahmen beim Quiz gegrübelt und uns ausgetauscht.
Der Kritische Semesterstart findet zu Beginn jedes Semesters statt, um Erstis in Trier die politische Landschaft der Uni und der Stadt zu zeigen.
Popcorn und Demokratie - Barbie
Am 6. Mai 2025 durften wir bei einer Veranstaltung des Jugendforums Trier im Broadway Trier, bei dem Greta Gerwings Barbie Film im Kino gezeigt wurde, eine feministische Perspektive auf den Film vorstellen.
Wir haben die Möglichkeit genutzt um über Frauensolidarität und das Narrativ von weiblicher Konkurenz zu sprechen um den Film so gemeinsam mit dem Publikum zu diskutieren und zu analysieren.
Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und die rege Teilnahme!
24.04.25 - Psychokino
Am 25.04. fand das Psychokino in Kooperation mit Recht feministisch statt. Wir haben gemeinsam den Film "North Country" geschaut, der den Kampf von Minenarbeiterinnen gegen Sexismus und für ihre Rechte am Arbeitsplatz eindrucksvoll zeigt.
Nach dem Film ging es direkt weiter mit spannenden fachlichen Inputs: Dr. Tessa Hillermann (Juristin, Gleichstellung, Gewalt gegen Frauen und Kinder) hat uns das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vorgestellt und erklärt, welche rechtlichen Möglichkeiten es gegen Diskriminierung gibt und wo die Grenzen liegen. Es war super interessant zu sehen, wie das Gesetz in der Praxis funktioniert und was es tatsächlich bewirken kann.
Danach haben M. Sc. Alicia Holler und M. Sc. Katharina Abad Borger die sozialpsychologische Perspektive eingebracht. Sie haben erklärt, wie sich Minderheiten zusammenschließen und gemeinsam gesellschaftliche Veränderungen anstoßen können. Die Verbindung zwischen dem Film und den psychologischen Mechanismen dahinter war wirklich erhellend.
Vielen Dank an alle, die dabei waren, und natürlich ein großes Dankeschön an unsere Referentinnen für die tollen Beiträge. Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Veranstaltung!
Orientierungstage
Vom 7. bis 10. April 2025 fanden die O-Tage zum Einstieg ins SoSe 25 statt und wir hatten eine schöne Zeit an unserem Stand. Es war toll, so viele neue Gesichter kennenzulernen und mit euch ins Gespräch zu kommen.
Wir hatten einige spannende Unterhaltungen darüber, was Recht feministisch eigentlich macht und wofür wir stehen. Viele von euch waren neugierig auf unser Programm für das kommende Semester, und wir freuen uns schon total darauf, euch bei unseren Veranstaltungen wiederzusehen.
Falls ihr an den O-Tagen nicht bei uns vorbeischauen konntet oder noch mehr erfahren wollt: Schaut gerne auf unserer Website vorbei oder schreibt uns an. Wir sind immer offen für neue Mitglieder und Interessierte.
Danke an alle Erstis, die bei uns am Stand waren. Wir sehen uns hoffentlich bald wieder und wünschen euch einen guten Start ins Studium.
Erstes Recht feministisches Semester (WiSe 2024/25)
8. März - Demo zum feministischen Kampftag
Am 8. März waren wir mit einem Infostand am feministischen Kampftag auf dem Hauptmarkt. Gemeinsam mit anderen Trierer Vereinen haben wir einen wunderschönen Tag in der Sonne verbracht, mit Musik, Workshops und Redebeiträgen. Für uns hat Lisa eine Rede gehalten.
Über den Tag hinweg sind wir mit vielen Personen ins Gespräch gekommen und freuen uns über die positive Resonanz, zu unserer Gruppe und den bislang organisierten Vorträgen.
Am Vorabend zur Demo haben wir zum gemeinsamen Plakatebasteln eingeladen. Die fertigen Plakate könnt ihr in Action auf der Demo sehen.
Der 8. März ist für dieses Jahr vorbei, aber der Kamf um Gleichberechtigung geht weiter! Freut euch auf viele spannende Vorträge in den kommenden Monaten.
Nie Wieder ist jetzt Demo
Am 15.02.25 haben wir bei der Großdemo 'Nie Wieder ist jetzt' einen Infostand um vor den Bundestagswahlen auf das Thema Feminismus aufmerksam zu machen. Wir haben uns darüber gefreut mit vielen interessierten Personen ins Gespräch zu kommen und unsere noch junge Gruppe in der Trierer Ehrenamtsszene vorzustellen. An unserem Stand haben wir Kindertattoos angeboten und können berichten, dass insb. Dinos und Katzen das Herz der Leute am 15.02. erobern konnten.
Feministische Wahlen? Analyse der Wahlprogramme aus einer feministischen Perspektive
Ein ausführlicher Veranstaltungsbericht folgt bald!
Bar- und Spieleabend
Zum besseren Kennenlernen unserer Gruppenmitglieder untereinander, haben wir uns am 30.01.2025 auf einen gemütlichen Abend im Astarix getroffen.
Schwangerschaftsabbruch

Am 11.12.24 um 18:30 Uhr in Raum B22 haben zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Schwangerschaftsabbruch eingeladen.
Prof. Dr. Carina Dorneck hat eine rechtliche Einordnung in die Stellung und die Geschichte des § 218 StGB gegeben. Welche Auswirkungen hat es, dass der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland im Strafgesetzbuch geregelt ist? Antworten darauf hatte Claudia Heltemes von Pro Familia Trier.
Einen ausführleiches Protokoll der Veranstaltung findet ihr hier. Und hier könnt ihr die Folien des Vortrages von Prof. Dr. Dorneck aufrufen.
Theaterbesuch Prima Face
Triggerwarnung sexualisierte Gewalt
Am 26.11.2024 besuchten 40 Personen über Recht feminisitsch das Stück Prima Facie des Theater Trier. Carolin Freund spielte in dem Monodram die Strafrechtsanwältin Tess. Tess vertritt häufig Männer vor Gericht, die wegen Sexualdelikten angeklagt sind. Sie vertraut darauf, dass die bestehenden Strukturen Gerechtigkeit schaffen. Bis sie selbst Opfer einer Vergewaltigung wird. Von diesem Tag an merkt Tess, dass unser System Unmögliches von Frauen verlagen, um die Schuld der Täter zu beweisen. Zum Beispiel durch die 'Nein heißt Nein'-Regelung, welche dem Opfer die Beweislast der fehlenden Einvernehmlichkeit auferlegt. Viele Länder haben deswegen zur 'nur Ja heißt Ja'-Regelung gewechselt.
Carolin Freund schloss ihre beeindruckende Aufführung mit dem Appel: Es muss sich etwas ändern!
Nach der Vorführung hatten wir die Gelegenheit in einem Gespräch mit ihr, dem Regisseur Frank Hoffmann und der Dramaturgin, Karen Schultze, mehr zu der Inszenierung und den Herausforderungen des Stücks zu erfahren.
Wir können nur weiterempfehlen sich das Stück anzusehen. Falls diese Möglcihkeit nicht besteht verweisen wir auf den Roman Prima Facie von Suzie Miller.
Workshop: Einführung in die feministische Rechtswissenschaft
Am 22.11.2024 besuchte die Juristin Tatjana Volk unsere Universität, um einen Workshop zur Einführung in die feministische Rechtswissenschaft zu halten.
Einen ausführlichen Bericht zu der Veranstaltung findet ihr hier.
Erstes Kennenlerntreffen

Unser erstes Treffen hat am 29. Oktober 2024 in der Uni stattgefunden. Über 20 (!) Recht feministisch Interessierte sind zusammengekommen, um gemeinsam über die Zukunft der Gruppe nachzudenken und sich einzubringen. Ein Protokoll des Treffens mit unseren Plänen und dem Aufbau der Gruppe findet ihr hier.
Ersti-Woche
Vom 14. bis 17. September 2024 haben an der Uni Trier die Orientierungstage stattgefunden.
Während der Ersti-Woche hatten wir die Gelegenheit uns zum ersten Mal am Campus vorzustellen. Wir sind begeistert über das Interesse der neuen und älteren Studis und freuen uns darauf bei unseren kommenden Veranstaltungen viele neue Gesichter wiederzusehen.






















