Nina Etter (angeschlossenes Mitglied)

Nina Etters Forschung befasst sich mit Elternschaft und Inhaftierung in der Schweiz. Aus einer machtkritischen und intersektionalen Perspektive untersucht sie mithilfe qualitativer Methoden, wie staatliche Überwachung und Disziplinierung das intime Familienleben beeinflussen. Das Promotionsprojekt ist in der Subdisziplin der carceral geographies verortet und beleuchtet multi-skalare Politiken des (Un)Rechts im Schweizerischen Justizvollzug. Im Zentrum stehen das Erleben und Navigieren von Familien, die durch Inhaftierung eines Elternteils räumlich getrennt wurden.

Seit August 2025 ist Nina als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Geographischen Institut der Universität Bern tätig. Ihr Doktorat ist Teil des SNF-geförderten Projekts «Intimate Geographies of Family Fracturing». Neben der Forschung ist sie auch in der humangeographischen Lehre am Institut tätig. Nina hat einen B. Sc. in Geographie mit Nebenfach Sozialwissenschaften sowie einen forschungsorientierten M. Sc. in Geographie, beide von der Universität Bern. Während ihres Masterstudiums erhielt sie ein Fulbright Stipendium und studierte ein Semester als visiting student an der University of Kentucky, USA.