Herzlich willkommen!

Das Centrum für Postcolonial und Gender Studies (CePoG) bietet eine Plattform für wissenschaftliche Ansätze, die sich kritisch mit Konstruktionen nationaler, ethnischer und geschlechtlicher Identität auseinandersetzen. Die doppelte thematische Ausrichtung des Centrums ist in den Strukturanalogien von kolonialkulturellen und sexuellen Machtverhältnissen begründet. Grundlegend für Forschungen und Aktivitäten des Centrums ist die Frage, wie sich die verschiedenen Kategorien wechselseitig bedingen. Dabei steht die Analyse medialer Repräsentationen von Alterität im Mittelpunkt. Gerade die aktuellen Globalisierungsprozesse fordern interdisziplinäre Untersuchungen dieser Zusammenhänge heraus. Das Forschungsfeld zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt von Methoden und Theorien aus, die es produktiv zu nutzen gilt. Ziel des Centrums ist es, den eurozentrischen Kanon der Fächer zu öffnen und innovative, wissenschaftskritische Ansätze zu fördern.

Das Centrum initiiert und koordiniert fachübergreifende und internationale Projekte und Aktivitäten. Es ermöglicht die Vernetzung und den Austausch zwischen ForscherInnen und Institutionen im Bereich der Postcolonial und Gender Studies. Es stärkt den fächerübergreifenden Schwerpunkt der Universität Trier "Frauen- und Geschlechterforschung" und koordiniert das Lehrangebot zum Erwerb des Zertifikates "Interdisziplinäre Gender Studies". Das CePoG ist ein Forum für ProfessorInnen und DozentInnen, GastwissenschaftlerInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen, DoktorandInnen und Studierende verschiedener Fächer und ist zur Zeit in den Fachbereichen II und III angesiedelt. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen des CePoG zählen Vorträge, die Forschungsprojekte aus den Gender und Postcolonial Studies vorstellen, sowie internationale Tagungen, Workshops und Netzwerktage. Außerdem koordiniert das Centrum die Lehrangebote in den Gender Studies an der Universität Trier: das studienbegleitende Zertifikat Interdisziplinäre Geschlechterstudienund den Master-Nebenfach-Studiengang Interkulturelle Gender Studies (IKGS).

 

 

 

Interdisziplinäres CePoG-Kolloquium: Wie können wir das Curriculum dekolonialisieren? (02.-03. Juli 2021) / Interdisciplinary CePoG Colloquium: How to Decolonize the Curriculum? (July 2 and 3, 2021)

Flyer Vorderseite
Rückseite
Roundtable Flyer

Programm / program:

Freitag, der 02.07.2021 / Friday, July 2nd, 2021

10:00 – 10:15 Begrüßung durch die Veranstalter:innen / Welcome by the organizers

10:15 – 11:15 Einzelvorträge / individual lectures

Christoph Kühberger: „Kānaka mo’olelo“ – Vorgaben zum Geschichtsunterricht in Hawai‘i zwischen westlichem Denken und native epistemology

Susanne Popp u. Philipp Bernhard: Die Integration globalgeschichtlicher Perspektiven in die Curricula als Beitrag zur Dekolonisierung des deutschen Geschichtsunterrichts

11:15 – 11:30 Pause / break (15 Minuten / minutes)

11:30 – 13:00 Einzelvorträge / individual lectures

Mathew Oluwaseun Ayodele: Degendering Curriculum: A History of Women Studies Program in Nigeria, 1960-1990

Elisa Satjukow: Was können Area Studies von den Postkolonialen Studien lernen? Auf dem Weg zu einem neuen Curriculum der Ost- und Südosteuropawissenschaften

Toni Adscheid: (Im)Possibilities for a Criminial Curriculum: Insights from Urban Geography

13:00 – 14:30 Mittagspause / lunch break (1,5 Stunden / hours)

14:30 – 15:30 Inputvorträge / input lectures

Helena Aryal: Juxtaposing visual cultures and decolonising research: Nepal's urban art and transcultural productions of knowledges

Nicole Schwabe: Geschichtsdidaktik ‚kaputtdenken‘

Selamawit Mulugeta Zewdie: A Comparitive Perspective on Decolonizing the Curriculum

15:30 – 16:00 Pause / break (30 Minuten / minutes)

16:00 – 17:30 Einzelvorträge / individual lectures

Mia Lee: Examining Empire, Colony, and Nation in Singapore's Secondary School Curriculum

Stefan Schustereder: Decolonize the Classroom! – Eurocentrism and (Post-) Colonial
Stereotyping in EFL Textbooks

Tshepo Mvulane Moloi: Exploring Es'kia Mphahlele's 'Afrikan Humanism' as a pertinent Resource to Decolonise South Africa's Education

17:30 – 18:15 Pause / break (45 Minuten / minutes)

18:15 – 19:45

Online Roundtable: Dekolonisierung deutscher akademischer Räume? Decolonizing German Academic Spaces?

mit / with Dr. Christine Vogt-William, Dr. Denise Bergold-Caldwell und Dr. Noa K. Ha (weitere angefragt / more requested)

 

Samstag, der 03.07.2021 / Saturday, July 3rd, 2021

09:30 – 11:00 Einzelvorträge / individual lectures

AFREKETE Collective: Decolonial Pluri-versities and the Reinvention of Western Uni-versities: Atlantic Dialogues and the Decolonization of Knowledge from Engaged Research 

Eduardo Erazo Acosta: Defense of intellectual development ethno-education from the indigenous movements of Sumak kawsay - El buen vivir en Colombia-Ecuador, the voice of education in the global south

Sarah Madoka Currie: Healing With Words: bridging mental wellness paradigms and madness in the writing classroom with mindfulness lexicality

11:00 – 11:30 Pause / break (30 Minuten / minutes)

11:30 – 12:30 Inputvorträge / input lectures

Merle Bode: Weißsein als unmarkierte Norm: zur Verhandlung von Gender und Race in der westdeutschen Frauenbewegung"

Lennard Schmidt: Zum Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus – Eine doppelte Perspektive auf das postkoloniale, postnazistische und postmigrantische Deutschland

Corinna Dengler u. Sarah Neuffer: Decolonising Economics? Dem Euro- und Androzentrismus in der Lehre ökonomischer Theoriegeschichte auf der Spur

Jamal Ali Bashir: Denaturalizing the State: A Post-Colonial Critique

12:30 – 14:00 Mittagspause / lunch break (1,5 Stunden / hours)

14:00 – 15:30 Einzelvorträge / individual lectures

Ilyass Bouzghaia: Islamic Feminist Hermeneutics and Post-colonial Discourses. Towards a New Model of Gender Equality

Marie-Christine Schoel: Leerstellen - Möglichkeitsräume feministischer Erzählpraxis?

Ekata Bakshi:  Rethinking the myth of Partition and gendered emancipation in Bengal: Reflections from field-work in a small town/in West Bengal

 

Das Kolloquium findet digital (über Zoom) statt. Anmeldung an cepog@uni-trier.de bis zum 29.06.2021. / The colloquium will take place digitally (via zoom). Registration at cepog@uni-trier.de by July 29, 2021.

 

 

 

 

Call for Papers How to Decolonize the Curriculum? Wie können wir das Curriculum dekolonialisieren? Interdisziplinäres Kolloquium „Postcolonial und Gender Studies“ an der Universität Trier [Deadline: 19.04.2021]

Das CePoG veranstaltet am 2. und 3. Juli 2021 ein interdisziplinäres Kolloquium, das sich an alle richtet, die fragen, wie man Wissensproduktion Wissensverbreitung und Bildung dekolonialisieren kann: Es geht darum, Problemfelder von Wissen und Wissenschaftlichkeit in akademischen und schulischen Kontexten zu beschreiben und Strategien und Lösungsansätze zu finden. Willkommen sind Projekte und Projektideen im Bereich des zivilgesellschaftlichen Engagements, des community activism, Vorstellungen bestehender Initiativen sowie wissenschaftlicher (Masterarbeit, Dissertations- oder Habilitationsvorhaben) und schulischer Projekte. Das Kolloquium soll Raum für inhaltlichen Austausch und Vernetzung bieten und ist Auftakt und Impuls für längerfristige Perspektive unseres Centrums, die sich auf gesellschaftspolitische, wissenschaftliche, institutionelle, didaktische und wissenschaftspolitische Reflexionsprozesse der Dekolonialisierung richtet.

Diejenigen, die sich gerne mit einem eigenen Beitrag beteiligen wollen, möchten wir bitten, uns bis 19.04.2021 ein Abstract (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen) und den Titel Ihres Themas für einen Input zukommen zu lassen: an cepoguni-trierde). Der Workshop wird digital stattfinden. Sprachen deutsch und englisch.

 

The Center for Postcolonial and Gender Studies (CePoG) is organizing an interdisciplinary colloquium on July 2 and 3, 2021, aimed at all those who ask how to decolonize knowledge production, knowledge dissemination, and education: The aim is to describe  problem areas of knowledge and scholarship in academic and school contexts and to find strategies and approaches to solve them. Projects and project ideas in the field of civil society engagement, community activism, existing initiatives as well as academic (master thesis, PhD- or PostDoc  projects) and school projects are welcome. The colloquium is intended to provide space for exchange and networking and is a starting point and impulse for longer-term perspectives of our center, which is directed towards socio-political, scientific, institutional, didactic and science-political reflection processes of decolonization.

If you are interested in  participating, we would like to ask you to send us an abstract (max. 1500 characters incl. spaces) and the title of your topic by  April 19, 2021: to cepog@uni-trier.de). The workshop will be held digitally. Languages: German and English.

 

 

 

 

Gender- und diversitätssensible Lehre: Ein #Twitterview

Sprechstunde zu Beginn des Sommersemesters 2021

Für Studienanfänger:innen im Master-Studiengang IKGS und im Zertifikat Interdisziplinäre Geschlechterstudien bietet Frau Müller-Adams eine Online-Sprechstunde am Mittwoch, den 24.03.2021 von 12.00 bis 13.00 Uhr an. 

Die Anmeldung erfolgt über Stud.IP oder per Email an madams@uni-trier.de

 

 

 

#RelevanteLW21

 

 

 

 

Vorträge Wintersemester 2020/2021

26. November 2020 / 16:30 / Zoom

Andrea Geier: „Wissenschaftskommunikation in den Gender Studies: Fachliche Heterogenität, Social Media und Hatespeech"

 

08. Dezember 2020 / 18:00 / Zoom

Heike Mauer & Johanna Leinius: „Intersektionalität und Postkolonialität. Buchvorstellung mit Diskussion“

 

19. Januar 2021 / 18:00 / Zoom

Barbara Bollig: „Museumsethik, kulturelles Gedächtnis und Social Justice"

 

Interessierte Zuhörer*innen sind ganz herzlich eingeladen!

 

 

 

 

Facebook & Twitter

Das CePoG der Universität Trier ist nun auch auf Facebook und Twitter vertreten.

 

Ein Erfahrungsbericht aus Andrea Geiers Twitter-"Theater": Wieso, wie, für und mit wem macht sie Wissenschaftskommunikation auf Twitter? Wie funktioniert das Zusammenspiel von Twitter und 'real life': Lehre, Arbeitsalltag, Kooperationen?

https://www.youtube.com/watch?v=xTcoDtB1GVg&t=2375s