Vergangene Veranstaltungen


Modeling Plakat

Workshop
Metaphysics as Modeling.
Contemporary and Kantian Issues

University of Trier, Germany
October 7.-8. 2021

Speakers

Katherine Brading
Kristina Engelhard
Brigitte Falkenburg
David Hommen
Siegfried Jaag
Michela Massimi
James O' Shea
Laurie Ann Paul
Markus Schrenk
Lorenzo Spagnesi

The use of models such as the Lotka-Volterra model for predator/prey-population-dynamics or the billiard ball model of gases have proven to be tremendously useful in the natural sciences. Here, we adopt the minimal working assumption that a “model is an imagined or hypothetical structure that we describe and investigate in the hope of using it to understand some more complex, real- world ‘target’ system or domain” (Godfrey-Smith 2006a, 6).

Recently, philosophers have suggested that applying models in metaphysics is also a legitimate, beneficial and necessary enterprise (Godfrey-Smith 2006a, 2012; Nolan 2005; Paul 2012; Brading manuscript for a critique). As examples for models in metaphysics have been given: Humean supervenience and Armstrong’s anti-Humeanism (Godfrey-Smith 2006a, 16) or the neuron diagrams in theories of causation (Paul 2012, 14), etc.

Using models in philosophy would not only make its method (even more) continuous with scientific method (which seems desirable to some), it has also been argued that applying models in metaphysics helps us to see progress in metaphysics/philosophy (Williamson 2017; 2018, ch. 10), for a modeling attitude might have the potential to make metaphysical theories more error robust: compare the scientific practice of curve-fitting that results in more robust and less error-fragile theories (see Forster and Sober 1994) to the excessive focus on counterexamples that is central to the so-called method of cases in philosophy. Once metaphysical theories are considered as models not just any intuitive verdicts about particular cases could play a decisive role in undermining such a theory/model.

If modeling plays a role in metaphysics, then the question also arises whether examples of it can be found in the history of philosophy or even approaches that reflect on it, albeit in different terms. In fact, in Kant's work, there are parts of his theory that can be interpreted as a modeling approach in metaphysics. His theory of the regulative use of transcendental ideas, for example, possibly allows such an interpretation. And there is also evidence in the "Metaphysical Foundations of Natural Science" that Kant understood his dynamic theory of matter as a metaphysical model based on the theory of transcendental ideas.

Organizers: Kristina Engelhard (Trier), David Hommen (Trier), Siegfried Jaag (Düsseldorf), Markus Schrenk (Düsseldorf)

The workshop takes place as part of the research group “Inductive Metaphysics” (https://indmet.weebly.com), funded by DFG.

Conference Website


Klein Plakat

Interdisziplinäre Tagung

Ernst Ferdinand Klein

Philosoph, Strafrechtswissenschaftler und Justizreformer der deutschen Aufklärung

7. bis 9. Oktober 2021

Alte Mensa der Universität Göttingen

Programm

Mit Beiträgen von

Hans Erich Bödeker (Göttingen)
Martin Brecher (Mannheim)
Armin Emmel (Mannheim)
Vanda Fiorillo (Neapel)
Philipp-Alexander Hirsch (Göttingen)
Dieter Hüning ( T r i e r )
Isabel Karremann(Zürich)
Michael Kleensang (Heidelberg)
Stefan Klingner (Göttingen)
Diethelm Klippel (Bayreuth)
Milan Kuhli (Hamburg)
Christoph Eric Mecke (Hannover)
Katerina Mihaylova (Halle)
Florian Schmidt (Tübingen)
Dietrich Schotte (Leipzig)
Sebastian Speth (Münster)
Gideon Stiening(Münster)
Benno Zabel (Bonn)

Öffentlicher Abendvortrag vonFrank Grunert (Halle): 
„Schöne Rechtsgelehrsamkeit“ Kleins publizistische Initiativen"

Ernst Ferdinand Klein zählt zu denbedeutenden Figuren der deutschen Spätaufklärung. Als Philosoph, als Strafrechtswissenschaftler und als Justizreformer hat er im ausgehenden 18. Jahrhundert nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs auf diesen Gebieten prägend mitgestaltet, sondern als Publizist auch die öffentliche Meinungsbildung zu den damit zusammenhängenden gesellschaftspolitischen Fragen nachhaltig bestimmt. Zugleich standen und stehen die historische Persönlichkeit Kleins und sein Schaffen bislang kaum im Fokus der Forschung. Daher sind die Innovationen, die Klein in den Diskussionen seiner Zeit angeregt, und die Synthesen, die er auf den zuvor genannten Gebieten geleistet hat, in ihrer Bedeutung von der Forschung bislang nicht hinreichend zur Kenntnis genommen worden. Gleichzeitig fehlt es an einer umfassendenBetrachtung des Klein’schen Schaffens, die Querverbindungen zwischen den Beiträgen auf seinen verschiedenen Tätigkeitsfeldern zieht und ein umfassendes Bild von Klein zeichnet. Dem will die Tagung „Ernst Ferdinand Klein. Philosoph, Strafrechtswissenschaftler und Justizreformer der deutschen Aufklärung“ abhelfen und setzt sich zum Ziel, das Werk Kleins in seiner gesamten Breite zu beleuchten, eine genaue Rekonstruktion der internen Strukturen seines Œuvres zu leisten und Kleins theoretische Leistungen, seine historische Bedeutung und die zeitgenössische, z.T. kontroverse Rezeption aufzuzeigen.

Ausrichter: Philipp-Alexander Hirsch, Dieter Hüning & Gideon Stiening

Anmeldung und Informationen https://www.uni-goettingen.de/de/645272.html


10. Trierer Kant-Kolloquium "Immanuel Kant: Der Streit der Fakultäten". 13. bis 15. Oktober 2021

TRKK Poster

10. Trierer Kant-Kolloquium

"Immanuel Kant: Der Streit der Fakultäten"

Universität Trier

13. bis 15. Oktober 2021

Hörsaal C 9

Programm

Sprecherinnen und Sprecher

Sebastian Abel (Halle)
Henny Blomme (Leuven)
Bernd Dörflinger (Trier)
Andree Hahmann (Beijing)
Philipp-Alexander Hirsch (Göttingen)
Hendrik Klinge (Wuppertal)
Stefan Klingner (Göttingen)
Giuseppe Motta (Wien)
Katharina Probst (Trier)
Karoline Reinhardt (Tübingen)
Gianluca Sadun Bordoni (Teramo)
Maja Soboleva (Klagenfurt)
Gideon Stiening (Münster)

Wie in den vergangenen Jahren wird die Kant-Forschungsstelle der Universität Trier auch in diesem Jahr das Trierer Kant-Kolloquium durchführen. Diesmal wird mit „Der Streit der Fakultäten“ Kants letzte von ihm selbst veröffentlichte Schrift im Zentrum stehen, in der er das Verhältnis der Fakultäten zueinander, vor allem aber die Aufgabe und Rolle der philosophischen Fakultät zu klären versucht. Das Verhältnis der Fakultäten zueinander begreift Kant als einen Rechtsstreit der drei oberen (Theologie, Recht, Medizin) gegen die untere Fakultät (Philosophie), der vor dem Gerichtshof der Vernunft geführt wird. Dieser Streit sei unvermeidbar, könne von der Vernunft aber durchaus entschieden werden. In Vorträgen zu allen drei Teilen der Schrift werden deren Inhalte vorgestellt, kontextualisiert und zur Diskussion gestellt.

Wie für das Trierer Kant-Kolloquium üblich, wird es unter Beteiligung von auswärtigen Referentinnen und Referenten aus dem Inland sowie aus Belgien, Italien, Österreich und China sowie von Studierenden stattfinden.

Organisation: Dieter Hüning (Trier), Stefan Klinger (Göttingen)

Eine Online-Teilnahme wird möglich sein.

Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten wird um Anmeldung unter huening@uni-trier.de gebeten. Dort erhalten Sie auch den Zoom-Link.