Neuigkeiten & Aktuelles

Mauvillon Bild
  • Band zu Jakob Mauvillon bei De Gruyter erschienen, herausgegeben von Dieter Hüning et al., August 2022

    Jakob Mauvillon (1743–1794) machte sich seit den frühen 1770er Jahren als Literaturkritiker, Religionsphilosoph, Militärhistoriker, politischer Ökonom sowie Gesellschafts- und Geschlechtertheoretiker einen Namen. Dabei verbindet er radikalaufklärerische Positionen – wie der Forderung nach der Abschaffung des Adels oder die Beförderung der Amerikanischen und Französischen Revolution – mit traditionellen Überzeugungen zur christlichen Theologie und gar antikatholischen Ressentiments. Der Band rekonstruiert die unterschiedlichen Reflexions- und Handlungsfelder des Aufklärers und versucht sie – im Hinblick auf den Begriff der Radikalaufklärung sowie das aufklärerische Theorie-Praxis-Verhältnis zu synthetisieren. Mit Beiträgen von Sebastian Abel, Kevin Hilliard, Dieter Hüning, Jutta Heinz, Arne Klawitter, Till Kinzel, Stefan Klingner, Hans-Jürgen Lüsebrink, Martin Mulsow, Ere Nokkola, Hans-Peter Nowitzki, Michael Schwingenschlögl, Gideon Stiening und Udo Thiel.

Lorenzo Spagnesi
  • ​​​​​Lorenzo Spagnesi mit dem "Wilfried Sellars Junior Scholar Essay Prize" 2022 ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!
    Lorenzo Spagnesi erhält die Auszeichnung der North American Kant Society (NAKS) für seinen jüngsten Aufsatz:
    Regulative Idealization: A Kantian Approach to Idealized Models

    Abstract
    Scientific models typically contain idealizations, or assumptions that are known not to be true. Philosophers have long questioned the nature of idealizations: Are they heuristic tools that will be abandoned? Or rather fictional representations of reality? And how can we reconcile them with realism about knowledge of nature? Immanuel Kant developed an account of scientific investigation that can inspire a new approach to the contemporary debate. Kant argued that scientific investigation is possible only if guided by ideal assumptions—what he calls “regulative ideas”. These ideas are not true of objects of nature, and yet they are not heuristic tools or fictional representations. They are necessary rulesgoverning the construction and assessment of scientific explanations. In this paper, I suggest that some idealizations can be interpreted as having necessary regulative value and as being compatible with scientific realism. I first analyse the puzzle of the nature of idealization and present the main approaches to this topic in the literature. Second, I reconsider the puzzle vis-à-vis a restricted, Kantian definition of idealization and a novel characterization of the relation between idealization and truth. Finally, I discuss in detail an example of idealization (the Hardy-Weinberg equilibrium) along the suggested Kantian lines.

    Der Wilfried Sellars Junior Scholar Essay Prize ist eine der renommiertesten Auszeichnungen in der Kant-Forschung. Lorenzo Spagnesi wird im Herbst zur “Choose-your-Ideal-Commentators” VNAKS session eingeladen, wo er einen Vortrag über sein Paper halten wird. 

    Der Aufsatz ist aus dem DFG-Projekt "Inductive Methods in Kant and Neo-Kantianism" der Forschungsgruppe "Inductive Metaphysics" (FOR 2495) hervorgegangen.

Träume
  • Neuedition von Kants "Träume eines Geistersehers" erschienen
    Die 1766 erschienenen »Träume eines Geistersehers« nehmen eine Schlüsselstellung in Kants Werk ein. Anlässlich der Aus­einandersetzung mit der Geisterseherei Emmanuel Sweden­borgs prüft Kant die Erkenntnisansprüche der rationalen Psychologie und weist sie als haltlos zurück. Diese Kritik weitet sich zu einer Ablehnung der gesamten herkömmlichen Metaphysik aus, deren Scheitern Kant zum Anlass nimmt, nach der angemessenen Methode in der Philosophie zu fragen. Als solche empfiehlt er die Hinwendung zu erfahrungswissenschaftlichen Verfahren. Damit hat Kant bereits wesentliche Momente seiner späteren Vernunftkritik erarbeitet. Aber auch die praktische Philosophie profitiert von der im Geist des Skeptizismus und im Tonfall ironisch­sarkastischer Redeweise durchgeführten Untersuchung. Es zeigt sich, dass die Grundzüge von Kants Moralphilosophie bereits 1766 gefunden sind. Kants Abhandlung bedeutet somit in mehrfacher Hinsicht das Ende seiner vorkritischen Phase und markiert die eigentliche Geburtsstunde des Kritizismus. Die Ausgabe präsentiert Kants Text erstmals in historisch­kritischer Gestalt und mit deutschen Übersetzungen der Stellen aus den »Arcana Coelestia« Sweden­borgs, auf die sich Kant bezieht. Die umfänglichen Erläuterungen decken die Anknüpfungen an die zeitgenössische Philosophie auf und stellen die Verbindung der Abhandlung mit Kants vorkritischen wie kritischen Werken her.
    Herausgegeben von Lothar Kreimendahl und Michael OberhausenPhilosophische Bibliothek 747. 2022. Mit einer Einleitung und Erläuterungen herausgegeben von Lothar Kreimendahl und Michael Oberhausen. CLXXII, 289 Seiten. 


  • Dr. Franklin Jacoby, Fellow des Triko, ist bis Ende 2022 Gast-Forscher an der Kant-Forschungsstelle. Herzlich willkommen!  Franklin Jacoby arbeitet an einem Projekt mit demTitel "Data, and inferences in 19th century chemistry". Franklin war zuvor Fellow am Institute for Cross Disciplinary Engagement at Dartmouth College und wurde an der University of Edinburg promoviert.

  • Dr. Hannes Amberger, Fellow des Triko, ist bis Ende 2021 Gast-Forscher an der Kant-Forschungsstelle. Herzlich willkommen! 

  • James Sares von der University of Stony Brook als Gast PhD-student an der Kant-Forschungsstelle. Herzlich willkommen! James arbeitet an seiner Dissertation mit dem Titel "The Impossible Dialectic: Existence and the Antinomies of Time" und wird von Oktober bis Mai in Trier sein.

  • Dr. Lorenzo Spagnesi ist seit dem 1.10. neuer Mitarbeiter im DFG-Projekt "Inductive Methods in Kant and Neo-Kantianism". Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Philosophie der Neuzeit in Trier. 

  • Dr. Lorenzo Sala ist seit dem 1.10. wissenschaftliucher Mitarbeiter an der Professur für Philosophie der Neuzeit und assoziiertes Mitglied der Kant-Forschungsstelle Trier. Herzlich wilkommen!