Studium


Studiengänge

Die Abteilung der Biogeographie findet sowohl im Studiengang Umweltbiowissenschaften (UBW) als auch im Studiengang Biologie Lehramt Anwendung. Auf der Homepage des Dekanats FBVI bekommen Sie - neben diesen beiden Studiengängen - Informationen zu allen Bachelor- und Master-Studiengängen des Fachbereichs VI Raum- und Umweltwissenschaften. Alle näheren Informationen von der Bewerbung bis zur Abschlussarbeit vom Studiengang Umweltbiowissenschaften finden auf den folgenden Seiten:

BACHELOR-Studiengang Umweltbiowissenschaften
MASTER-Studiengang Umweltbiowissenschaften

Die Informationen zum Bachelor- und Masterstudiengang Biologie Lehramt entnehmen Sie bitte von den Seiten des Dekanats.

Aktuelle Abschlussarbeitsthemen in der Biogeographie

Rote-Liste-Bewertungen von Heuschrecken

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Weltweit gibt es derzeit Bemühungen, die Rote-Liste-Einschätzungen von Invertebraten zu verbessern. Im Rahmen der Arbeit soll die Gefährdung einer zufälligen Auswahl von Heuschrecken-Arten (Sampled Red List Index) nach den Kriterien der IUCN bewertet werden. Hierfür werden Fundpunkte der Arten in Karten zusammengetragen und mit GIS ausgewertet und Informationen zu Gefährdungsfaktoren, Populationstrends analysiert. Hierbei wird auf globale Datenbanken (z.B. Global Forest Change) zurückgegriffen, sowie mit internationalen Experten der entsprechenden Arten oder Regionen kooperiert.

  • Arbeitsweise: Computerarbeit
  • Durchführung des praktischen Anteils: zeitlich unabhängig
  • Betreuung: Axel Hochkirch
  • Sonstiges: Zu diesem Thema sind mehrere Arbeiten möglich
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B. Sc., M. Sc.
  • Kontakt: hochkirchuni-trierde

 

Untersuchungen zum Einfluss des Salamander-Chytridpilzes auf die Molche im Nationalpark Eifel

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Projektbeschreibung: Der vor wenigen Jahren erstmals in der Eifel und im Ruhrgebiet und nun auch in Bayern aufgetretene parasitische Chytridpilz Batrachochytrium salamandrivorans bedingt beim Feuersalamander fast immer eine tödliche Hauterkrankung, was zu starken Bestandsrückgängen bei der Art führt. Mittlerweile ist er in über 50 Standorten in Deutschland nachgewiesen und führt zu teilweise erheblichen Populationsrückgängen, Populationseffekte auf die heimischen Molcharten (Kamm-, Berg-, Faden- und Teichmolch) sind hingegen noch weitgehend unerforscht, obwohl infizierte Individuen aller vier Arten im Freiland nachgewiesen wurden.

Im Bereich eines ehemaligen Truppenübungsplatzes im Nationalpark Eifel bereitet der Chytridpilz besonders im Hinblick auf das dortige Vorkommen des streng geschützten Kammmolches Sorgen. Aktuell konnten viele infizierte Kamm- aber auch infizierte Berg- und Teichmolche an diesem Standort nachgewiesen werden.

Ziele des Projektes sind es

  1. Weiterführung der Fang-Wiederfang-Studie mit photographischer Individualerkennung der Kammmolche, sowie Teich- Berg- und Fadenmolche. Damit wird in der Arbeit eine Populationsgrößenschätzung als Grundlage für ein langjähriges Monitoring durchgeführt. Daten aus dem Jahr 2020 und 2021 stehen als Grundlage hierfür zur Verfügung.
  2. Aufnahme zusätzlicher Parameter (Körperlänge, Gewicht) zur Berechnung des Konditions-Index (SMI-Index) für jedes Individuum
  3. Mit Hilfe von sterilen Baumwollstäbchen werden im Freiland Hautabstriche von Molchen genommen, welche dann im molekularen Labor der Biogeographie (optional durch eine TA) auf die DNA des Chytridpilzes analysiert werden. So weiß man, welche Individuen und wie stark diese infiziert sind. Mittels der photographischen Individualerkennung kann die Fanghistorie infizierter Tiere während des Untersuchungszeitraumes 2021 als auch retrospektiv anhand von Fotos beprobter Tiere der letzten Jahre ausgewertet werden, um so deren Überlebenswahrscheinlichkeiten abzuschätzen.
  • Art des Projekts: Freilandprojekt im NP Eifel
  • Zeitraum der Durchführung: März-Juli 2022 (witterungsbedingt)
  • Betreuer: Philipp Böning, Sönke Twietmeyer, Stefan Lötters, Michael Veith
  • Voraussetzungen: hohe Motivation und Einsatzbereitschaft, gewissenhaftes Arbeiten (Desinfektion!), eigener PKW
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B.Sc. UBW, M.Sc. UBW
  • Kontakt: boeninguni-trierde

Quantitatives Larvenmonitoring beim Feuersalamander in der Südeifel

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Projektbeschreibung: Ein vor wenigen Jahren erstmals aufgetretener Chytridpilz führt zu einer meist tödlich verlaufenden Erkrankung der befallenen Individuen des Feuersalamanders (aber auch einiger einheimischer Molcharten). Ein Populationssterben in noch nie gekanntem Ausmaß ist zu befürchten. Für die am schwersten betroffene Art, den Feuersalamander, wurde daher in der Südeifel ein semi-quantitatives Monitoring der Larvenpopulationen etabliert, um auftretende Populationsrückgänge schnell zu erkennen. Vergleichsdaten aus den Jahren 2015-2021 stehen zur Verfügung.

  • Art des Projekts: Freilandprojekt.
  • Zeitraum der Durchführung: ab April 2022
  • Betreuer: Michael Veith, Phillip Böning
  • Voraussetzungen: Eigener PKW
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B.Sc. UBW; Möglichkeit für 2-3 Arbeiten oder eine Gruppenarbeit.
  • Kontakt: veithuni-trierde

Monitoring der Feldgrille (Gryllus campestris) in der Wahner Heide (Köln)

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Die Feldgrille ist in Nordrhein-Westfalen gefährdet. Eine der größten Populationen befindet sich auf der Wahner Heide bei Köln, wo im Jahr 2020 eine erste quantitative Erfassung der Art stattfand. Im Jahr 2021 fand eine Umsiedlung auf eine Fläche im Kölner Grüngürtel statt. Der Erfolg der Umsiedlung soll mit Hilfe bioakustischen Monitorings untersucht werden. Hierfür wird die Anzahl singender Männchen auf der Ansiedlungsfläche erfasst, sowie deren Verteilung.

Alternativ: Quantitative Erfassung der Feldgrille bei Filsch & Tarforst (Trier) / Konnektivität der Populationen

  • Arbeitsweise: Feldarbeit
  • Durchführung des praktischen Anteils: Ende April bis Ende Juni
  • Sonstige Voraussetzungen: Idealerweise ist eine Unterkunft in oder bei Köln vorhanden.
  • Betreuung: Axel Hochkirch / Robert Schallehn
  • Sonstiges: Gruppenarbeit möglich (maximal 2 Personen)
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B.Sc., M.Sc.
  • Kontakt: hochkirchuni-trierde

Räumliche und zeitliche Dynamik von Wochenstuben der Zwergfledermaus

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Projektbeschreibung: Zwergfledermäuse leben insbesondere im Sommer häufig an Gebäuden. Hier nutzen sie wechselnde Quartiere, wobei die Trigger für die Quartierwechsel weitgehend unklar sind (Witterung? Parasitenlast?). Im Rahmen dieser Studie soll im Verlaufe eines Sommers der Ortsteil Trier-Filsch regelmäßig auf die Nutzung von Gebäudequartieren durch Zwergfledermäuse untersucht werden (Einflugschwärmen, bioakustische Erfassung, Ausflugzählung) und die räumlich-zeitliche Dynamik der Kolonie beschrieben werden. Durch DNA-Barcoding (Kotpellets) soll die Artidentifikation bestätigt werden. Ein Vergleich mit Daten aus den beiden Vorjahren soll Rückschlüsse über die Nutzungstradition erlauben.

  • Art des Projekts: Freiland- und Laborprojekt; Kooperation mit dem NABU Rheinland-Pfalz.
  • Ort: Trier-Filsch
  • Zeitraum der Durchführung: Ende April bis Ende Juli 2022 (Freilandarbeit); Laborarbeit und Auswertung danach.
  • Betreuer: Michael Veith, Cosima Lindemann (NABU)
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B.Sc. UBW; Möglichkeit für zwei Arbeiten oder eine Gruppenarbeit.
  • Kontakt: veithuni-trierde

Gefährdung der Adriatischen Beißschrecke (Zeuneriana marmorata) in Norditalien und Slowenien

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Die Adriatische Beißschrecke (Zeuneriana marmorata) ist nur noch in sechs Gebieten in Italien und Slowenien zu finden. Alle verbliebenen Populationen sind stark gefährdet aufgrund von Änderungen in der Landnutzung. Im Jahr 2016 wurden Schutzstrategien sowohl für die slowenische Population als auch für die italienischen Populationen entwickelt. In beiden Regionen sollen im Jahr 2022 Untersuchungen zur Verbreitung und Populationsgröße der Art mit Hilfe bioakustischen Monitorings stattfinden. Zudem soll untersucht werden, welche Gebiete für eine Habitat-Restaurierung und Umsiedlung geeignet sind. Hierfür sollen Habitatparameter in besetzten und unbesetzten Lebensräumen erhoben werden.

  • Arbeitsweise: Feldarbeit
  • Durchführung des praktischen Anteils: Italien: Juni/Juli; Slowenien: Juli/August
  • Betreuung: Axel Hochkirch / Stanislav Gomboc / Francesca Tami
  • Sonstiges: Zu diesem Thema sind mehrere Arbeiten (max. 2 pro Land) möglich. Die Finanzierung der Reisekosten kann über DAAD (Erasmus+) beantragt werden. In Italien ist die Unterbringung im Besucherzentrum des Reservates „Foce dell’Isonzo“ möglich. In Slowenien wird Hilfe bei der Suche einer günstigen Unterkunft angeboten.
  • Mögliche Abschlussarbeiten: BSc / MSc / MEd / Berufspraktikum / Masterprojektstudie
  • Kontakt: hochkirchuni-trierde

Verbreitung, Populationsgröße und Habitatpräferenzen der Tüpfelschrecke (Evergoderes cabrerai) auf Gran Canaria

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Die Tüpfelschrecke (Evergoderes cabrerai) wurde im Jahr 2018 auf Gran Canaria wiederentdeckt, nachdem sie seit ca. 50 Jahren verschollen war. Ausgehend von den inzwischen vier bekannten Fundorten sollen Untersuchungen zur Verbreitung der Art durchgeführt werden und die Habitatpräferenzen untersucht werden. Auch Fang-Wiederfang-Untersuchungen zur Bestimmung der Populationsgröße sind möglich.

  • Arbeitsweise: Feldarbeit
  • Durchführung des praktischen Anteils: zwischen Juni und August möglich
  • Sonstige Voraussetzungen: Sonstiges: Zu diesem Thema sind mehrere Arbeiten möglich. Die Finanzierung der Reisekosten kann über DAAD (Erasmus+) beantragt werden.
  • Betreuung: Axel Hochkirch / Heriberto López
  • Sonstiges: Gruppenarbeit möglich (maximal 2 Personen)
  • Mögliche Abschlussarbeiten: BSc / MSc / MEd / Masterprojektstudie
  • Kontakt: hochkirchuni-trierde

Populationsgrößenschätzung und Migrationsmuster der Gelbbauchunke im Mattheiser Wald/Trier

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Projektbeschreibung: Die Gelbbauchunke steht auf Anhang II der FFH-Richtlinie, daher wurden besondere Schutzgebiete für sie ausgewiesen, u.a. der Mattheiser Wald. Im vorliegenden Projekt soll die Größe der dortigen Population ermittelt sowie die Akzeptanz für die und die individuelle Migration zwischen den dort optimierten Laichgewässern quantifiziert werden. Dies geschieht mittels der Methode der Fotoidentifikation. Vergleichsdaten aus den Jahren 2017-2021 liegen vor.

  • Art des Projekts: Freilandprojekt.
  • Zeitraum der Durchführung: Ab April 2022
  • Betreuer: Michael Veith
  • Mögliche Abschlussarbeiten B.Sc. UBW; Möglichkeit für zwei Arbeiten oder eine Gruppenarbeit.
  • Kontakt: veithuni-trierde

Habitatpräferenzen der Laubholz-Säbelschrecke in Rheinland-Pfalz

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Die Laubholz-Säbelschrecke (Barbitistes serricauda) ist in Laubwäldern zu finden, wo die adulten Tiere auf Bäumen zu finden sind. Aufgrund dieser Lebensweise und da sie im Ultraschallbereich singt, ist wenig über ihre Verbreitung und Ökologie bekannt. Mit Hilfe von Fledermaus-Detektoren ist die Art gut zu finden. Im Rahmen des Projektes soll die Monitoringmethode optimiert werden, indem die zeitliche Variation der Aktivität untersucht wird. Hierfür werden Monitoring-Transekte zu unterschiedlichen Tageszeiten begangen. Des Weiteren sollen andere Nachweis-Methoden (Erfassung der Nymphen in der Krautschicht / Auslegen von Ködern) getestet werden.

  • Arbeitsweise: Feldarbeit
  • Durchführung des praktischen Anteils: Mai bis September (je nach Fragestellung)
  • Betreuung: Axel Hochkirch / Lisa Reiss
  • Sonstiges: Fahrtkosten können über das Projektbudget erstattet werden.
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B.Sc., M.Sc., M.Ed., Masterprojektstudie
  • Kontakt: hochkirchuni-trierde

Untersuchungen zur Populationsentwicklung der Crau-Schrecke in Südfrankreich

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Die Crau-Schrecke (Prionotropis rhodanica) kommt endemisch in der Crau, einer Steinsteppe in Südfrankreich (bei Marseille), vor. Die Art ist in den letzten 10-20 Jahren stark zurück­gegangen, so dass heute nur noch drei räumlich voneinander isolierte Populationen existieren. Daher gilt sie als vom Aussterben bedroht. 2014 wurde eine Schutzstrategie für die Art mit konkreten Forschungsvorhaben und Maßnahmen zur Arterhaltung entwickelt. Im Frühjahr und Sommer 2022 soll die Populationsentwicklung mit Hilfe einer Fang-Wiederfang-Untersuchung weiter verfolgt werden, um den Erfolg von Naturschutzmaßnahmen zu über­prüfen. Des Weiteren sollen die Habitatpräferenzen der Nymphen untersucht werden. Zudem wird die Detektion mit speziell ausgebildeten Spürhunden weiter entwickelt. Hier besteht die Möglichkeit, Einblicke in ein innovatives Forschungsfeld zu erhalten, da Detektion mit Spür­hunden bisher kaum an Insekten durchgeführt wurde.

  • Arbeitsweise: Feldarbeit
  • Durchführung des praktischen Anteils: April bis Juli (je nach genauem Thema)
  • Betreuung: Axel Hochkirch / Lisbeth Zechner
  • Sonstiges: Zu diesem Thema sind mehrere Arbeiten möglich. Die Finanzierung der Reisekosten kann über DAAD (Erasmus+) beantragt werden. Es wird Hilfe bei der Suche einer Unterkunft angeboten. Französischkenntnisse sind nicht erforderlich.
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B.Sc., M.Sc., M. Ed., Berufspraktikum, Masterprojektstudie
  • Kontakt: hochkirchuni-trierde

Erprobung terrestrischer Molchfallen entlang von Fangzäunen

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Projektbeschreibung: Wasserfallen sind eine beliebte Erfassungsmethode für Molche. Verschiedene Wasserfallentypen werden sowohl für die Untersuchung wissenschaftlicher Fragestellungen, bei landesweiten Monitorings als auch von Planungsbüros für den qualitativen und quantitativen Nachweis vorkommender Molcharten im definierten Plangebiet eingesetzt. Sie sind auf den Fang am oder im Gewässer ausgelegt und daher maßgeblich auf die Wasserphase der Molche beschränkt. Terrestrische Fallensysteme hingegen sind bislang kaum verfügbar bzw. nicht „populär“. Lediglich die Nutzung von Amphibienschutzzäunen in Kombination mit Bodenfallen (z.B. Eimer) zur Wanderungszeit der Amphibien im Frühjahr und Sommer kann als terrestrische Fangmethode gewertet werden.

Mit dem sich immer weiter ausbreitenden Salamanderpest (ausgelöst durch den Erreger Batrachochytrium salamandrivorans, Bsal) drängt sich die Frage auf, inwiefern oben genannte Fallensysteme – terrestrisch und aquatisch – eine Rolle bei der Verbreitung von Bsal innerhalb der lokal auftretenden Amphibiengemeinschaften spielen. Bei einem bisher angenommenen Tier zu Tier Kontakt ist durchaus von einer Kreuzkontamination innerhalb einer Wasserfalle oder eines Fangeimers auszugehen. Untersuchungen fanden hierzu allerdings noch nicht statt. Wir nehmen an, dass durch die im praktischen und ehrenamtlichen Amphibienschutz angewandten Amphibienschutzmaßnahmen in Gebieten mit Bsal-Vorkommen, sich das Pathogen leichter und schneller ausbreiten kann.

Wir wollen daher terrestrische Fallen kombiniert mit einem Amphibienzaun im Freiland testen. Der Versuch soll unter standardisierten „Arena“-Bedingungen an der Uni Trier sowie im Steinbruch Brockenberg, Stolberg (bei Aachen), durchgeführt werden. Während der Versuche werden sämtliche geltenden Hygienestandards zur Eindämmung von Amphibienkrankheiten eingehalten. Insbesondere ist dies die Desinfektion der Schuhe und der Gerätschaften. Die Studie hat das Ziel, zukünftig den geeigneten Fallentyp für wichtige Fragestellungen in der Bsal-Forschung einsetzen zu können.

  • Art des Projekts: Freilandprojekt im Naturschutzgebiet Brockenberg, Stolberg
  • Zeitraum der Durchführung: Februar-Juli 2022 (witterungsbedingt)
  • Betreuer: Philipp Böning, Kai Kirst, Stefan Lötters, Michael Veith
  • Voraussetzungen: hohe Motivation und Einsatzbereitschaft, gewissenhaftes Arbeiten (Desinfektion!), eigener PKW
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B.Sc. UBW, M.Sc. UBW
  • Kontakt: boeninguni-trierde

Zornnatter bei Zweibrücken

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Bei Zweibrücken gibt es seit einiger Zeit ein Vorkommen der ungiftigen Zornnatter (Hierophis carbonarius). Sie wurde eingeschleppt. Da die Zornnatter neben verschiedenen Kleintieren (z. B. Mäuse) vor allem Reptilien frisst, hat sie negative Auswirkungen auf die einheimische Reptilienfauna. So wurde punktuell schon das Verschwinden der Zauneidechse (Lacerta agilis) festgestellt, aber auch die Mauereidechse (Podarcis muralis) und eventuell die Schlingnattern gehen zurück. Aus diesem Grund werden die Zornnattern abgefangen und an verantwortungsvolle Schlangenhalter mit Erfahrung abgegeben.
Um den Abfang so effektiv wie möglich zu gestalten möchten wir verschiedene Untersuchungen durchführen. Zur Verstärkung suchen wir ein oder zwei Student*innen oder auch Praktikant*innen.
Wir fangen derzeit überwiegend von Hand und mit künstlichen Verstecken ab. Im nächsten Jahr kommen weitere Methoden hinzu: Netzfänge, verschiedene Lebendfallen (z. B. Wippfallen, Reusenfallen) mit und ohne Köder, Wärmematten usw. Es soll herausgefunden werden, welche Fallen am effektivsten sind und welche Strategie letztlich zum Abfang des Bestandes führen kann. Um die Fallen richtig zu platzieren oder um bei der besten Witterung an der richtigen Stelle zu suchen müssen wir mehr über die Lebensgewohnheiten der Schlangen vor Ort wissen. Hierzu sollen einige Tiere telemetriert und über ein oder zwei Monate verfolgt werden. Die Bearbeiter*innen werden von uns eingearbeitet und betreut. Alle Materialien werden kostenlos zu Verfügung gestellt. Wir haben schon mir vielen verschiedenen Fallentypen gearbeitet und langjährige Erfahrung mit der Telemetrie verschiedener Schlangenarten.

  • Art des Projekts: Freilandprojekt in der Nähe von Zweibrücken
  • Zeitraum der Durchführung: April bis Juni 2022
  • Betreuuer: Hubert Laufer (lauferbfl-lauferde)
  • Mögliche Abschlussarbeiten: B. Sc., M. Sc.

Abschlussarbeiten bei Ortwin Elle

Abschlussarbeiten (B.Sc. UBW; M.Sc. UBW) bei Ortwin Elle behandeln i.d.R. ein ornithologisches Thema aus dem Themenfeld „Vogel und Mensch“, meist mit naturschutzfachlicher Ausrichtung (z.B. Kunststoffmüll in terrestrischen Lebensräumen, Vogelschlag durch Scheibenanflug, Einfluss von Windenergieanlagen, Neozoenproblematik, Monitoring und Schutz synanthroper Vogelarten), aber auch mit ökologischen Fragestellungen (z.B. Brutbiologie, Habitatwahl, Konkurrenz, Prädation, Seed Dispersal).

Die Arbeiten finden normalerweise in der Region Trier statt und beinhalten einen umfassenden Freilandteil zur Erfassung eigener Daten sowie deren statistische Auswertung. Solide Statistik- und GIS-Kenntnisse sollten vorhanden bzw. schnell „reaktivierbar“ sein. Avifaunistische Artenkenntnis ist von Vorteil, allerdings nicht in allen Fällen notwendig. Die Auswahl potentieller Themen ist größer, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat einen eigenen PKW einbringen kann. Das konkrete Abschlussarbeitsthema wird jeweils in einem gemeinsamen Sondierungsgespräch (i.d.R. über Zoom) gefunden, je nach Interessenlage und aktuellem Themenangebot. Anfragen bitte per Mail an elleuni-trierde.

Abschlussarbeiten bei Henrik Krehenwinkel

In der Arbeitsgruppe von Henrik Krehenwinkel sind regelmäßig Themen für Abschlussarbeiten (Bachelor und Master) zum Thema Umwelt-DNA Metabarcoding zu vergeben. Wir arbeiten insbesondere an Tieren, hier speziell Arthropoden, aber auch an Pflanzen und Mikroben. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Untersuchung menschlicher Einflüsse auf Lebensgemeinschaften. Interessierte Studierende können sich gern direkt mit Henrik Krehenwinkel in Verbindung setzen.

https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-vi/faecher/biogeographie/profile/krehenwinkel-henrik/forschungsinteressen

E-mail: krehenwinkeluni-trierde

Tel: 0651 / 201-4911

Studiengangverantwortliche

Umweltbiowissenschaften (Bachelor & Master):
apl. Prof. Dr. Stefan Lötters
E-Mail: loettersuni-trierde

 

Lehramt Biologie (Bachelor & Master):
N. N.

 

Informationen zu Lehrveranstaltungen für Studierende

Berufspraktikum

Biogeographisches Großpraktikum

Bibliothek Biogeographie

Die Biogeographie verfügt über eine Vielzahl an fachspezifischer Literatur in Form von Büchern und Fachzeitschriften. Studierende der Studiengänge Umweltbiowissenschaften (B.Sc./M.Sc.) und Biologie-Lehramt (B.Ed./M.Ed.) haben hier die Möglichkeit, Zugriff zu Literatur ergänzend zum Inventar der Universitätsbibliothek zu erhalten. Es handelt sich um eine Präsenzbibliothek.

Die Bibliothek befindet sich in Raum N207. Einlass in den Raum und Zugriff auf die Schränke erhaltet ihr über anwesende Dozierende.

Um den Bibliotheksbestand einsehen zu können, müsst ihr mit dem Netzwerk der Universität verbunden sein (vor Ort / per VPN).
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Bibliotheksbestand