Herzlich willkommen!

Das Centrum für Postcolonial und Gender Studies (CePoG) bietet eine Plattform für wissenschaftliche Ansätze, die sich kritisch mit Konstruktionen nationaler, ethnischer und geschlechtlicher Identität auseinandersetzen. Die doppelte thematische Ausrichtung des Centrums ist in den Strukturanalogien von kolonialkulturellen und sexuellen Machtverhältnissen begründet. Grundlegend für Forschungen und Aktivitäten des Centrums ist die Frage, wie sich die verschiedenen Kategorien wechselseitig bedingen. Dabei steht die Analyse medialer Repräsentationen von Alterität im Mittelpunkt. Gerade die aktuellen Globalisierungsprozesse fordern interdisziplinäre Untersuchungen dieser Zusammenhänge heraus. Das Forschungsfeld zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt von Methoden und Theorien aus, die es produktiv zu nutzen gilt. Ziel des Centrums ist es, den eurozentrischen Kanon der Fächer zu öffnen und innovative, wissenschaftskritische Ansätze zu fördern.

Das Centrum initiiert und koordiniert fachübergreifende und internationale Projekte und Aktivitäten. Es ermöglicht die Vernetzung und den Austausch zwischen ForscherInnen und Institutionen im Bereich der Postcolonial und Gender Studies. Es stärkt den fächerübergreifenden Schwerpunkt der Universität Trier "Frauen- und Geschlechterforschung" und koordiniert das Lehrangebot zum Erwerb des Zertifikates "Interdisziplinäre Gender Studies". Das CePoG ist ein Forum für ProfessorInnen und DozentInnen, GastwissenschaftlerInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen, DoktorandInnen und Studierende verschiedener Fächer und ist zur Zeit in den Fachbereichen II und III angesiedelt. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen des CePoG zählen Vorträge, die Forschungsprojekte aus den Gender und Postcolonial Studies vorstellen, sowie internationale Tagungen, Workshops und Netzwerktage. Außerdem koordiniert das Centrum die Lehrangebote in den Gender Studies an der Universität Trier: das studienbegleitende Zertifikat Interdisziplinäre Geschlechterstudien und den Master-Nebenfach-Studiengang Interkulturelle Gender Studies (IKGS).

 

 

 

Die wichtigsten Termine für das WS 2017/2018

10. November (ab 12 Uhr / A 11) - Interdisziplinärer Workshop: Interkulturalität – Perspektiven für den Schulunterricht

Leitung: Franziska Bergmann, Eva Bischoff, Matthias Busch und Julia Frisch

 

22. November (18 Uhr / B19) - Vortrag von Kerstin Böhm (Hildesheim)

Titel: "Helden lesen - nicht! Die Archaisierung der Jungenliteratur im Kontext geschlechtsspezifischer Leseförderung"

 

29. November (16 Uhr / HS8) - Vortrag von Ruth Rousselange / VORTRAG ENTFÄLLT!

Titel: "Spurenlese: Vom Bilderbuch zum Jugendbuch und zur Graphic Novel. Wer liest was? Themen, Trends, Rezensionen"

 

30. November (18 Uhr / B20) - Abendvortrag von Burkhardt Wolff (Berlin) im Rahmen des CePoG Workshops "Das Meer als transkultureller Erinnerungsraum"

Titel: "Schiffbruch und Aufbruch. Maritimes Scheitern in der neuzeitlichen Literatur"

 

01. Dezember (ab 9 Uhr / D031) - CePoG Workshop: Das Meer als transkultureller Erinnerungsraum

Leitung: Elisa Müller-Adams und Irina Gradinari (Hagen)

 

05. Dezember (18 Uhr / A6) - Vortrag von Urte Helduser (Hannover / Köln)

Titel: "Die Braut aus Mexiko und das Gorillamädchen aus Zwickau. Zum Othering des Volksstücks"

 

13. Dezember (18 Uhr / B19) - Vortrag von Nadine Seidel (Köln)

Titel: "'Geschlechtsuneindeutigkeit' im aktuellen Jugendroman – Subversion oder Perpetuierung heteronormativer Weltentwürfe? Eine Herausforderung für die (inklusive) Literaturdidaktik"

 

 

 

 

Interdisziplinärer CePoG Workshop: Das Meer als transkultureller Erinnerungsraum

Organisation: Jun.-Prof. Dr. Irina Gradinari und Dr. Elisa Müller-Adams

 

Programm

Donnerstag, 30.11.2017, Raum B20

18:00 - 19:30: Abendvortrag Burkhardt Wolf (Berlin): Schiffbruch und Aufbruch. Maritimes Scheitern in der neuzeitlichen Literatur

20:00 - ein gemeinsames Abendessen in Trierer Urkneipe Die Glocke

 

Freitag, 01.12.2017, Raum D031

09:00 – 09:30: Begrüßung der Teilnehmer*innen

09:30 – 10:15: Nikolas Immer (Trier): „O Meer, o Meer, so trüb und wild“. Maritime Erinnerungsräume in der Reiselyrik des frühen 19. Jahrhunderts

10:15 – 11:00: Yumin Li (Berlin): Anna May Wongs Passagen im 'Asian Pacific'

11:00 – 11:15 - Kaffeepause

11:15 – 12:00: Dorit Müller (Berlin): Die ostenglische Küste als Erinnerungsraum in W.G. Sebalds Die Ringe des Saturn.

12:00 – 12:45: Elisa Müller-Adams (Trier): „Ein bisschen was muss dran sein.“ Nautisches Erzählen und Erinnern in Judith Schalanskys Blau steht dir nicht. Ein Matrosenroman

12:45 – 14:00 - Mittagspause

14:00 – 14:45: Johannes Görbert (Freiburg): ‚Mittelmeer der Zukunft‘. Der Pazifische Ozean als Herausforderung für die europäische Moderne

14:45 – 15:30: Alex Demeulenaere (Trier): Mittelmeer als Begegnungsort zwischen Exil und Abwanderung in El Dorado von Laurent Gaudé

15:30 – 16:00 - Kaffeepause

16:00 – 16:45: Johannes Pause (Luxemburg): Der Kalte Krieg und das Meer. Epistemologien der Feindschaft im U-Boot-Film

16:45 – 17:30: Irina Gradinari (Hagen): Körperpanzer und Meer: Versöhnungsphantasien in Laconia (D/UK 2011, R. Uwe Janson)

17:30 – 18:00: Abschlussdiskussion

19:00 - ein gemeinsames Abendessen in Weinhaus