Herzlich willkommen!

Das Centrum für Postcolonial und Gender Studies (CePoG) bietet eine Plattform für wissenschaftliche Ansätze, die sich kritisch mit Konstruktionen nationaler, ethnischer und geschlechtlicher Identität auseinandersetzen. Die doppelte thematische Ausrichtung des Centrums ist in den Strukturanalogien von kolonialkulturellen und sexuellen Machtverhältnissen begründet. Grundlegend für Forschungen und Aktivitäten des Centrums ist die Frage, wie sich die verschiedenen Kategorien wechselseitig bedingen. Dabei steht die Analyse medialer Repräsentationen von Alterität im Mittelpunkt. Gerade die aktuellen Globalisierungsprozesse fordern interdisziplinäre Untersuchungen dieser Zusammenhänge heraus. Das Forschungsfeld zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt von Methoden und Theorien aus, die es produktiv zu nutzen gilt. Ziel des Centrums ist es, den eurozentrischen Kanon der Fächer zu öffnen und innovative, wissenschaftskritische Ansätze zu fördern.

Das Centrum initiiert und koordiniert fachübergreifende und internationale Projekte und Aktivitäten. Es ermöglicht die Vernetzung und den Austausch zwischen ForscherInnen und Institutionen im Bereich der Postcolonial und Gender Studies. Es stärkt den fächerübergreifenden Schwerpunkt der Universität Trier "Frauen- und Geschlechterforschung" und koordiniert das Lehrangebot zum Erwerb des Zertifikates "Interdisziplinäre Gender Studies". Das CePoG ist ein Forum für ProfessorInnen und DozentInnen, GastwissenschaftlerInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen, DoktorandInnen und Studierende verschiedener Fächer und ist zur Zeit in den Fachbereichen II und III angesiedelt. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen des CePoG zählen Vorträge, die Forschungsprojekte aus den Gender und Postcolonial Studies vorstellen, sowie internationale Tagungen, Workshops und Netzwerktage. Außerdem koordiniert das Centrum die Lehrangebote in den Gender Studies an der Universität Trier: das studienbegleitende Zertifikat Interdisziplinäre Geschlechterstudienund den Master-Nebenfach-Studiengang Interkulturelle Gender Studies (IKGS).

Workshop: Sexueller Exzeptionalismus: Diskurse um Migration, Sexualität und Gewalt von PD Dr. Gabriele Dietze [Klara Marie Faßbinder Gastprofessur für internationale & interdisziplinäre Frauenund Geschlechterforschung]

Die sexuellen Übergriffe junger muslimischer Migranten in der Silvesternacht 2015/16 in Köln haben eine moralische Panik ausgelöst. In vielen Reaktionen haben sich Sexismuskritik und Rassismus miteinander verflochten. Es ist populär geworden, Migrant*innen und Geflüchtete als ‘sexuelles Problem‘ zu fassen. In Kontrast dazu wird eine exzeptionelle ‘Leitkultur‘ gesetzt, die sich als säkular und sexuell befreit definiert. Im Workshop soll dieses Spannungsfeld am Beispiel bestimmter feministische Positionen, neoliberaler Diskurse und an Geschlechterpolitiken und Islamfeindlichkeit in der AfD erkundet werden.

Mittwoch 13. Juni 2018, 10-18 Uhr Raum 255 (DM-Gebäude)

Interdisziplinäres Kolloquium für (Post-)Doktorand_innen „Postcolonial und Gender Studies“ an der Universität Trier (21.-22.06.2018)

Das CePoG der Universität Trier veranstaltet im Sommersemester 2018 ein Kolloquium für (Post-)DoktorandInnen im Bereich "Postcolonial und Gender Studies". Ziel ist es, den NachwuchswissenschaftlerInnen, die in diesen beiden Feldern arbeiten, eine Plattform des inhaltlichen Austauschs und der interdisziplinären Vernetzung zu bieten.

Das Kolloquium findet vom 21.6. bis zum 22.6.2018 an der Universität Trierstatt.

Interessierte Zuhörer_innen sind herzlich eingeladen.

Programm

Donnerstag, 21.06.2018

Universität Trier, Campus 1, Raum B11

14:15 Uhr Begrüßung durch die Veranstalterinnen

14:30 - 16:00 Uhr

Sebastian Zilles (Universität Bamberg): „Kein ganzer Tod. Kein ganzes Leben“. Literarische und filmische HIV-/AIDS-Erzählungen (1985-2015)

Diana Thiesen (Universität Trier): ‘Spaces-in-between‘: Transkulturalismus in ostasiatisch-kanadischer Literatur und Gesellschaft

Lina Brink (Universität Tübingen): Sichtbarkeit und Anerkennung von Frauen in der deutschen Berichterstattung über Proteste in Ägypten zwischen 2011 und 2014

16:30 - 17:30 Uhr

Franziska Schreiter (TU Chemnitz): Entwurf einer Postkolonialen Pädagogik als allgemeines pädagogisches Konzept. Thesen für die Praxis

Haureh Hussein (Universität Trier): Zwischen Isolierung und Abhängigkeit - Britische Walfangschiffe als soziale Räume im Pazifik

18:15 Uhr Abendvortrag

Universität Trier, Campus 1, Raum A308

PD Dr. Gabriele Dietze (Klara Marie Faßbinder Gastprofessur): Sexual Harassment – Von ‚Nach Köln‘ zu #MeToo

Freitag, 22.06.2018

Universität Trier, Campus 1, Raum B13

10:00 - 11:00 Uhr

Carolin Schmieding (Universität Wien): Postkoloniale Erzähltheorie - ein methodischer Grenzgang am Beispiel Ludwig Lahers Verfahren

Sandra Folie (Universität Wien): Chick Lit - eine neue Welt-Frauen-Literatur?

11:30 - 12:30 Uhr

Britta Colligs (Universität Trier): ‘Writings from the Void’: Identifying an Indigenous Narrative Structure in Postcolonial Maori Texts

Katharina Ehikioya-Lang (Hochschule Innsbruck): Analyse sozialarbeiterischer Handlungsmethoden in der Beratung von FGC betroffenen Migrantinnen aus feministisch-postkolonialer und transkultureller Perspektive

14:00 - 15:30 Uhr

Linda Leskau (Universität Bochum): Disability - Gender - Postcolonial. Annäherung an eine Verschränkung in Literatur und Theorie

Lukas Häberle (Universität Tübingen): Aspekte einer Kulturtheorie des Analen

Julia Gerstewitz (Universität Trier): Die soziale Konstruktion von Vaterschaft - Eine empirische Analyse von Online-Elternforen

Facebook & Twitter

Das CePoG der Universität Trier ist nun auch auf Facebook und Twitter vertreten.