Anne Schneibel

ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeiterin

neue Anstellung: 
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Research Group for Earth Observation

 

Über mich

Ich war bis 2017 Doktorandin im Fach Umweltfernerkundung und Geoinformatik and der Universität Trier. Im Jahr 2011 habe ich ebenfalls in Trier meinen Abschluss als Diplom-Umweltwissenschafter abgelegt. In meiner Diplomarbeit habe ich mich hierfür mit der Auswertung von Vegetationssukzession nach Feuerereignissen im Osten Spaniens beschäftigt und welchen Beitrag Fernerkundung und spektrale Entmischung dazu leisten können. Die Arbeit wurde im Rahmen des Postfire-Projektes und in enger Zusammenarbeit mit der Universität Barcelona durchgeführt. 

Ich interessiere mich für die interdisziplinäre Analyse von Landnutzungsänderungen, von Landdegradation und die Bewertung von Ökosystemdienstleistungen. Zur Zeit liegt mein Fokus auf der Auswertung von hochaufgelösten, multitemporalen Landsatdaten, die eine lokale und regionale Analyse von Landnutzungsprozessen erlauben. Mein Untersuchungsgebiet befindet sich in Angola und meine Arbeit ist eng verknüpft mit den sozialen und sozio-ökonomischen Veränderungen vor Ort. Nach Ende des Bürgerkriegs führte die Rückkehr der geflohenen Landbevölkerung in die ehemaligen Kriegsgebiete zu einer massiven Landnutzungsänderung und damit auch der Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen. Mithilfe von Fernerkundungsdaten können wir rückblickend Veränderung der Landnutzungsdynamiken feststellen, genauso wie dadurch interdisziplinäre Trade-off-Analysen und die Untersuchung räumlicher Zusammenhänge ermöglicht werden.

Ausgewählte Publikationen

Schneibel, A., Frantz, D., Röder, A., Stellmes, M., Fischer, K. & Hill, J. (2017). Using Annual Landsat Time Series for the Detection of Dry Forest Degradation Processes in South-Central Angola. Remote Sensing, 9, 905. DOI

Schneibel, A., Stellmes, M., Röder, A., Frantz, D., Kowalski, B., Haß, E. & Hill, J. (2017): Assessment of spatio-temporal changes of smallholder cultivation patterns in the Angolan Miombo belt using segmentation of Landsat time series.Remote Sensing of Environment, 195, 118-129. DOI

Schneibel, A., Stellmes, M., Röder, A., Finckh, M., Revermann, R., Frantz, D. & Hill, J. (2016): Evaluating the trade-off between food and timber resulting from the conversion of Miombo forests to agricultural land in Angola using multi-temporal Landsat data. Science of The Total Environment, 548–549: 390-401. DOI

Röder, A., Stellmes, M., Domptail, S., Eschenbach, A., Finckh, M., Gröngröft, A., Helmschrot, J., Pröpper, M., Schneibel, A. & Stoffels, J. (2013): Cumulative Effects of Policy and Management Actions on Ecosystem Services: Challenges and Methodological Approaches in The Future Okavango ProjectBiodiversity & Ecology, 5, 167-183. Link

Schneibel, A., Stellmes, M., Revermann, R., Finckh, M., Röder, A. & Hill, J. (2013): Agricultural expansion during the post-civil war period in southern Angola based on bi-temporal Landsat data. Biodiversity & Ecology, 5, 311-319. Link

Vollständige Publikationsliste

Projekt SASSCAL

SASSCAL ist eine gemeinsame Initiative von Angola, Botswana, Namibia, Südafrika, Zambia, und Deutschland zur Bewältigung der Konsequenzen des globalen Wandels in der südafrikanischen Region. Das Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management soll durch einen grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Ansatz die Wissensbasis der Region integrieren und verbessern. Das Regionale Zentrum ist so konzipiert, dass es die bestehenden regionalen Infrastrukturen der Forschung und Ausbildung durch Kooperation stärken und ergänzen soll. Der Auftrag von SASSCAL ist auf problemorientierte Forschung zur Anpassung an den Klimawandel und zur nachhaltigen Landnutzung ausgerichtet und soll explizit wissenschaftlich gesicherte Beratung für die Entscheidungsträger und Stakeholder der Region anbieten. Damit soll zugleich zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in der Region beigetragen werden sowie die Entwicklung einer wissensbasierten Entscheidungskultur in Afrika unterstützt werden.