Grenzüberschreitende Pflege Deutschland-Luxembourg im Lichte des demographischen Wandels

Unter der Ägide der Fondation de Luxembourg fördert die Fondation Marienburg die Erforschung der Wirkungen des demographischen Wandels auf den Pflegebedarf und der Situation von Pflege in Grenzregionen. Ein grenzüberschreitendes Angehen der Pflegeproblematik wird im gesamteuropäischen Kontext als eine wichtige Chance angesehen, die dauerhafte Finanzierung der nationalen sozialen Sicherungsnetze zu gewährleisten und den Beteiligten eine Pflege in Würde zu ermöglichen. Deswegen soll eine fundierte Analyse sowohl der aktuellen Pflegestrukturen im Grenzgebiet Luxembourg-Trier als auch des Potentials einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in diesem Kontext vorgenommen werden. Damit soll die Basis zur Etablierung einer regionalen Expertengruppe geschaffen werden, welche sich längerfristig dieser Problematik widmen kann.

Projektbezeichnung:Grenzüberschreitende Pflege Deutschland-Luxemburg im Lichte des demographischen Wandels
Dauer:1 Jahr
Projektgeber:Fondation Marienburg (Fondation de Luxembourg)
Projektleitung:Prof. Dr. Ralf Münnich

Projektziele:

Das Forschungsprojekt unterteilt sich in vier inhaltliche Teilgebiete:

Teilgebiet 1 ist der demographische Wandel in Luxembourg und Trier. Hier sollen sowohl die jeweiligen Bevölkerungsentwicklungen als auch die Methoden, welche zur Quantifizierung bzw. Modellierung derselben verwendet werden, untersucht werden.

Die Pflege in der Grenzregion stellt das Teilgebiet 2 dar. Dabei geht es um mögliche Anpassungseffekte, welche in der Pflegegestaltung zu erwarten sind. Des Weiteren können hier möglicherweise Erkenntnisse aus dem parallelen Pflegeprojekt Basel/Lörrach übertragen werden.

Teilgebiet 3 sind Armutseffekte, die sich pflegebedingt einstellen können. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf den spezifischen Problematiken der Armutsmessung in diesem Kontext.

Das letzte Teilgebiet ist die Untersuchung von Pflegeverläufen. Dabei relevant sind vor allem die Veränderungen von Pflegestufen und deren Determinanten sowie eventueller räumlicher Unterschiede in diesen Gesichtspunkten.

Partner des Projekts

Universität Trier: Ralf Münnich, Rüdiger Jacob, Normann Lorenz, Johannes Kopp

STATEC (Luxembourg): Paul Zahlen, Germaine Thill, François Peltier

Universität Tübingen: Elisabeth Simoes, Joachim Graf, Siegfried Mohr

Statistisches Landesamt Bad Ems: Jörg Berres, Ludwig Böckmann

Team Wirtschafts- und Sozialstatistik: Lisa Borsi, Aiko Kühn, Joscha Krause