Projekt „Ethik-Institut“

Zum 1. Februar 2022 hat das von der Nikolaus Koch Stiftung geförderte Projekt „Aufbau eines Instituts für Allgemeine und Angewandte Ethik an der Universität Trier“ seine Arbeit aufgenommen. Mit der geplanten Einrichtung des Instituts kommt die Universität dem wachsenden Interesse an praxisrelevanten ethischen Problemstellungen entgegen. Themen wie beispielsweise die Entwicklung der Pränataldiagnostik, die ethische Bewertung von Sterbehilfe, die Folgen der Gentechnik für Mensch und Natur oder die Chancen und Risiken der digitalen Technologien stoßen auf breite öffentliche Resonanz. Für die Erforschung solcher Fragen bietet die Universität mit ihrem humanwissenschaftlichen Fächerspektrum, das von der Psychologie über die Sozial- und Rechtswissenschaften bis hin zu Informations- und Umweltwissenschaften reicht, hervorragende Voraussetzungen. Neben der Philosophie als der Heimatdisziplin ethischer Reflexion schließen sich verschiedene Fächer dieses Spektrums zusammen und tragen sowohl gemeinsame Forschungsprojekte als auch ggf. Lehr-, Weiterbildungs- und Beratungsangebote. Das Projekt befasst sich mit aktuellen Fragestellungen verschiedener Bereichsethiken, die den Forschungsaktivitäten der an der Universität Trier vertretenen Fächer korrespondieren, wie etwa der Gesundheitsethik, der Klimaethik und der Ethik der Digitalen Welt. Konkret zielt das Projekt auf die Realisierung interdisziplinärer Kooperationen in Form von Workshops, Tagungen und einzelnen Forschungsvorhaben ab. Eine Anbindung an die Wissenschaftsallianz Trier e.V. wird angestrebt. Darüber hinaus trägt das geplante Institut dem großen studentischen Interesse an Fragen der Angewandten Ethik Rechnung und sieht sich nicht zuletzt als Gesprächspartner für nichtakademische Akteure und Institutionen.


Kontakt

Dr. Asadeh Ansari-Bodewein

Raum B 420
Tel.: 0651-201 2338
Fax: 0651-201 3922
E-Mail: ansari@uni-trier.de


Kommende Veranstaltung

Plakat der Veranstaltung

Interdisziplinäre Vortragsreihe zu aktuellen Fragen der Medizinethik

Wintersemester 2022/2023

Aktuelle Fragen von Triage bis Sterbehilfe

In einer Veranstaltungsreihe an der Universität Trier werden brisante Themen der Medizinethik in Kurzvorträgen und Diskussionen aufgegriffen.

Triage, Schwangerschaftsabbruch, Sterbehilfen und digitale Selbstvermessung: Diese „aktuellen Fragestellungen der Medizinethik“ werden in der gleichnamigen Vortragsreihe an der Universität Trier diskutiert. Zwischen November und Februar 2023 beziehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen an vier Abenden Stellung zu diesen in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Themen.

Zunächst halten jeweils zwei Referentinnen oder Referenten aus der Medizin, Pflegewissenschaft, Philosophie, Rechtswissenschaft, Soziologie und Theologie einen Kurzvortrag zum Thema des Abends. Anschließend tauschen sie sich unter der Moderation wechselnder Personen untereinander, aber auch mit dem Publikum aus.

Die Vortragsreihe wird vom Forschungsprojekt zum "Aufbau eines Instituts für Allgemeine und Angewandte Ethik an der Universität Trier" im Fach Philosophie organisiert, das von der Nikolaus Koch Stiftung gefördert wird.

  • 07.11.2022 - Triage - HS 10 - 18Uhr c.t.
  • 08.12.2022 - Sterbehilfen - HS 9 - 19Uhr s.t.
  • 11.01.2023 - Schwangerschaftsabbruch - HS 10 - 18Uhr c.t.
  • 08.02.2023 - Digitale Selbstvermessung - HS 10 - 18Uhr c.t.

Plakat der Veranstaltung als PDF.