German-Namibian Exchange of Educators and Qualification in the field of Education for Sustainable Development
Pädagog:innen und Studierende aus Rheinland-Pfalz und Namibia beschäftigen sich im Zeitraum von 2026 bis 2027 im Rahmen eines Austauschprojekts mit zentralen Fragen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Das zweijährige Austauschprojekt wird in Kooperation mit dem deutsch-namibischen Verein Suni e.V., dem Direktorate of Education Omaheke Regional Council, der University of Namibia sowie der Light for the Children Foundation in Namibia umgesetzt. Ziel des Projekts ist es, Pädagog:innen beider Länder im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu qualifizieren und ihnen vertiefte Einblicke in die jeweils andere Bildungslandschaft zu ermöglichen. Darüber hinaus verfolgt das Projekt die internationale berufliche Vernetzung von Fachkräften und Studierenden, den Aufbau interkultureller Kompetenzen sowie den Abbau stereotyper Wahrnehmungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Methodenaustausch und der Förderung innovativer didaktischer Ansätze, die zur Umsetzung von BNE im schulischen und außerschulischen Kontext beitragen sollen.
Das Austauschprogramm umfasst zwei dreiwöchige Studienaufenthalte, mehrere Workshops sowie eine Vielzahl digitaler Formate wie Webinare. Gemeinsam mit Schüler:innen beider Länder entwickeln und realisieren die teilnehmenden Pädagog:innen binationale Projekte zu selbst gewählten Themenfeldern der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dabei erwerben sie nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern auch praxisorientierte Erfahrungen durch Hospitationen an Schulen im jeweils anderen Land.
Das Austauschformat wurde 2026 als LernOrt Nachhaltigkeit in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Von links oben: Teammitglieder des German-Namibian Exchange of Educators: Patricia Mapakua Ndjavera, Barbara Scharfbillig, Belinda Upi, Dr. Tim Hartelt, Gijsbertha van Rooyen, Elizabeth Shekupe Kashango, Annika Hoffmann, Tjinouhona Tjipura, Kopei Murangi, Prof.in Julia Affolderbach, Kaezuko Kamakuere, Prof.in Johanna Mäsgen
Gefördert wird das Projekt durch das Deutsch-Afrikanische Jugendwerk bei Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz (ELAN) sowie der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz.
German-Namibian Exchange of Educators 2026/27: Bildung für nachhaltige Entwicklung verbindet angehende Lehrkräfte aus Deutschland und Namibia

Mit dem German-Namibian Exchange of Educators 2026/27 ist im Frühjahr dieses Jahres ein internationales Bildungsprogramm gestartet, das angehende und praktizierende Pädagog:innen aus Deutschland und Namibia über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren zusammenbringt. Insgesamt 16 Teilnehmende – jeweils acht aus Deutschland und Namibia – nehmen an dem Austausch teil, darunter Lehramtsstudierende, Lehrkräfte und Sozialarbeiter:innen.
Im Mittelpunkt des Programms stehen der Aufbau interkultureller Kompetenzen sowie die Auseinandersetzung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). In Online-Meetings, Wochenend-Workshops und zwei Studienreisen – nach Namibia und Deutschland – entwickeln die Teilnehmenden in deutsch-namibischen Teams eigene BNE-Projekte und setzen diese im Rahmen von Service Learning gemeinsam mit Schüler:innen beider Länder um.
German-Namibian Exchange of Educators als LernOrt Nachhaltigkeit ausgezeichnet 2026
Das Austauschformat German-Namibian Exchange of Educators ist als LernOrt Nachhaltigkeit Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Das deutsch-namibische Projekt fördert fachlichen und interkulturellen Austausch zwischen Lehrkräften, Studierenden und Bildungseinrichtungen beider Länder.
Im Mittelpunkt stehen Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie die Weiterentwicklung des Professionswissens. Ziel ist es, voneinander zu lernen, interkulturelle Kompetenzen zu schulen, Perspektiven zu wechseln, Stereotype abzubauen und nachhaltige Perspektiven in Schule und Gesellschaft zu stärken. Dazu nehmen die Teilnehmenden aus Deutschland und Namibia an mehreren Trainings sowie zwei Studienreisen mit Hospitationen im jeweils anderen Land teil. Zudem entwickeln sie eigene BNE-Bildungsprojekte, die länderübergreifend mit Schüler:innen umgesetzt werden.
Das Programm findet in Kooperation mit den Professuren der Nachhaltigen Regional- und Standortentwicklung und der Geographie und ihrer Didaktik gemeinsam mit dem deutsch-namibischen Verein Suni e. V., der namibischen Light for the Children Foundation, der University of Namibia sowie dem Bildungsdirektorium der Omaheke Region in Namibia statt.
Call for Application: German-Namibian Exchange of Educators
Der Deutsch–Namibische Austausch für Pädagog:innen mit Fortbildung im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) 2026–2027, organisiert von Suni e.V. in Kooperation mit der Universität Trier und der University of Namibia, bietet eine einzigartige Möglichkeit für fachlichen und interkulturellen Austausch für Lehramtsstudierende und Pädagog:innen.
Programmhöhepunkte:
- Austausch- und Fortbildungsprogramm von Mai 2026 bis Juli 2027
- Begegnungen in Namibia und Deutschland, Hospitationen, Workshops sowie gemeinsame Projektarbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Der Großteil der Programmkosten wird übernommen, einschließlich internationaler Reisen, Unterkunft, Verpflegung und Fortbildung
Bewerbungsfrist:15. März 2026
Gesucht werden motivierte Teilnehmende mit Interesse an interkulturellem Lernen, nachhaltiger Bildung und internationaler Zusammenarbeit. Der vollständige Ausschreibungstext hier.
Mapping Aminuis – Geographie erleben in Namibia (März/April 2026)

Im Osten Namibias liegt Aminuis – ein Ort mit faszinierender Geschichte und bislang nur lückenhaft kartierter Umgebung.
Anfang März ist hier ein innovatives Lehr-Lern-Projekt gestartet. Lehramtsstudierende der Geographie kartografieren gemeinsam mit namibischen Schüler:innen „weiße Flecken“ auf der Landkarte.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Einrichtung eines Computer-Labs an der Rietquelle Secondary School in Aminuis. Dort leiten die Studierenden aus Trier mit namibischen Lehrkräften die Schüler:innen an, eigenständig mit digitalen Werkzeugen zu arbeiten. Mithilfe von OpenStreetMap erfassen sie gemeinsam den Ort Aminuis und seine Umgebung neu. Dabei erweitern die Trierer Studierenden nicht nur ihre didaktischen Kompetenzen, sondern vermitteln den Schüler:innen vor Ort auch praktische Methoden der Kartografie. Darüber hinaus lernen die Schüler:innen eigenständig Interviews mit lokalen Akteur:innen zu führen. So werden wertvolle Informationen über den Ort gesammelt, die bisher nicht dokumentiert waren.
Auf dieser Grundlage entsteht nicht nur eine aktuelle digitale Karte von Aminuis, sondern auch ein Travel Guide, der die Region aus lokaler Perspektive sichtbar macht.
Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Geographie und ihre Didaktik, dem Directorate of Education der Omaheke Region, Suni e.V., dem Aminuis Village Council sowie der Rietquelle Secondary School. Gefördert wird es von der Jutta Vogel Stiftung, Suni e.V., Labdoo.org und der Universität Trier. Geleitet wird das Projekt von Barbara Scharfbillig, unterstützt wird sie von Tjinouhone Tjipura, Dominik Lang und Annika Hoffmann.
Deutsch-Namibische BNE-Lernmodule 2025
Drei neue Lernmodule wurden von Studierenden der Universität Trier gemeinsam mit deutschen und namibischen Pädagog:innen entwickelt. Die Lernmodule zu den Themen Schutz der Geparden, Plastikkrise und Nachhaltiger Konsum am beispiel Bier sind auf dem Portal für Globales Lernen des World University Service abrufbar.
Ogait, Leonie & Maury Javiera Fernandez Clark (2025). Cheetah Tracks, Following tracks to learn and protect. Suni e.V.
Hartelt, Tim; Kaezuko Kamakuere & Annika Hoffmann (2025). PLASTIC TOWN, Can you fight plastics?. Suni e.V.
Dech, Anna (2025). Let's go on a Beer-Journey.
BNE Training für deutsch-namibischen Austausch im BioGeoLab der Uni Trier 2025

Vier Tage lang haben Pädagog:innen aus Deutschland und Namibia gemeinsam mit Lehramtsstudierenden der Universität Trier die vielfältigen Dimensionen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erkundet und ihre selbst konzipierten Projekte sowie Lernmodule präsentiert. Dabei wurden sie von internen und externen Expert:innen begleitet und fachlich qualifiziert. Zudem wurde das Training durch Studierende des Seminars „Globales Lernen“ der Geographiedidaktik mitgestaltet. Diese führten im Vorfeld Interviews mit den namibischen Teilnehmenden, um mehr über Namibia und BNE zu erfahren und entwickelten anschließend selbst Lerneinheiten, die sie im Seminar vorstellten.
Ausgezeichnet engagiert: Studentinnen des deutsch-namibischen Austausches erhalten Engagement-Preis 2025
Die Studierenden Leonie Ogait und Annika Hoffmann haben gemeinsam mit der Pädagogin Kay-Alena Emmes mit nachhaltigen deutsch-namibischen Lernprojekten den Jugend-Engagement-Wettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz gewonnen. Die binationalen Lernprojekte waren Teil des german-Namibian exchange of Educators.
BNE-Training am Namib Desert Environmental Education Trust 2024

Gemeinsam wurden die deutschen und namibischen Studierenden sowie Fachkräfte des German-Namibian Exchange of Educators am Namib Desert Environmental Education Trust (NaDEET) in der Namibwüste geschult. Dort nahmen sie an einem intensiven „Teach for ESD“-Training teil und vertieften ihre Kenntnisse im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Der Schwerpunkt lag auf der Anwendung und Vermittlung von BNE-Prinzipien im Kontext von Wüstenökosystemen und nachhaltigen Lebensweisen.
German-Namibian Exchange of Educators in der Namibwüste 2023
14 Pädagog:innen und Lehramtsstudierende aus Deutschland und Namibia nehmen an einem deutsch-namibischen Austauschprojekt im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) teil. In Kooperation mit dem deutsch-namibischen Verein Suni e.V., der Light for the Children Foundation, der Universität Trier, der Gobabeb Wüstenforschungsstation sowie The Blue Mind e.V. erweitern die Fachkräfte aus beiden Ländern ihre Kompetenzen im Rahmen von Weiterbildungen in Deutschland und Namibia. In beiden Ländern finden Studienreisen mit Hospitationen an Bildungseinrichtungen sowie praxisorientierte Trainings im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung statt.
Namibische und deutsche Lehrkräfte werden im BioGeoLab qualifiziert 2022

Derzeit nehmen sieben namibische und sieben deutsche Fachkräfte an einer Fortbildung im BioGeoLab der Universität Trier teil. Ihr zentrales Thema lautet „Wasser“. In Kooperation mit The Blue Mind e.V. qualifizieren sich die Teilnehmenden im Rahmen des deutsch-namibischen Austauschprojekts weiter. Unterstützung erhalten sie zudem von der Lokalen Agenda 21 Trier, der Stadtbibliothek Trier und der Sparkasse Trier.Geleitet wird das Training von der Meeresbiologin Angela Jensen. Ziel der Fortbildung ist die Qualifizierung im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Thematische Schwerpunkte sind unter anderem Hochwasser- und Starkregenereignisse, nachhaltiges Reisen, die Verschmutzung der Weltmeere, Mikroplastik, die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs), nachhaltiger Konsum sowie didaktische Methoden zur Vermittlung dieser Themen im Unterricht und in der Bildungsarbeit.





