MSc Digital Humanities: Studiengangsaufbau

Der hier beschriebene Aufbau des Studiengangs gilt für alle Studierende, die vor dem Wintersemester 2019/2020 mit dem Master-Studium begonnen haben und sich nicht für einen Wechsel in die neue Studienordnung entschieden haben. (Für alle anderen gibt es die Seite zur neuen Studienordnung ab Winter 2019/20). 

Der Studiengang besteht aus den folgenden vier Bereichen sowie der Masterarbeit. Der Studiengang besteht aus den folgenden vier Bereichen. Nähere Informationen können dem Modulhandbuch entnommen werden.

1. Orientierungsbereich

Im Orientierungsbereich, der sich über die ersten beiden Semester erstreckt, werden Grundlagen in der Informatik oder den Geisteswissenschaften gelegt, je nach Vorkenntnissen. Studierende mit geisteswissenschaftlichem Hintergrund wählen die folgenden informatikwissenschaftlichen Orientierungsmodule:

  • Programmierung I
  • Datenbanksysteme
  • Auszeichungssprachen

Studierende mit informatikwissenschaftlichem Hintergrund können einen geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt wählen, in dem sie eines der folgenden Orientierungsmodule besuchen:

  • Germanistik (Einführung in die Germanistische Sprach- und Literaturwissenschaft sowie die Ältere Deutsche Sprache)
  • Anglistik (Einführung in die Englische Sprach- und Literaturwissenschaft)
  • Phonetik (Phonetische Grundlagen, Akustische Phonetik)
  • Kunstgeschichte (Einführung in die Bildkünste, Geschichte der Architektur, Kunst des Mittelalters, der frühen Neuzeit und der Moderne)

Alle Orientierungsmodule schließen mit einer Modulabschlussprüfung ab, die bestanden werden muss, aber nicht in die Endnote eingeht.

2. Kernbereich

Im Kernbereich werden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die an der Schnittstelle von Geisteswissenschaften und Informatik liegen und genuin auf diese Schnittstelle bezogen sind. Der Kernbereich erstreckt sich über die Semester 1-3 und besteht aus den folgenden fünf Modulen:

  • Einführung in die Digital Humanities (1. Fachsemester): Diese Veranstaltung führt in grundlegende Fragestellungen, Herausforderungen, Methoden und Techniken des Faches ein und positioniert das Fach in seinem historischen Kontext und in Beziehung zu den Nachbarwissenschaften.
  • Digitale Objekte 1: Digitalisierung, Archivierung und Datenerschließung (2. Fachsemester): Das Modul gibt einen Überblick über grundlegende Ansätze zur Datendigitalisierung (Optical Character Recognition, Transkription mit Double Keying) und Langzeitarchivierung sowie in Methoden der Datenerschließung (Metadatenanreicherung, semantische Analyse).
  • Digitale Objekte 2: Repräsentation, Präsentation und Standardisierung (2. Fachsemeter): Das Modul besteht aus zwei Veranstaltungen. Die erste Veranstaltung thematisiert Datenstandards im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften (Normdaten, Metadatenstandards, Ontologien) und führt in Semantic Web Technologien ein. Die zweite Veranstaltung beschäftigt sich mit dem digitalen Publizieren und der Erstellung digitaler Editionen.
  • Praxis der Digital Humanities (3. Fachsemester): Dieses Modul besteht aus einem Projektseminar und einem Kolloquium. Im Projektseminar werden praxisnahe Projekte aus den Digital Humanities in Kleingruppen bearbeitet. Projekte werden im Kontext aktueller Forschungsprojekte am Trier Center for Digital Humanities, an kulturhistorischen Einrichtungen der Region oder in Zusammenarbeit mit geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern der Uni Trier oder der Universität der Großregion angeboten. Im Kolloquium berichten Praxisvertreter/innen aus Museen und Archiven sowie aus der Forschung über aktuelle Projekte und ihren Arbeitsalltag. Dadurch wird ein frühzeitiger Kontakt mit möglichen Berufsfeldern und potenziellen Arbeitgebern hergestellt.
  • Vertiefung Digital Humanities (3. Fachsemester): In diesem Modul werden Veranstaltungen mit wechselnden aktuellen Themen angeboten. Diese Veranstaltungen werden z.T. als interdisziplinäre Seminare in Zusammenarbeit mit weiteren geisteswissenschaftlichen Fächern (z.B. den Medienwissenschaften, Rechtswissenschaften, Philosophie oder Archäologie) bzw. mit Gastwissenschaftler/innen angeboten.

3. Wahlpflichtbereich Informatik

Im Wahlpflichtbereich Informatik werden informatikwissenschaftliche Kenntnisse durch Teilnahme an weiteren relevanten Veranstaltungen vertieft und ausgebaut. Dabei sind zwei Module aus den folgenden vier zu absolvieren:

  • Data und Web Mining
  • Digital Libraries
  • Informationsvisualisierung
  • Information Retrieval

Daneben können weitere Module zu verschiedenen, relevanten Themen absolviert werden.

4. Wahlpflichtbereich Geisteswissenschaften und Digital Humanities

In diesem Wahlpflichtbereich können vorhandene geisteswissenschaftliche Kenntnisse in den Fächern Germanistik, Anglistik, Phonetik und Kunstgeschichte ausgebaut werden. Daneben ist es auch möglich weitere Module aus dem Kernbereich der Digital Humanities zu belegen. Insbesondere werden die folgenden Module angeboten:

  • Ergänzende Themen der Digital Humanities 1
  • Ergänzende Themen der Digital Humanities 2
  • Korpuslinguistik
  • Kunstgeschichte: Vertiefung der Gattungs- und Epochenkenntnisse
  • Germanistik: Aufbaumodul Sprachwissenschaft
  • Germanistik: Aufbaumodul Literaturwissenschaft
  • Anglistik: Linguistic Studies Special Topics
  • Anglistik: Key Authors and Genres
  • Phonetik: Experimentalphonetik II

5. Masterarbeit

Für die Masterarbeit wird ein Thema über einen längeren Zeitraum vertieft bearbeitet. Masterarbeiten können in engem Zusammenhang mit einem konkreten Forschungsprojekt erstellt werden. Auch eine Mitbetreuung durch auswärtige oder ausländische Kooperationspartner ist möglich. Siehe auch die Liste der laufenden und abgeschlossenen Master-Arbeiten.

Überblicksplan

DH Studienverlaufsplan