TreeCop

TreeCop - Entwicklung eines Sentineldaten-basierten Steuerungstools zur Ermittlung von Trockenstress des Stadtbaumbestandes in der Stadt Essen - Funktionssicherung und Erfolgsmonitoring für standortoptimierende Maßnahmen vor dem Hintergrund zunehmender Dürrephasen im Klimawandel ist ein Kooperationsprojekt mit der Stadt Essen.

Teilprojekt 1: Stadt Essen, FKZ 50EW2010A

Teilprojekt 2: Auswertung der Fernerkundungsdaten (Universität Trier), FKZ 50EW2010B

Fördergeber:Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
Fördersumme:54500 EUR
Projektlaufzeit:01.09.2020 - 31.08.2021
Projektmitarbeiter:Dr. Max Gerhards (Koordination: Dr. Henning Buddenbaum, Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Udelhoven)

In den Dürrejahren 2018 und 2019 hat die Stadt Essen 1,2 Mio. Euro für die Wässerung von Stadtbäumen ausgegeben. Um das Bewässerungsmanagement angesichts des Klimawandels zu optimieren und die stadtklimatologischen und gesundheitlichen Funktionen urbaner Baumbestände auch in langen Dürrephasen unter Schonung von Trinkwasserressourcen zu gewährleisten, soll im beantragten Vorhaben ein auf Sentinel-2-Daten basierendes Steuerungstool entwickelt werden, das den Trockenstress des Stadtbaumbestandes regelmäßig flächendeckend ermittelt. Unterstützend sollen Daten vernetzter Bodenfeuchtesensoren sowie flugzeuggestützte Hyperspektraldaten zum Einsatz kommen. Sentinel-2 hat sich zur Feststellung von Trockenstress und der aktuellen Vitalität von Bäumen bewährt. Da die zeitliche und räumliche Auflösung von Sentinel-2 jedoch nicht ausreichen, um täglich den Vitalitätszustand jedes Baumes zu erfassen, soll aus allen Datenquellen eine Klassifikation der Trockenstressempfindlichkeit des Stadtbaumbestands erstellt werden. So können in Stresssituationen alle Bestände der betroffenen Klassen gewässert werden, ohne dass tagesaktuelle Satellitendaten der gesamten Fläche vorliegen müssen. Zur Erfolgskontrolle der Bewässerungsmaßnahmen sollen Sentinel-2-Daten späterer Zeitpunkte verwendet werden. Die Verfahren sollen auf CODE-DE bzw. GDI-DE entwickelt werden und so interessierten Gemeinden ebenfalls zur Verfügung gestellt werden können.