Laufende Projekte

C·A·R·M·E·N

Communal Art - Reconceptualising Metrical Epigraphy Network

Die Erforschung der antiken lateinischen Versinschriften, der Carmina Epigraphica Latina (CEL) voranzubringen ist das Anliegen eines Forschungsverbundes insgesamt acht europäischer Partner, zu denen auch die Trierer Klassische Philologie zählt. Ein von der Europäischen Kommission (H2020) gefördertes Netzwerk zur Ausbildung von Doktorandinnen / Doktoranden wird hier einen neuen Impuls geben.

Das im Rahmen der Marie Skłodowska-Curie Innovative Training Networks (MSC-ITN) angesiedelte Programm zeichnet sich durch einen innovativen Praxisanteil im nicht-universitären Bereich aus; hierzu sind viele Institutionen europaweit und im nördlichen Afrika aktiv in das Training eingebunden, das Rheinische Landesmuseum Trier (GDKE Rheinland-Pfalz) ist ebenfalls als Partner beteiligt. Ansprechpartner an der Universität Trier ist Prof. Dr. Stephan Busch (Klassische Philologie/Latinistik).

Die Ausschreibungen für insgesamt 11 Promotionsstellen an den europaweit beteiligten Hochschulen (besetzbar ab dem 01.04.2021) laufen derzeit, Stichtag ist der 01.01.2021. Nähere Informationen sind über die Website des Netzwerks verfügbar: https://carmen-itn.eu/

Philosophischer Kulturaustausch: Die Kontakte der Römer mit den griechischen Philosophen im dritten bis zum ersten Jh. v. Chr. (Dissertation)

Betreuer: Prof. Dr. Georg Wöhrle
Promovierender: Aleksei Zaitsev
Drittmittelgeber: DAAD

Das Anliegen dieses Projektes ist es die Kontakte der Römer mit den griechischen Philosophen in der antiken Literatur darzustellen. Dabei soll nicht nur die Untersuchung der Zirkulation philosophischer Texte oder Ideen im Fokus stehen, sondern auch die Behandlung der antiken Tradition über historisch determinierte Kontakte in einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort. Der Schwerpunkt liegt vor allem in spezifischen Merkmalen der Kontaktdarstellung, in bestimmten loci communes und Funktionen der Berichte. Somit wird der Forschungsgemeinde ein umfassendes Nachschlagewerk zur Verfügung gestellt, dessen Ergebnis sein soll, die Kontakte der Römer mit den griechischen Philosophen chronologisch zu schildern, nebenbei auch einige offene Fragen zu klären und die Komplexität sowie die Originalität der antiken literarischen Tradition zu demonstrieren.

Edition und Übersetzung der griechischen, lateinischen und arabischen Zeugnisse zu Alkmaion von Kroton und Hippon (VS 24 und 38)

Leiter: Prof. Dr. Georg Wöhrle
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dr. Theofanis Tsiampokalos
Drittmittelgeber: DFG 

In dem Projekt sollen die griechischen, lateinischen und arabischen Zeugnisse zu Alkmaion von Kroton und Hippon in chronologischer Reihenfolge (von Isokrates bis Albertus Magnus) gesammelt, ediert und mit einer deutschen Übersetzung versehen werden. Ein Similienapparat soll die die Überlieferungswege und Überlieferungsintentionen der Zeugnisse nachvollziehen helfen. Die Publikation ist wieder für die Reihe "Traditio Praesocratica" vorgesehen, in der bereits die Zeugnisse zu den Milesiern und Xenophanes von Kolophon herausgegeben worden sind.

Reisen von Philosophen und Wissenschaftlern in der Antike

Leiter: Prof. Dr. Georg Wöhrle
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Fabia Neuerburg
Drittmittelgeber: Karl und Gertrud Abel-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

In dem Projekt mit den Titel „Reisen von Philosophen und Wissenschaftlern in der Antike“ soll weniger versucht werden, historische verbürgte oder behauptete Reisen der genannten Personengruppe, etwa von Philosophen wie Platon und Aristoteles oder dem Mathematiker Archimedes zu rekonstruieren. Gerade bei solchen besonders renommierten Personen wurden entsprechende Rekonstruktionen schon mehrfach und mit mehr oder weniger Erfolg unternommen. Zwar können die historisch-realen Gegebenheiten und Möglichkeiten solcher Reisen nicht außer Acht gelassen werden, vor allem aber soll in dem Projekt eine Typologie der Darstellung dieser Reisen und damit verbun­dener Fragen entwickelt werden. Fragen wie: Wer reist, wohin reist man, aus welchen Gründen reist man, wer berichtet von der Reise, in welchen Kontexten und zu welchem Zweck wird von der Reise berichtet und anderes mehr. Vor allem zu Projektbeginn wird es darum gehen, die Grundlagen einer solchen Typologie anhand der überlieferten Texte genauer zu entwickeln und das entsprechende Material zu sammeln um dann im weiteren Verlauf zu einer systematischen Darstellung der narrativen Strukturen, in die die antiken Reiseberichte eingebettet sind, zu gelangen.