Rheinland-Pfälzische Demokratiebiographien (ca. 1750-1850)

Mit Jahresbeginn 2021 ist die Erstellung eines bereits seit einiger Zeit geplanten Kompendiums von Texten zu Persönlichkeiten in Arbeit genommen worden, die auf je eigene Weise einen Beitrag zur demokratischen Entwicklung der historischen Vorgängerstaaten des späteren Landes Rheinland-Pfalz leisteten. Rund 50 Personen werden individuell behandelt, daneben wird es eine kleinere Zahl von gruppenbezogenen Artikeln geben. Die Kriterien für die Auswahl der Behandelten gehen von einer flexibel zu handhabenden Verbindung mit der hiesigen Region aus. Der Geburtsort allein ist weder Voraussetzung noch hinlängliches Kriterium für die Aufnahme. Vielmehr wird eine durch Ansässigkeit, Wirkungskreis und/oder geographische Bezugnahme plausible Beziehung zu „Rheinland-Pfalz“ zur Bedingung der Aufnahme gemacht.

Im Hinblick auf das geistige Profil der ins Auge gefassten Personen ist eine präzise Definition in Anbetracht dieser noch vordemokratischen Phase ebenfalls nicht möglich. Allerdings werden bei der Auswahl die politische Orientierung, die intellektuelle Eigenständigkeit und eine gewisse Ausstrahlung mit der Vorannahme verknüpft, dass die ProtagonistInnen unter den jeweiligen Zeitumständen ihres Daseins und Wirkens konsequent für die Erlangung bzw. Bewahrung partizipativer Ideale eintraten. Entsprechend werden die Porträts das Augenmerk sehr konsequent auf theoretische wie praktische Initiativen im Kontext der Demokratieentwicklung richten.

Im Zuge der bereits erfolgten Vorauswahl wurde großer Wert darauf gelegt, Persönlichkeiten unterschiedlicher Herkunft, Sozialisation und Wirkungsbreite zu porträtieren, zudem Männer und Frauen zu erfassen. Der Band umfasst den Zeitraum von der Hochaufklärung bis zur Niederschlagung der Revolution von 1848. Ein noch nicht näher projektierter zweiter Teil wird sich Persönlichkeiten von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die jüngste Vergangenheit widmen.

Projektart: Konzeptionell und redaktionelle Leitung einer Sammelschrift

Finanzierung: Historische Kommission für Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz