Forschungsschwerpunkt Recht des Klimawandels

Der Klimawandel stellt die wohl größte globale Herausforderung im Bereich der Umweltpolitik und des Umweltrechts dar. Um das Schlimmste zu verhindern, sind dringend hoch wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Das Spektrum der Instrumente muss dabei alle Ebenen umgreifen, von internationalen Vereinbarungen über das Europarecht bis hin zu nationalen wie regionalen Maßnahmen. Der Forschungsschwerpunkt will diesem umfassenden Problem mit der Analyse exemplarischer wie paradigmatischer und über den Einzelfall hinausweisender Rechtsfragen Rechnung tragen. In seinem Rahmen werden Tagungen unter Einbeziehung externer Experten veranstaltet, wissenschaftliche Publikationen vorbereitet und der Wissenstransfer in die Praxis und die Öffentlichkeit organisiert. Der Schwerpunktbereich "Umwelt und Infrastruktur" dient der auf den Forschungsschwerpunkt bezogenen Nachwuchsförderung insbesondere durch die Durchführung thematisch einschlägiger Seminare. Es besteht die Möglichkeit zur Promotion im Bereich des Klimaschutzrechts.

    Tagungen

    1. Planungsrecht im Umbruch: Europäische Herausforderungen. 31. Trierer Kolloquium zum Umwelt- und Technikrecht, Trier, 2016
    2. Die Zukunft der Energiewende, 32. Trierer Kolloquium zum Umwelt- und Technikrecht vom 28. – 29. September 2017
    3. 20 Jahre Aarhus-Konvention: Bilanz und Perspektiven“, Workshop des IUTR, Berlin, Juni 2018
    4. Gastvortrag von RAin Dr. Franziska Heß, Würzburg/Leipzig, "Climate Litigation vor dem Bundesverfassungsgericht - Wie weit reichen grundrechtliche Schutzpflichten?", 18.11.2020

    Veröffentlichungen

    1. Artenschutz und Europarecht im Kontext der Windenergie. Der Klimaschutz und die Auslegung der Ausnahmeregelungen der Vogelschutzrichtlinie. Rechtsgutachten im Auftrag des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende, Dezember 2020
    2. Klimawandel – Perspektiven eines zukünftigen Umweltrechts - Leistungsfähigkeit, Herausforderungen, Grenzen. EurUP 4/2020, S. 394 - 410.
    3. Methodologischer Individualismus und Gemeinwohl. Kosten-Nutzen-Analysen im Umweltrecht?, in: Fehling/v. Wangenheim (Hrsg.), Methodische Grundfragen der ökonomischen Analyse im Öffentlichen Recht, (erscheint demnächst)
    4. Die gescheiterte Infrastrukturabgabe - Ende eines Irrwegs? Anmerkung zu dem EuGH-Urteil zur so genannten Pkw-Maut, Rs. C-591/17, NVwZ 2019, S. 1257-1260
    5. Der Widerspenstigen Zähmung? - Neues von der Durchsetzung von Gerichtsentscheidungen gegen Behörden, in: Heß (Hrsg.) Umwelt- und Planungsrecht in Zeiten des Klimawandels. Berichte aus Wissenschaft und Praxis. Festschrift zu Ehren und anlässlich des 70. Geburtstags von Wolfgang Baumann, 2019, S. 391-407
    6. Landwirtschaft und Klimaschutz aus deutscher Sicht. Rechtliche Herausforderungen angesichts sich schließender Zeitfenster. NVwZ 2019, S. 1145 ff.
    7. Öffentliche Gelder als Gegenstand von Abwägungsentscheidungen, in: Durner/Reimer/Spiecker (Hrsg.), Das sinnvoll Denkbare denken, das davon Machbare machen - Gedächtnisschrift für Arndt Schmehl, 2019, S. 489-503 (gemeinsam mit Tappe)
    8. Luftreinhalteplanung und ihre Umsetzung. Das schwierige Verhältnis des deutschen Immissionsschutzrechts zum europäischen Luftqualitätsrecht, NVwZ 2018, S. 928-937
    9. Immissionsschutzrecht, in: Koch/Hofmann/Reese (Hrsg.), Handbuch Umweltrecht, § 4, 5. Aufl. 2018, S. 209-302 (gemeinsam mit Koch)
    10. Die Zukunft der Energiewende, 32. Trierer Kolloquium zum Umwelt- und Technikrecht vom 28. – 29. September 2017, Schriftenreihe des IUTR Band 135, 2018
    11. Der Klimaschutzplan 2050 in rechtlicher Perspektive. Nur symbolische Politik oder wirksame Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen?, in: Hebeler/Hofmann/Proelß/ Reiff (Hrsg.): Die Zukunft der Energiewende, 32. Trierer Kolloquium zum Umwelt- und Technikrecht vom 28. – 29. September 2017, Schriftenreihe des IUTR Band 135, 2018, S. 49-69
    12. Atomrechtliche Rückbau- und Entsorgungspflichten: Reformbedarf?, Zeitschrift für Umweltpolitik & Umweltrecht 2017, S. 9-24
    13. Rechtsprechungsanalyse. Ausgewählte Probleme des allgemeinen Umweltrechts, Die Verwaltung 50 (2017), S. 247-275
    14. No-harm-rule and principle of prevention: two sides of the same coin?, in: Hebeler/Hofmann/Proelß/Reiff, (Hrsg. (Hrsg.), Protecting the Environment for Future Generations: Principles and Actors in International, 2017, S. 11-25
    15. Planungsrecht im Umbruch: Europäische Herausforderungen. 31. Trierer Kolloquium zum Umwelt- und Technikrecht, Trier, Schriftenreihe des IUTR Band 134, 2016
    16. Infrastrukturabgaben als Instrument des Klimaschutzes? Zur möglichen Zukunft der Pkw-Maut, in: Hebeler/Hofmann/Proelß/Reiff (Hrsg.), Jahrbuch des Instituts für Umwelt- und Technikrecht der Universität Trier (IUTR), 2016, S. 279-297
    17. Der Abschied von der (ohnehin meist falsch verstandenen) Verfahrensautonomie der Mitgliedstaaten? Zugleich Anmerkung zu EuGH v. 15. 10. 2015, Rs. C-137/14, EuR 2016, S. 188-196
    18. Nachhaltigkeit und prozedurale Entscheidungsebene: Flächenhaushaltspolitik in Zeiten der Energiewende, in: Kahl (Hrsg.), Nachhaltigkeit und Verfahren, Reihe „Recht der Nachhaltigen Entwicklung“ 16, 2016, S. 299-316
    19. Renewable Energy: Structural Challenges for Administrative and Constitutional Law, in: Dimitropoulos/Gromitsaris/Schulte(Hrsg.), Staatsreform in Europa, 2016, S. 248-258
    20. Das EEG 2014 – Aktuelle Entwicklungen im Recht der Erneuerbaren Energien, in: Hofmann/Gogos/Papadopoulou(Hrsg.), Demokratisch-funktionale Analyse der Öffentlichkeitsbeteiligung im Umwelt- und Infrastrukturrecht, Reihe „Recht der Nachhaltigen Entwicklung“ 15, Mohr Siebeck, 2016, S. 1-13
    21. Funktionswandel der Verwaltungsgerichtsbarkeit – nur im Umweltrecht? EurUP 2015, S. 266-279