Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz der Universität Trier

DocColloq Wortwolke

Wer sind wir? – Wir sind ein Team aus Promovierenden verschiedener Fachbereiche und Universitäten, die sich zusammengefunden haben, um Plattformen für den Austausch zwischen Promovierende zu gestalten. Zusammen bilden wir das DocColloq-Team. 

Was machen wir?  – Wir organisieren die jährliche Graduiertenkonferenz der Universität Trier. Ziel der interdisziplinären Konferenz ist es, Promovierenden die Möglichkeit zu geben, ihre Forschung vorzustellen und den Austausch wie auch die Vernetzung zwischen den Fachrichtungen zu fördern. Das Thema für 2023 war ein bewusst breit aufgestellter Titel, um vielfältigen Beiträgen eine Bühne zu geben. "Für die Zukunft – lernen, forschen, leben“ soll Promovierende in verschiedenen Stadien des Forschungsprozesses (vom Exposé bis zur publizierten Arbeit) einladen, ihre Dissertationsprojekte einem interdisziplinären Publikum und Nachwuchswissenschaftlern über verschiedene Beitragsformate zu präsentieren.

Was sind unsere Ziele? – Mit unserer Konferenz möchten wir Promovierenden eine Plattform bieten, um über Universitäts- und Fachgrenzen hinweg in einen wissenschaftlichen Austausch zu treten. Eine besondere Herausforderung stellt es dar, Wissenschaftler*innen gänzlich anderer Fachrichtungen die eigene Forschung zu vermitteln. Hierbei sind Kompetenzen für Wissenschaftskommunikation nötig. Gemeinsam werden Forschungsprojekte und die Vermittlung dieser reflektiert. Daraus ergeben sich zum einen Konsequenzen für die persönliche Weiterentwicklung im Bereich von Wissenschaftskommunikation und zum anderen eine Reflexion über und Ausdifferenzierung der eigenen Forschung.

Berichte zu den Interdisziplinären Graduiertenkonferenzen der letzten Jahre

Bericht über die 5. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz der Universität Trier am 7. & 8.12.2023 (online)

Wie weit darf Umweltaktivismus gehen? Wie kann man Paratoxische Führung erkennen und verhindern? Und wie können Grundschullehramtsstudierende optimal auf chronische Erkrankungen ihrer Schüler*innen vorbereitet werden? Dies sind nur einige der spannenden Fragen, die Nachwuchswissenschaftler*innen bei der 5. Interdisziplinären Graduiertenkonferenz der Universität Trier diskutiert haben. Unter dem Titel „Für die Zukunft – Lernen, forschen, leben“ stellten Doktorand*innen aus ganz Deutschland ihre Dissertationsprojekte in acht Vorträgen und fünf Media Session-Beiträgen vor und diskutierten Promotionsvorhaben, Forschungsergebnisse und deren Relevanz für Forschung und Gesellschaft.

Beide Konferenztage wurden jeweils von einem Keynotespeaker eröffnet. Donnerstags referierte Prof. Dr. Nicole Ondrusch (Hochschule Heilbronn) unter dem Titel „Was gestalten wir, wenn wir Zukunft gestalten? Ein Versuch, die Themen Bildung, IT, Vielfalt und Verantwortung in einem Vortrag unterzubringen.“ dazu, wie Bildung vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger Entwicklungen gestaltet werden kann. Ziel muss dabei sein, Lernende zu motivieren, Wissen nicht nur zu reproduzieren, sondern auch zu reflektieren und aktiv anzuwenden. Den zweiten Tag eröffnete Prof. Dr. Christof Schöch (Universität Trier) mit dem Vortrag „Mehr Open Science wagen! – Aktuelle Entwicklungen und Wege zu Offenheit in der Wissenschaft“ und gab interessante und hilfreiche Einblicke sowie Empfehlungen für die Möglichkeiten und Anwendungen der Praktiken von Open Science und Open Data. Fokussiert wurde dabei nicht nur die Anwendung, sondern auch die Verantwortung auf struktureller Ebene.

Ein für die Organisator*innen wichtiger Faktor war auch das Networking der Doktorand*innen untereinander. In insgesamt fünf Online-Räumen konnten die Teilnehmenden Ideen austauschen, über gute und schwierige Phasen ihrer Promotion reflektieren, Kontakte knüpfen oder sich in der Online-Cafeteria auf ein koffeinhaltiges Heißgetränk zusammensetzen.

Ein besonderes Highlight gab es am zweiten Konferenztag: Mit Lisa Budzinski konnten wir die Deutsche Science Slam Meisterin 2022 für einen Auftritt gewinnen. Lisa gab uns neben interessanten Einblicken in das tiefste Innere unserer Darmflora auch einige Lacher mit auf den Weg und zeigte uns, dass Wissenschaftskommunikation nicht nur aus Zeitschriftenartikeln, Vorträgen und Schreiben besteht, sondern auch aus Humor.

Organisiert wurde die 5. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz vom DocColloq-Team, bestehend aus den Promovierenden Christoph Maier, Elena Freund, Leonie Kortmann, Martin Wendler und Yannick Loeppke sowie der studentischen Hilfskraft Leia Hermesdorf.

Bericht über die 4. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz in Trier am 8. & 9.12.2022 (online)

Was haben Umweltgerechtigkeit und Feminismus miteinander zu tun? Wie beeinflusste das Leben in Paris deutsche Maler des 18. Jahrhunderts? Und wie kann mir das Verstehen eigener Körpersignale dabei helfen, besser mit meinen Emotionen umzugehen? Diese und viele weitere spannende Fragen durften wir uns dieses Jahr gemeinsam stellen. Zum vierten Mal in Folge überzeugte die Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz mit einem breitgefächerten Spektrum an vertretenen Fachbereichen und Themen. Unter dem Oberthema „Third Mission (im)possible?! Handlungsoptionen für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ kamen dieses Jahr mit 6 Vorträge und 5 Media-Session-Beträge Nachwuchswissenschaftler*innen aus ganz Deutschland und Teilen Europas zusammen, um gemeinsam über ihre Forschungsergebnisse und deren Vermittlung im Bereich der Wissenschaftskommunikation zu sprechen.

In diesem Jahr durften wir gleich zwei Keynotespeaker begrüßen: Am Donnerstag erläuterte Ricarda Ziegler (Wissenschaft in Dialog) das „Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit“ und stellte dabei die Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2022 vor. Am Freitag führte Prof. Andrea Geier (Universität Trier) die Diskussion über die Notwendigkeit von guter Wissenschaftskommunikation fort und ging in ihrem interaktiven Vortrag vor allem auf „Möglichkeiten und Herausforderungen digitaler Wissenschaftskommunikation“ via Twitter ein.

Persönlicher Austausch und Networking waren auch dieses Jahr bei unserer Konferenz großgeschrieben. Unsere digitalen „Stehtische“ boten Teilnehmenden die Möglichkeit, sich zwischen den Vorträgen über die verschiedensten Themen rund um die PhD-Phasezu unterhalten, insbesondere zu Themen, bei denen wir uns alle meist auf uns allein gestellt fühlen - sei es Schreibblockaden, Finanzierung, die Schnittstelle von Person und Promotion. 

Organisiert wurde die 4. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz vom DocColloq-Team, bestehend aus den Promovierenden Amanda Boyce, Christopher Groß, Tim Hartelt und Sarah Thiery sowie unserer studentischen Hilfskraft Leia Hermesdorf – wir bedanken uns bei allen Vortragenden und Teilnehmer*innen!

Im veröffentlichten Book of Abstracts sind die Abstracts aller Vorträge, Media Sessions und Keynotes sowie Vorworte vom Team und dem Graduiertenzentrum der Universität Trier zu finden. Weiterhin wurden ein paar Eindrücke der Konferenz gesammelt und das gemeinsam erarbeitete Produkt der Konferenz – eine Mind-Map zum Konferenz-Thema – abgedruckt.

Bericht über die 3. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz in Trier am 3.12.2021 (online)

Vermessungen unter Weltraumbedingungen, Verbreitung von Fledermäusen, sozioemotionales Erleben in der Schule oder Kommunisten ohne kommunistische Ideologie – solch ein breites Themenspektrum findet man wohl nur auf den wenigsten Konferenzen. Bei der 3. Interdisziplinären Graduiertenkonferenz hingegen stellten Promovierende aus den verschiedensten Fachbereichen ihre Promotionsprojekte in 6 Vorträgen und 7 Media-Session-Beiträgen vor. Die Promovierenden nahmen an der online veranstalteten Konferenz aus ganz Deutschland sowie dem europäischen Ausland teil. Damit wurde das Konferenzthema „Entgrenzungen“ auf vielfältige Weise umgesetzt: Grenzen zwischen den Disziplinen und zwischen verschiedenen Universitäten wurden gesprengt und ein fächerübergreifender Austausch ermöglicht.

Auf starke Begeisterung stieß bei den Teilnehmenden die Key-Note von Dr. Christina Möller (FH Dortmund), die über Ungleichheiten in der Wissenschaftskarriere sprach und dabei empirische Befunde zu Ungleichheitsfaktoren wie soziale Herkunft, Migrationsbiografie und Geschlecht vorstellte – hier müssen definitiv noch Grenzen aufgelöst werden! Besonders positiv wurde auch das erfrischend neue Format der Media Session wahrgenommen: Hier präsentierten die Vorstellenden unter anderem Videos und interaktive Poster und nutzen damit die vielfältigen digitalen Möglichkeiten, um ihre Forschung einem zumeist fachfremden Publikum auf verständliche Weise zu vermitteln.

Neben den Präsentationen blieb natürlich auch Zeit für einen informellen Austausch, unter anderem während der „Stehtisch-Gespräche“ zu Themen wie „Promotion und Familie“, „Wissenschaftliches Publizieren“ oder „Diversität und Identität“. Für Abwechslung zwischendurch sorgte das gemeinsame Origami-Falten, das ein willkommener Anlass für eine kurze Pause vom Bildschirm war. Das Origami-Papier sowie Teebeutel und pflanzbare Stifte als kleine Give-aways bekamen die Teilnehmenden im Vorfeld im Rahmen eines Konferenz-Paketes zugesandt und erinnern sich beim Wachsen der Pflanzen vielleicht an die ereignisreiche Konferenz.

Organisiert wurde die 3. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz vom Team des DocColloqs. Zu den OrganisatorInnen zählten Amanda Boyce, Laura Simonis, Oksana Petruk, Sabine Lippert und Tim Hartelt.

 

  • Konferenzprogramm
  • Abstractband
  • Ausgewählte „Media Session“-Beiträge
    • Antonia Hammer, Universität Greifwald: Range expansion and dispersal in the Lesser Horseshoe Bat
    • Imen Helali, University of Liège: The boundary-INTERFACE: A Passage between the Levels of the Semiotic Practices Theory 
    • Jerome de Cooman, University of Liège: Something Old, Something New: Addressing Technological Innovation Through the Lens of Time
    • Jessica Gnas, Elena Mack & Julia Matthes, Universität Trier: Sind eine hohe intellektuelle Begabung und Leistungsstärke in der Grundschulzeit gut für das sozioemotionale Erleben von Schule?
    • Marie Rathmann, Universität der Bundeswehr Hamburg: Entgrenzungen digitaler Lern- und Arbeitspraktiken. Erste Ergebnisse der Längsschnittuntersuchung des Projektes DigiTaKS*

Bericht über die 2. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz in Trier am 11.12.2020

Der auch im Dezember 2020 – immer noch – aktuellen Corona-Lage zum Trotz fand die 2. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz an der Universität Trier am 11. Dezember 2020 als reines Online-Format über Zoom statt. Dem Teilnahmeaufruf der Organisatorinnen Ref. iur. Camilla Haake und Natalie Tröller, M.A., folgten in diesem Jahr rund vierzig angehende, aktuelle und ehemalige Doktorandinnen und Doktoranden aus ganz Deutschland, Luxemburg sowie zum Teil sogar aus Übersee.

Wie bereits im Rahmen der im Jahr 2019 erstmals erfolgreich durchgeführten ersten Auflage der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ein buntes Programm von und für Promovierende freuen:

Für den diesjährigen Key Note-Vortrag zum Thema „Wissenschaftskommunikation: ,Warum‘ und vor allem ,wie‘?“ konnten die Organisatorinnen Dr. Michèle Weber, promovierte Immunologin und stellvertretende Chefredakteurin der luxemburgischen Webseite für Wissenschaftsvermittlung science.lu, gewinnen. Als „Best Practice Beispiel“ für gelungene Wissenschaftsvermittlung folgte sodann der Impulsvortrag „Mit guter Sicht durch die Nacht“ von Dr. Anna Stöckl, Trägerin des „KlarText“-Preises für Wissenschaftskommunikation der Klaus Tschira-Stiftung für das Fach Neurowissenschaften des Jahres 2017, über das Orientierungsverhalten von Nachtschwärmern.

In anschließenden 15-minütigen Kurzvorträgen präsentierten sechs Promovierende die Forschungsthemen ihrer Doktorarbeiten in den Fächern Psychologie, Politikwissenschaft, Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre, Philosophie, Felsmechanik und Bergbau sowie Bestandsentwicklung. Trotz der neuen virtuellen Einkleidung der Konferenz kam auch in diesem Jahr die beliebte Posterschau nicht zu kurz: Unter Verwendung des Programms „Gather.Town“ konnten die TeilnehmerInnen sechs aufwändig gestaltete wissenschaftliche Poster bestaunen und sich von ihren Machern, ebenfalls Promovierenden aus den Bereichen Psychologie, Politikwissenschaft, Pädagogik, Soziologie sowie Fügetechnik und Werkstoffprüfung in fünf- bis zehnminütigen Kurzvorträgen erläutern lassen.

Kleine „Konferenz-Packages“, bestehend aus Informationen rund um die Veranstaltung und eigens angefertigten Give-aways mit dem neuen Logo des „DocColloq“, die die Organisatorinnen den TeilnehmerInnen im Vorfeld der Veranstaltung per Post zukommen ließen, sorgten auch in diesem Jahr des „social distancing“ für das nötige „Konferenz-Feeling“!

Das offizielle Programm der 2. Interdisziplinären Graduiertenkonferenz 2020 finden Sie hier.

Bericht über die 1. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz in Trier am 6.12.2019

Am 6.12.2019 startete die erste Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz erfolgreich. Organisiert wurde die Veranstaltung von den beiden Leiterinnen der Hochschulgruppe „DocColloq“, Camilla Haake und Natalie Tröller, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den überfachlichen Austausch zwischen Promovierenden stärker zu fördern.

20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler haben an der Tagung teilgenommen, die die Hochschulgruppe der Universität Trier „DocColloq“ organisiert hatte. Nicht nur Promovierende der Universität Trier, sondern auch von allen anderen deutschen Hochschulen waren eingeladen. In 15-minütigen Kurzvorträgen präsentierten Promovierende ihre Doktorarbeiten, beispielsweise aus den Bereichen Psychologie, Wirtschaft oder Design. Bei einer Posterschau wurden weitere spannende Forschungsthemen, unter anderem aus der Japanologie und der Germanistik, präsentiert. Als Konferenzteilnehmer staunte man über die Vielfalt universitärer Forschung, mit welchen Methoden die Promovierenden an die verschiedenen Themenstellungen herangehen und vor allem auch, mit wie viel Leidenschaft geforscht wird.

„Wir freuen uns, wie gut die Konferenz angenommen wurde“, zogen die beiden Organisatorinnen, Politikwissenschaftlerin Natalie Tröller und Rechtswissenschaftlerin Camilla Haake, Bilanz. Gefördert wurde die Tagung durch das Programm TriGUT des Graduiertenzentrums der Universität Trier (GUT). Zweimal im Jahr können Postgraduierte und Postdocs aus diesem Fördertopf Gelder für selbst organisierte Konferenzen und Tagungen beantragen.

Durch die Förderung konnte „DocColloq“ unter anderem Dr. Marlies Klamt als KeyNote-Speakerin einladen. Sie betreibt den Blog und Podcast „Glücklich promovieren“ und sprach in ihrem Vortrag über die Herausforderungen beim Promovieren wohl vielen Anwesenden aus der Seele. Auf dem Programm der Konferenz standen darüber hinaus auch ein „Science Speed Dating“, bei dem Kontakte geknüpft werden konnten.

Das Programm der ersten Konferenz im Jahr 2019 können Sie hier einsehen.

 

Als Promovendin eine Konferenz organisieren

Zur Nachberichterstattung zur 1. Interdisziplinären Graduiertenkonferenz, und als Vorausblick zur zweiten Auflage sprechen die Organisatorinnen Natalie Tröller und Camilla Haake hier zu Gast bei Dr. Marlies Klamt im Podcast "Glücklich Promovieren".

Bericht über die 1. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz
Bericht über die 1. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz
Bericht über die 1. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz