Phonetik - Und dann? Alumni aus der Trierer Phonetik geben Einblicke in ihre beruflichen Tätigkeiten

In dieser Reihe geben ehemalige Studierende der Phonetik an der Universität Trier Einblicke in ihre Werdegänge und ihre aktuellen beruflichen Tätigkeiten.

Auch laden wir einschlägige Expert*innen ein, die zu einem bestimmten Thema sprechen.

Aktuelle Vorträge

11.05.2026

Caroline Kleen studierte von 2016 bis 2019 Soziologie und Empirische Sprachwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und befasste sich in ihrer Bachelorarbeit mit prosodischer Anpassung im Dialog. Ihren Master in Phonetik absolvierte sie von 2019 bis 2022 an der Universität Trier, wobei sie die Klassifikationsleistung linguistischer Laien bei Regionalakzenten untersuchte. Im Anschluss wechselte sie an die Universität Marburg in das Projekt „AnDy“ (Automatische Analyse der Dynamik dialektalen Sprechens mit Methoden der Künstlichen Intelligenz). Dort begann sie ihre Promotion zur akustischen Vokalvariation in Deutschland. Ihr Promotionsvorhaben führt sie im Rahmen eines Cotutelle-Verfahrens als binationale Promotion in Kooperation mit der Universität Verona durch, was sie für mehrere Forschungsaufenthalte nach Italien führte. Nach dem planmäßigen Abschluss des Projekts Ende 2025 konzentriert sie sich derzeit auf die Fertigstellung ihrer Dissertation.

Devi Nuscheler studierte von 2017 bis 2020 Linguistik an der Goethe-Universität und verfasste ihre Bachelorarbeit zum Einfluss von Telefonübertragung auf die Wahrnehmung des Sprecher*innenalters. Anschließend absolvierte sie ihren Master in Trier (bis 2023) mit einer Arbeit zu akustischen Eigenschaften von dog-directed speech unter Berücksichtigung individueller Persönlichkeitsfaktoren. Heute ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Marburg im Projekt „Language Acquisition across Varieties in the Alemannic Area“ (LAVA) und promoviert zum bivarietären Spracherwerb im alemannischen Raum. In ihrer Forschung untersucht sie insbesondere die psycholinguistische Verarbeitung der alemannischen /s/-Palatalisierung mithilfe von Eye-Tracking und vergleicht diese mit phonologischen Produktionsdaten.

Nathalie Elsässer studierte von 2017 bis 2021 Computerlinguistik (HF) und Phonetik (NF) und absolvierte anschließend im Jahr 2024 ihren Master im Kernfach Phonetik an der Universität Trier. Während ihres Masterstudiums arbeitete sie als studentische Hilfskraft in der Phonetik. Für ihre Masterarbeit beschäftigte sie sich mit der Akustik und Artikulation des Palatalisierungskontrast von verschiedenen Sprecherinnengruppen des Russischen. Seit Oktober 2024 ist Nathalie Elsässer Doktorandin am Institut für Schallforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und beschäftigt sich im Rahmen des Projekts "Variation of /r/: a challenge for speakers and listeners" mit der unterschiedlichen Aussprache des /r/-Lautes im österreichischen Deutsch.


Vergangene Vorträge (Auswahl)

30.06.2025

Dr. Astrid Schmiedel (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sorbischen Institut in Bautzen)
Dr. Astrid Schmiedel hat Phonetik und Linguistische Datenverarbeitung (Computerlinguistik) an der Universität Trier studiert und in Trier zum Thema „Phonetik ironischer Sprechweise – Produktion und Perzeption sarkastisch ironischer und freundlich ironischer Äußerungen“ promoviert. Seit 2018 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sorbischen Institut in Bautzen, wo sie an der Entwicklung einer Vorlesefunktion für die nieder- und obersorbische Schriftsprache beteiligt war und aktuell zur Automatischen Spracherkennung für Nieder- und Obersorbisch arbeitet.

Vivien Meyer (Forensische Sprecher- und Autorenerkennung im Berliner LKA)
Vivien Meyer studierte von 2017 bis 2024 Germanistik und Phonetik im Bachelor sowie Computerlinguistik und Phonetik im Master an der Universität Trier. Während ihres Studiums engagierte sie sich als studentische Hilfskraft in der Phonetik und war aktiv im Fachschaftsrat. Zusätzlich übernahm sie ein Ehrenamt beim HörBIZ e.V. Trier, wo sie mit kommunikationsbeeinträchtigten Menschen arbeitete und als selbstständige Referentin tätig war. Im Rahmen ihres Masterstudiums absolvierte sie ein Erasmussemester in Spanien im Fach „Language Analysis and Processing“ und knüpfte durch ein Praktikum bei der Polizei Brandenburg erste Kontakte zur forensischen Phonetik. Derzeit arbeitet sie als Werkstudentin im Bereich Sprecher- und Autorenerkennung beim Landeskriminalamt Berlin.

 

23.04.2024

Thema: Akademische Karriere

Prof. Dr. Melanie Weirich (Universität Jena) hat von 2000 bis 2006 Phonetik, Germanistik und Psychologie an der Universität Trier und der "Mittuniversitetet" in Östersund (Schweden) studiert. Sie hat dann an der HU Berlin zu sprecherspezifischen Merkmalen bei Zwillingen promoviert. Weitere Stationen ihrer wissenschaftlichen Karriere waren das Leibnis-ZAS in Berlin, die Universität Jena und die Universität Konstanz. Seit 2021 hat Melanie Weirich eine Heisenberg Professur für Sprechwissenschaft und Phonetik an der FSU Jena inne. Sie ist sehr aktiv in der phonetischen Forschung, wobei ein zentraler Forschungsschwerpunkt die Soziophonetik darstellt. Im Vortrag wird Prof. Weirich über ihren akademischen Werdegang berichten und auf Herausforderungen, aber auch Bereicherungen eingehen.

Dr. Agnes Schindler (GUT Universität Trier) ist Geschäftsführerin des Graduiertenzentrums der Universität Trier (GUT). Das GUT als zentrale Komponente der akademischen Nachwuchsförderung an der Universität Trier unterstützt Promotionsinteressierte, Promovierende und deren Betreuer*innen Postdoktorand*innen, Juniorprofessor*innen in vielen organisatorischen und strukturellen Belangen. Dr. Agnes Schindler wird in ihrem Vortrag verschiedene Möglichkeiten der Promotion vorstellen, auf persönliche Anforderungen eingehen sowie die Angebote des GUT vorstellen, die Sie als Studierende bereits nutzen können.

 

20.07.2023

Annina Heine hat von Oktober 2005 bis Dezember 2010 Phonetik und Anglistik an der Uni Trier studiert. Nun arbeitetet sie seit einigen Jahren bei Cerence (ehemals Nuance). Cerence befasst sich mit Sprachsynthese und Spracherkennung für Automobilsoftware. Als Speech Scientist im Speech Output Team baut sie dort mit Kolleg:innen Sprachdatenbanken und optimiert den akustischen Output der in den Datenbanken enthaltenen Prompts für die Automobil-Kunden.

Carolin Schmid hat 2012 ihren Magister in Phonetik, Französisch und Soziologie absolviert. Ihre Magisterarbeit hat sie im Rahmen eines Erasmuspraktikums in Paris geschrieben. Sie erhielt danach eine Forschungsstelle am Institut für Schallforschung in Wien, Gruppe 'Akustische Phonetik'. Neben ihrer Promotion hat sie ein Praktikum im Krankenhaus im Bereich Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern gemacht, wo sie danach angestellt wurde und aktuell arbeitet.

 

19.12.2022

Jessica Büchs (Logopädin in der Uniklinik RWTH Aachen)
Jessica Büchs studierte an der Universität Trier im Hauptfach Phonetik und im Nebenfach Psychologie und anglistische Linguistik. Sie absolvierte danach eine Ausbildung zur Logopädin und forscht seit Oktober 2021 zum Thema "Unterstützte Kommunikation" in der Uniklinik Aachen, wo sie als Logopädin in der Phoniatrie und Pädaudiologie tätig ist. 

 

19.05.2022

Dr. Astrid Schmiedel (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sorbischen Institut in Bautzen)
Dr. Astrid Schmiedel hat Phonetik und Linguistische Datenverarbeitung (Computerlinguistik) an der Universität Trier studiert und in Trier zum Thema „Phonetik ironischer Sprechweise – Produktion und Perzeption sarkastisch ironischer und freundlich ironischer Äußerungen“ promoviert. Seit 2018 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sorbischen Institut in Bautzen, wo sie gerade am Ausbau des Internet-Sprachportals zum Obersorbischen sowie der Entwicklung einer Vorlesefunktion für die nieder- und obersorbische Schriftsprache arbeitet.

 


Die Texte zu den Vortragenden beziehen sich auf den Zeitpunkt des Vortrags.