Programm anlässlich des 27. Januar 2026

"Sterne ohne Himmel - Kinder im Holocaust"

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AUSSTELLUNGSDAUER: 12. Januar bis 7. Februar 2026
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Montag, 12. Januar 2026, 19:00 Uhr
ÖFFNUNGSZEITEN UND ORT: Montag bis Samstag, während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek in der Volkshochschule Trier, Atrium, Domfreihof 1 b, 54290 Trier

Der gelbe Stern, den auch jüdische Kinder tragen mussten, war kein Stern der Erleuchtung, sondern der Stigmatisierung und Ausgrenzung. Etwa 1,5 Millionen jüdische Kinder wurden während des Holocaust umgebracht. Die wenigen, die ihn überlebten, geben uns ein Zeugnis dessen, was sie zu erleiden hatten und wie sie um ihr Leben in den verschiedensten Situationen kämpfen mussten. Kindheit, wie wir sie verstehen, war in den Jahren der Verfolgung und Vernichtung nicht mehr möglich. Diese sogenannten „Child Survivors“ zeigten in vielfältigster Weise spielerische Fantasie und Kreativität, die ihnen half, inmitten des Grauens zu überleben und Mensch zu bleiben.

Angela Moré ist Sozialpsychologin und forscht seit vielen Jahren zu den transgenerationalen Folgen von Traumata, Schuld und Scham – insbesondere in Bezug auf den Nationalsozialismus und Holocaust. Sie wird in ihrem Vortrag zur Eröffnung der Ausstellung die Zuhörenden mit einigen dieser Schicksale und ihren Folgen vertraut machen.

VERANSTALTENDE: Volkshochschule Trier in Kooperation mit der Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL der Universität Trier, AG Frieden e. V., Katholische Hochschulgemeinde Trier, Evangelische Studierendengemeinde Trier – mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Rundgang gegen das Vergessen: Trierer Kinder als Opfer des Holocaust

Kinder im Holocaust
Foto: Yad Vashem, Zwei jüdische Kinder im Holocaust

Trierer Kinder als Opfer des Holocaust: Ein Rundgang durch die Trierer Innenstadt

ZEIT: Sonntag, 25. Januar 2026, 15:00 Uhr
TREFFPUNKT: Friedens- und Umweltzentrum, Pfützenstraße 1, 54290 Trier

Vor dem Hintergrund der Ausstellung „Sterne ohne Himmel“ erinnern wir mit diesem Rundgang an Kinder aus der Stadt Trier, die als Juden oder als Angehörige der Volksgruppen der Sinti und Roma oder wegen ihrer Beeinträchtigungen Opfer des mörderischen Nazi-Regimes wurden.

VERANSTALTENDE: Arbeitskreis "Trier im Nationalsozialismus" der Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V.

Ökumenischer Gottesdienst 2026

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Die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) und die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) Trier laden aus Anlass des Gedenktages - wie in den Vorjahren - zu einem Ökumenischen Gottesdienst ein. Er findet am 27. Januar 2026, um 18:00 Uhr im kleinen Pfarrsaal in St. Augustinus (Im Treff an der Uni) statt.

Gedenksitzung des Landtags Rheinland-Pfalz

Frauenstraflager Flußbach
Frauenstraflager Flußbach

ZEIT: Dienstag, 27. Januar 2026, 11:00 Uhr
ORT: Landtag Rheinland-Pfalz, Platz der Mainzer Republik 1, 55116 Mainz
LIVESTREAM: http://www.landtag.rlp.de/

„Den vielleicht größten Teil dessen, was den Menschen
aufgeladen war, haben die Frauen der Völker getragen.
Ihr Leiden, ihre Entsagung und ihre stille Kraft vergißt
die Weltgeschichte nur allzu leicht.“
Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985

Parlament, Regierung und geladene Gäste kommen zur zentralen Gedenksitzung des Landes im Landtag Rheinland-Pfalz in Mainz zusammen. Im Mittelpunkt stehen die noch immer häufig übersehenen Opfer der NS-Diktatur: Frauen und Mädchen. Gerade sie mussten viel Leid ertragen. Auf dem Gebiet des heutigen Lands Rheinland-Pfalz lag das Frauenstraflager Flußbach bei Wittlich. Es bestand vom 15. August 1942 bis Ende September 1944 und war lange Zeit vergessen.

Neben Landtagspräsident Hendrik Hering und Ministerpräsident Alexander Schweitzer wird die ehemalige Leiterin der Gedenkstätte Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, Dr. Insa Eschebach, sprechen. Das Schulprojekt des Gymnasiums Nackenheim stellt Biografien verfolgter Frauen vor. Eine Gesprächsrunde mit vier Nachfahrinnen von NS-Opfern und Expertinnen gibt Einblicke in die Auswirkungen der Verfolgung auf die Familien bis zum
heutigen Tag.

Der SWR überträgt die Gedenkveranstaltung live in seinen dritten Fernsehprogrammen und im Internet.

VERANSTALTENDER: Landtag Rheinland-Pfalz

Landtags-Broschüre "Gedenken 2026"

Titelseite

Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
(Für die PDF-Datei bitte auf das Titelbild klicken)

Partner

Diese Gedenkausstellung zum 27. Januar 2026 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Forschungs- und  Dokumentationsstelle SEAL Universität Trier, der AG Frieden Trier, der Volkshochschule Trier, der Katholische Hochschulgemeinde und der Evangelischen Studentinnen- und Studentengemeinde Trier.

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