Willkommen

Der interdisziplinäre Studiengang Interkulturelle Gender Studies (Nebenfach) wird von neun Disziplinen aus den Sprach-, Medien-, Literatur- und Sozialwissenschaften gestaltet. Er führt die an der Universität Trier etablierten Schwerpunkte Gender Studies und Interkulturalitätsforschung / Postcolonial Studies zusammen. 

 

Koordiniert wird der Studiengang vom Centrum für Postcolonial und Gender Studies (CePoG)

                                                                                                                                    

Nach dem Einführungsmodul – ein Erfahrungsaustausch

Ihre Eindrücke schildern (von links) Danielle Petry (Hauptfach Germanistik), Çaglayan
Ülkü (Zertifikat Gender Studies), Maria Bartels (HF: Computerlinguistik), Julia Boes (HF:
Germanistik) und Nicole Fleckinger (HF: Kunstgeschichte)

 

Haben sich deine Erwartungen an den Studiengang/das Zertifikat erfüllt?

Danielle: Meine Erwartungen haben sich erfüllt: Ich habe durchaus das Gefühl, in den beiden Einführungsveranstaltungen ein Basiswissen erhalten zu haben, auf dem ich für die weiteren Kurse aufbauen kann.

Çaglayan: Ich konnte mir grob vorstellen, welche Inhalte wir erarbeiten würden. Mein Hintergrundwissen war aber nur bedingt eine Hilfe. Ich habe auch richtig gemerkt, dass alle Theorien, die unbestimmt in meinem Hinterkopf waren, plötzlich Gestalt annahmen. Ich habe viel über die Kultur gelernt, in der ich lebe.

Maria: Das Vorurteil von Vorlesungssälen gefüllt mit Frauen wurde offensichtlich erfüllt...

Nicole: Leider scheinen die Gender Studies eine eher abschreckende Wirkung auf männliche Studierende zu haben. Die Gender Studies sind zwar aus dem Feminismus erwachsen, behandeln heute jedoch Themen, die alle etwas angehen. Inhaltlich hat der Studiengang meine Erwartungen übertroffen. Mir war vorher nicht klar, dass so viele gute theoretische Konzepte existieren, auf die man aufbauen kann.

 

Julia: Durch die Grundlagentexte wurde mir deutlich, dass die Konstruktion von Geschlecht historisch bedingt und heute eine hochwirksame Kategorie ist. Das Gleiche gilt für die Postcolonial Studies: Wie das ‚Andere‘ der Selbstkonstruktion dient, ist eine spannende Frage, die man an zahlreiche aktuelle Geschehnisse stellen kann.

Stellt der Studiengang eine persönliche Bereicherung für dich dar? 

Maria: Fachlich besonders interessant sind die Analysen der Normalität, der Gesellschaft, die mit ihren kulturell kodierten Vorstellungen den Blick auf die Geschlechter und das Ich beeinflussen. Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung gibt es viele Wahlmöglichkeiten und entsprechende Freiräume zur Verwirklichung eigener Studieninteressen in unterschiedlichen Fachbereichen.

Danielle: Was mir an dem Studiengang besonders gut gefällt ist seine Alltagstauglichkeit. Wir haben beispielsweise besprochen, inwiefern unsere Gesellschaft von der zweigeschlechtlichen Wahrnehmung beeinflusst wird. Wer kennt das nicht, dass man sein Gegenüber stets auf eine eindeutige Kategorie festlegen möchte? Man hat die sozial vorgegebenen Normen derart verinnerlicht, dass es schwerfällt, sie abzulegen. Für mich ist der Studiengang tatsächlich eine persönliche Bereicherung, da er meinen Blick auf bestimmte Aspekte verändert hat.

Nicole: Die Gender Studies gelten als eine eher ‚unbequeme‘ Wissenschaft, da sie tradierte Denkmuster infrage stellen und somit verunsichern. Dabei bieten sie aber auch die Möglichkeit, umzudenken. Gender Theorien entlarven allgegenwärtige Denkmuster als kulturelle Konstruktionen und weisen damit einen Weg, diese auch im eigenen Denken und Handeln zu erkennen. 

Julia: Aus einer kritischen Wissenschaftstradition heraus werden hier Deutungshoheiten angegriffen. Diese hinterfragende Haltung in meinen Alltag zu übertragen, eröffnet mir neue Sichtweisen. Z.B. ist es wirklich interessant, mit der ‚Gender-Brille‘ oder der ‚Postkolonial-Brille‘ Fernsehen zu gucken oder einkaufen zu gehen. Der Studiengang mahnt mich aber auch dazu, meine eigenen Einstellungen kritisch zu prüfen – und er steht wohl selbst exemplarisch für die Historizität von Wissensbeständen.

Çaglayan: Alle Veranstaltungen hatten ein sehr hohes Niveau. Ich habe viel Zeit mit Lesen verbracht – allein aus persönlichem Interesse. Meine Motivation lag darin, dass ich mit Wissen über Feminismus, Postkolonialismus oder Interkulturalität starke Alltagsbezüge herstellen und diese auch rege mit meinem Umfeld diskutieren konnte.

 

 

Veranstaltungstipp

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Workshop: Bloggen in den CAMPUSnews

Freitag, 28. Juli, 14-18 Uhr, Raum B 19

Kontakt

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Koordinationsstelle für
Postcolonial und
Gender Studies [CePoG]

Dr. Elisa Müller-Adams
Raum A 435

Tel.: 0651/201-2121
E-Mail: cepoguni-trierde

Sprechstunde: nach Vereinbarung