Exkursionen
Die zahlreichen Exkursionen und Ortstermine tragen zur besonderen Attraktivität des Studiums der Kunstgeschichte an der Universität Trier bei. Vor den Originalen werden so ganz neue Einsichten gewonnen. Exkursionen erlauben es, die Studierenden einerseits mit zentralen Arbeitsfeldern der Disziplin, mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Museumsberufe, der Denkmalpflegeinstitutionen etc. bekannt zu machen und sie andererseits an die Analyse von und die Arbeit mit Originalen heranzuführen.
Aktuelle Exkursionen (SoSe 2026)
Ortstermin "Living History" im Keltenpark
Am Samstag, den 04.07.2026 bietet Tanja Kilzer einen Ortstermin im Rahmen des Seminars „Haus und Siedlung im vormodernen Europa“ an. Gerne können Sie sich noch anschließen!
Wir besuchen das Freilichtmuseum „Nationalpark-Tor Keltenpark“ in Otzenhausen (ca. 35 Minuten von der Uni entfernt) und entdecken die Siedlungsstruktur und seine Darstellung im Museum sowie das vorliegende „Living-History“-Konzept des Museums,
Der Keltenpark Otzenhausen im Saarland bietet mit seinem rekonstruierten Keltendorf einen faszinierenden Einblick in das Leben vor 2.000 Jahren. Direkt am Fuße des imposanten, über 10 Meter hohen Ringwalls „Hunnenring“ gelegen, vermitteln zehn nachgebaute Gebäude ein Bild keltischer Architektur. Im Schatten des monumentalen Ringwalls untersuchen wir die bautechnische Umsetzung der Wohn- und Wirtschaftsgebäude und hinterfragen dabei die wissenschaftliche Belastbarkeit dieser Siedlungsmodelle. Der Ortstermin bietet Gelegenheit, das Spannungsfeld zwischen bauforscherischem Befund, Rekonstruktion, didaktischer Wissensvermittlung und dem populären „Living-History“-Konzept direkt am Objekt zu dekonstruieren. Diskutieren Sie mit uns vor Ort, wo fundierte historische Rekonstruktion endet und ein fiktives Geschichtsbild beginnt!
Der Eintritt kostet: 6€ für das Museum und das Freilichtmuseum
Melden Sie sich bitte bei Interesse an bei: Dr. Tanja Kilzer M.A. M.A. (kilzeruni-trierde)
Exkursion: Flämische Malerei 1500-1650 in Antwerpen und Amsterdam

Um 1600 ist das kosmopolitische Antwerpen eine der reichsten Städte Europas. Die Blockade der Schelde 1648 leitet massive gesellschaftliche sowie kulturelle Veränderungen in Flandern ein, das bereits seit dem „Fall Antwerpens“ 1585 von den nördlichen Niederlanden gespalten ist. Die Stadt kann ihre Vormachtstellung als kulturelles Zentrum auch aufgrund der Vertreibung protestantischer Künstler nach Amsterdam nicht halten. Beschleunigt durch den internationalen Seehandel beginnen die nördlichen Niederlande zu florieren und läuten die lange als „Goldenes Zeitalter“ bezeichnete Epoche der Kunst ein
Die Exkursion wird die Entwicklung der flämischen Malerei vor dem Hintergrund religiöser und wirtschaftlicher Spannungen beleuchten. Die Werke sollen an den Originalen diskutiert und die Auseinandersetzung mit Arbeiten in ihrem Ausstellungskontext geschult werden. Die Antwerpener und Amsterdamer Museen bieten die Möglichkeit, die interdisziplinären Zusammenhänge auch über ihre historischen Sammlungen zu erfahren.
Geplant sind Besuche des Amsterdam Museum, des Het Scheepvaartmuseums, des Rijksmuseums, des Frans Hals Museum H’ART Museum in Amsterdam, sowie des Koninklijk Museum voor Schone Kunsten und des Rubenshuis in Antwerpen. (vorläufiges Programm)
Ort: Amsterdam (Tagesausflug nach Antwerpen)
Zeitraum: 28. Juli bis 2. August 2026
Exkursionsleitung: Patrick Rivière (leitender Kurator Internationales Maritimes Museum Hamburg)
An- und Abreise sowie die Unterkunft müssen von den Studierenden eigenständig gebucht und gezahlt werden. Handelt es sich um eine Pflichtexkursion, erhalten Sie einen Zuschuss des Fachbereichs in Höhe von 30€/Tag, der nach der Exkursion ausgezahlt wird.
Anmeldung erfolgt ausschließlich über das Sekretariat bei Frau Mertes (mertes@uni-trier.de) und ist bis zum 31.01.2026 möglich. Die Plätze werden vorrangig an Hauptfachstudierende und Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen, vergeben. Sie werden rechtzeitig über die Platzvergabe und weitere Schritte informiert.
Bitte geben Sie folgende Informationen an:
Name:
Matrikelnr.:
Studiengang: (Hauptfach oder Nebenfach)
Pflichtexkursion: (ja oder nein)
Modulzuordnung:
Die Veranstaltung kann in folgenden Modulen angerechnet werden:
BA3KUG2202: Ortstermine: Exkursionen zur Einführung (gilt als Museumsexkursion und architekturgeschichtliche Exkursion in einem!)
BA3KUG2207: Kunstgeschichte im Beruf
MA3KUG2200: Vertiefung der Gattungs- und Epochenkenntnisse I
Vergangene Exkursionen
Exkursion London: Englische Architektur und Kunst vom Mittelalter bis zur Moderne (2026)
Exkursionsbericht
Am Montag, den 16. Februar 2026, begaben wir uns als Gruppe von 14 Studierenden unter der Leitung von Tanja Kilzer nach London, um englische und internationale Kunst und Architektur vom frühen Mittelalter bis zur Moderne zu bestaunen.
Wir trafen uns am Mittag vor der National Gallery, sprachen über die markante neoklassizistische Architektur von William Wilkins und die zahlreichen Erweiterungen, die der Bau durchlief. Wir diskutierten über den Sainsbury Wing von Robert Venturi und Denise Scott Brown im Postmodernen Stil und wie sich Haupt- und Anbau ergänzen. Im Museum durchstreiften wir gemeinsam die mittelalterliche Sammlung, sprachen über die Werke von Fra Angelico und besahen das Gemälde der Arnolfini-Hochzeit (Jan van Eyck) aus nächster Nähe, bevor wir die weiteren Sammlungen des Museums bestaunten.
Nach unserem Besuch tauchten wir in die Geschichte der Seeschlacht um Trafalgar und Lord Nelson ein, in dem wir uns der Gestaltung des bekannten Trafalgar Square mit Gedenksäule widmeten.
Auf unseren Weg zum Evensong in der Westminster Abbey, schlenderten wir Whitehall herunter, bestaunten das Banqueting House und schauten durch den Zaun der Downing Street, bevor sich vor uns der Big Ben und der Palace of Westminster erstreckten.
Bevor der Regen ausbrach, konnten wir Westminster erreichen und in die anglikanische Tradition des Evensongs eintauchen. Danach ging es direkt weiter zur Architekturführung durch das Financial District sowie das frühere Elendsviertel White Chapel, wobei wir viel über die Sozialgeschichte des viktorianischen Zeitalters erfuhren, sowie dem krassen Gegensatz zwischen beiden Vierteln in unmittelbarer Nachbarschaft.
Am nächsten Tag ging es direkt am frühen Morgen zurück zur Westminster Abbey. Wir durchstreiften den Bau im Stil der französischen Hochgotik sowie die weiteren Anbauten wie die Lady Chapel mit ihrem berühmten Fächergewölbe, die unter Heinrich VII. entstand. Neben der Architektur erwarteten uns zahlreiche Gräber von bedeutenden Wissenschaftlern und Dichtern sowie auch britischen Monarchinnen und Monarchen.
Am Nachmittag ging es zum Tower of London. Wir entdeckten die fast tausendjährige Geschichte der Festungsanlage, durchliefen den White Tower, sahen die Kronjuwelen sowie die große Rüstungssammlung und die Hinrichtungsstätte von Anne Boleyn.
Im Anschluss ging es zum gemeinsamen Fish & Chips bzw. Süßkartoffel-Pommes essen und lernten in einer Architekturführung viel über die chinesische Kultur in London und das Viertel China Town.
Mittwochs fuhren wir gemeinsam mit dem Zug hinaus ins Londoner Umland nach Hampton Court Palace, dem Palast von Heinrich VIII. mit imposanter Gartenanlage. Wir waren verblüfft vom Hammerbalkengewölbe der Great Hall und den zahlreichen Schornsteinen aus Backstein sowie im Gartenbereich vom Labyrinth und dem Great Vine, die größte Weinrebe der Welt, die von Capability Brown im 18. Jahrhundert gestaltet wurde.
Zurück in London am Abend besuchten wir noch das Moco Museum für moderne, zeitgenössische und digitale Kunst. Werke von Banksy, Keith Haring und Andy Warhol warteten auf uns ebenso wie das digitale Spiegelkunstwerk „Endless Realities“ von Pulse Interactive.
Der Donnertag begann mit einem Spaziergang im Hyde Park zum Kensington Palace. Im Park sprachen wir über Gartenkunst und den Englischen Landschaftsgarten, trafen eine menge Hunde und Schwäne. Im Kensington Palace, der von Christopher Wren baulich massiv geprägt wurde, besuchten wir das Queen’s State Apartment, das für Maria II. ausgestattet wurde mit niederländischer Seidentapete, sowie das King’s State Apartment mit den beeindruckenden King’s Staicase mit dem Wandgemälde von William Kent. In der Ausstellung „Victoria: A Royal Childhood“ erfuhren wir etwas über die Kindheit und Jugend der späteren Königin.
Als kleine Pause gings es in die Ausstellung „Frameless: Immersive Art“, wobei wir das Konzept der immersiven Kunstausstellungen, die gerade einen massiven Trend darstellen, kontrovers diskutierten auch im Sinne von digitaler Kunst und dem möglichen Einsatz von KI.
Darauf ging es zur St. Pauls Cathedral, wobei wir nicht nur die Architektur bestaunten, sondern auch von der Kuppel einen fantastischen Blick auf London genießen konnten und das Grabmal von Lord Nelson in der Krypta besuchten. Bei einem Spaziergang an der Themse zur Tower Bridge konnten wir einen Blick auf The Shard werfen sowie auf weitere Hochhäuser, die seit den 2000er Jahren am Ufer entstanden. In der Tower Bridge erfuhren wir alles über die neogotische Brücke sowie ihrer Mechanik.
Am Abend ging es noch zum Banksy-Tunnel, in dem wir Sprayern bei der Arbeit über die Schulter sehen konnten und zugleich bekannte Kunstwerke von Banksy sowie temporäre Arbeit von anderen Sprayern in den Blick genommen werden konnten.
Am nächsten Tag erlebten wir eine kleine Überraschung mit einer Fahrt auf dem London Eye, wobei wir die umliegenden Stadtviertel aus der Höhe betrachten konnten und zugleich etwas über die Stadtmorphologie sowie der Geschichte von Riesenrädern erfuhren. Im Anschluss machten wir uns auf den Weg nach Greenwich über die Themse mit einer kleinen Bootfahrt. Dort besuchten wir das Royal Navy College mit der Painted Hall, die auch als sixtinische Kapelle des Nordens bezeichnet wird, sowie das Queens House, in dem das bekannte Armada Portrait von Elisabeth I. zu sehen ist sowie die markante Tulip Staircase. Am Nachmittag durften wir indes frei wählen, ob wir das Royal Observatory, das Maritime History Museum, die Cutty Sark oder auch das Fächermuseum in Greenwich besuchen möchten. Der Abend stand dann zur freien Verfügung, wobei einige von uns ins British Museum fuhren oder zum Natural History Museum.
Am Samstag begaben wir uns zur Tate Britain und beschäftigten uns mit den Präraffaeliten, wobei wir das Gemälde „Ophelia“ von Sir John Everett Millais diskutierten und über die Rolle des Models Elizabeth Siddals sprachen, die in einer Badewanne posieren musste. Zum Schluss widmeten wir uns den Werken William Turners in der Clore Gallery und verabschiedeten uns mit zahlreichen Eindrücken von einer spannenden Exkursion.
Ortstermin Roscheider Hof/Landesmuseum (Konz/Trier)

Am Sonntag, den 25.1.2026 von 10-15 Uhr bieten Tabea Braun und Claudia Reufer einen Ortstermin zum Roscheider Hof (Konz) und zum Landesmuseum Trier an. Wir starten mit einem Unibus vor dem Haupteingang des A-Gebäudes (Campus 1).
Der Roscheider Hof besitzt eine umfangreiche Sammlung an Takenplatten. Diese mit Ornament- und Bildreliefs gestalteten Eisenkunstgussplatten wurden in der Eifel und umliegenden Regionen ab dem 15. Jahrhundert hergestellt und hatten eine ganz spezifische Funktion: Sie dienten zur Beheizung von Wohnräumen.
Vor Ort werden wir zum einen über die regionale Herstellungstechnik und Funktion sprechen und zum anderen übergeordnete Fragen zu intermedialen Dynamiken oder künstlerischen Transferprozessen thematisieren. Woher stammen die Bildvorlagen und wer waren die Formschneider? Wie verhalten sich Motivwahl und Funktion zueinander? Welche Verbindungen zur Druckgrafik und anderen Kunstgattungen lassen sich erkennen?
Abschließend werden wir eine gusseiserne Platte im Landesmuseum besichtigen, die nicht nur hinsichtlich der Entstehungszeit und künstlerischen Ausarbeitung ein Objekt ersten Ranges ist, sondern zugleich ein spannendes Netz von Fragen zu Zentrum und Peripherie, zu grenzüberschreitendem künstlerischen Austausch, zu intermedialen Prozessen zwischen Holz, Stuck und Eisen sowie letztlich auch Fragen zu Rezeption und Nachleben spannt.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.1.2026 an reuferuni-trierde.
Ortstermin Moderne Architektur und Fotografie (Köln)
Am 02. Januar 2026 begaben wir uns mit sechs Studierenden sowie unseren Dozenten, Tanja Kilzer und Denis Grünemeier, ins rheinische Köln, um dort die Ausstellung „Smile! – Wie das Lächeln in die Fotografie kam“ zu besuchen sowie die moderne Architektur im Rheinauhafen zu besichtigen.
In der Ausstellung lernten wir, wie sich Konventionen innerhalb der Fotografie änderten in Bezug auf Gesichtsausdrücke, und Klasse, Gender, aber auch der Kontext der Aufnahme, dazu beitrugen wie Gefühle auf Fotografien in der Vergangenheit gezeigt wurden und auch heute noch werden. Hierbei stand die Entwicklung von den Anfängen der Fotografie im 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit von Social Media und öffentlicher Selbstinszenierung des Privaten im Vordergrund. Was wird durch die Mimik erzählt und was wurde und wird heute noch durch sie preisgegeben? Neben klassischen Fotografien standen Werbefotos und -anzeigen sowie auch der Bereich des Films im Fokus.
Nach dem Museumsbesuch begaben wir uns zum Rheinauhafen, wobei wir zuvor an der Hohenzollernbrücke vorbeigingen und auch das Denkmal für die homosexuellen Opfer der NS-Zeit besuchten, das mit seiner 30-jährigen Bestehenszeit eines der ältesten Mahnmale für diese Opfergruppe weltweit darstellt.
Am Rheinauhafen erfuhren wir alles zur Geschichte des Viertels, seinen Bezug zur Industrie- und Hafengeschichte Kölns sowie über den städtebaulichen Wettbewerb in den 1990er und 2000er Jahren zum Umbau des Areals. Auch denkmalpflegerische Betrachtungen durften nicht fehlen, da aktuell viele Gebäude eine Mischung aus Alt- und Neubau darstellen. Wir entdeckten die versteckten Schifffahrtssymbole, die der Architekt Fritz Eller im Schokoladenmuseum einbaute, sprachen über die neogotischen Zollhallen, über die Konstruktion der Kranhäuser und ihre Vorbilder, die Wolkenbügel, bevor wir den ultramodernen Microsoft-Bau aus ansahen, den Yachthafen durchquerten und über die Wohnwerft sprachen, einen Bau mit symbolischer Anlehnung an Hochseecontainer.
Wir verließen die Stadt Köln pünktlich mit einsetzendem Schneefall und vielen spannenden Eindrücken.





Ortstermin Düsseldorf: Film & Architektur
Am Freitag, dem 01.08.2025 machten wir uns mit einer Gruppe von acht Studierenden sowie den Dozenten Tanja Kilzer und Denis Grünemeier sowie unserem Fotografen Andreas Thull in der Frühe nach Düsseldorf mit dem Exkursionsbus auf, um moderne Architektur zu entdecken und zugleich das „Filmmuseum Düsseldorf“ zu besuchen. Wir schlenderten an der Rheinpromenade zum Mannesmann-Haus und Mannesmann-Hochhaus und entdeckten die Merkmale der Reformarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts am Bau von Peter Behrens kennen sowie die Charakteristika des frühen International Styles am Hochhausbau von Egon Eiermann, bevor wir uns zu unserer Führung zum „Filmmuseum“ aufmachten. Hier erfuhren wir alles über Düsseldorf als Filmlocation, die Nutzung von Kostümen, frühe Kinobauten sowie über die Geschichte des Films. Wir bestaunten Laterna Magica, die Camera Obscura, wurden in die Kunst des frühen Schattenspiels eingeweiht, bei dem wir unseren eigenen kleinen Animationsfilm konzipieren durften, besuchten die Filmsets von der Realverfilmung von „Petterson und Findus“ und wurden in verschiedene Kameraperspektiven und Techniken, wie dem „Green Screen“ eingeweiht. Interessant zeigten sich auch das Originalkostüm von „Nosferatu“, Requisiten aus „Der Herr der Ringe“ und „Cloud Atlas“ (gedreht z.T. in Düsseldorf) sowie Kostüme aus „Räuber Hotzenplotz“ und mehreren asiatischen Produktionen.
Am Nachmittag wandten wir uns wieder der Architektur zu und begaben uns durch die Düsseldorfer Altstadt bis zum Kö-Bogen, wo wir die Bauwerke von Daniel Libeskind bestaunten und in die historische Entwicklung einordneten. Wir erfuhren vieles über Denkmalpflege in Düsseldorf sowie die Abrissdebatte rund um den Kö-Bogen, der Bauwerke des Organischen Stils sowie des modernen Green-Buildings vereint, standen vor der Ikone der Nachkriegsmoderne, dem Dreischeibenhochhaus, und lernten vieles über den Theaterbau von Bernhard Pfau.
Zum Schluss besuchten wir noch den Bau der Deutschen Oper am Rhein, der fast dem Abriss zum Opfer gefallen wäre und immer noch stark gefährdet ist.
Mit vielen Eindrücken flüchteten wir am Nachmittag vor dem Regen zurück zum Bus. Ein gelungener Ortstermin!
Berlin: "Moderne in Plural" (2025)
Die Exkursion führt durch Berliner Sammlungen, die über Kunst aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1933 verfügen. Berlin war zu dieser Zeit ein Zentrum der europäischen Kunst, insbesondere der Avantgarden. Zugleich fanden die Werke des Impressionismus und der Klassischen Moderne in Berlin früh Eingang in museale Sammlungen. Auf der Exkursion fassen wir Malerei, Grafik und architektonische Bewegungen in den Blick. Dabei werden wir uns Grundwissen über die europäische Moderne erschließen und zugleich der Frage nach der Pluralität dieser ‚Epoche‘ und ihrer vielfältigen Strömungen nachgehen: In welchem Verhältnis standen das Lokale und das Internationale? Wie trafen Neuerungen und Traditionen aufeinander? Oder auch: welchen Anteil hatten Frauen an der Kunst der Moderne?
Auf dem Programm stehen Besuche der Alten Nationalgalerie und der Berlinischen Galerie, des Baukunstarchivs der Akademie der Künste, des Kupferstichkabinetts, der Liebermann-Villa sowie der Ausstellung zur expressionistischen Malerin Irma Stern im Brücke-Museum. Zudem sind eine Architekturführung und ein Ausflug nach Potsdam in das Museum Barberini mit seiner großen impressionistischen Sammlung geplant.
Leitung: M.A. M.A Tabea Braun
Termin: 20.–25. Juli 2025

Paris (2025)
„Der Louvre“, Paris, 17.-22.02.2025
Die große Exkursion des Wintersemesters 2024/25 führte 22 Kommilitoninnen und Kommilitonen unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Markus Rath nach Paris. Die Studierenden waren auf eigene Faust angereist, hatten entweder bereits vor der Kirche Saint-Eustache gefrühstückt oder kamen gerade noch von der nächsten Metrostation, an Ieoh Ming Peis gläsernen Pyramiden vorbei, zum Pavillon Richelieu gelaufen. Dann begann die Louvre-Exkursion! Anhand von zwei baugeschichtlichen Referaten erkundete die Gruppe die Fassaden der Cour carrée und dann den monumentalen Bau hin zum Tuileriengarten vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Abends ließ man den Tag in einem traditionell französischen Bouillon ausklingen und stieß auf die nächsten gemeinsamen Tage an.
Am zweiten Tag besuchten die Studierenden das Centre Dominique Vivant Denon (CDVD), das Forschungszentrum des Louvre, sowie das Deutsche Forum für Kunstgeschichte (DFK). Denn wie funktioniert Forschung am Louvre? Wie werden in einem solch großen Museumsapparat Entscheidungen getroffen? Antworten und weitere Einblicke gab Dr. Philippe Cordez, stellvertretender Direktor für museale Studien und Forschungsunterstützung im CDVD. Nach einer Stärkung im japanischen Viertel führte Dr. Elisabeth Fritz, stellvertretende Direktorin des DFK, die Studierenden durch die Räume des Hotel Lully. Den angehenden Kunsthistoriker:innen wurden vielfältige Angebote aufgezeigt: die Nutzung der spezialisierten Bibliothek aber auch die Möglichkeit eines Praktikums oder die einer Forschungsförderung.
Nun folgte das Herzstück der Exkursion: Drei ganze Tage im Louvre - und dennoch schien uns, sobald wir die Eingangskontrollen passiert hatten und endlich zwischen den Exponaten standen, die Zeit viel zu kurz angesichts der schieren Größe des Museums. Zumal, wie Herr Rath immer wieder betonte, jedes Werk ein Highlight sei. Hier, zwischen den Besucherströmen, machte sich auch das neue Guide-System unseres Faches verdient! Trotz einer tosenden Geräuschkulisse lauschten wir Herrn Rath, während er uns anhand eben dieser Highlights durch die Kunstgeschichte führte, und auch einander bei unseren Führungen zu den Themen: Propaganda & Politik; Das Fremde; Identität; Materialität; Intermedialität/Synagonismus; Wasser/Naturgewalten; Bewegung und Dynamik; Schönheit/Hässlichkeit; „Das selbstbewusste Bild“ und Privatheit & Alltag. Die drei thematischen Führungen Das Fremde, Identität und Schönheit ermöglichten es uns beispielsweise, einen jeweils anderen Blickwinkel auf Ingres’ Grande Odalisque zu werfen.
Eine Sorge bewahrheitete sich: Nicht alle Räume des Louvre wurden begangen! Doch niemand fuhr mit dem Gefühl nach Hause, etwas verpasst oder gar zu wenig gesehen zu haben. Neben dem Programm der thematischen Führungen blieb Zeit, um die beeindruckenden Pariser Kirchen zu erkunden oder über die Seine zum Musée d’Orsay zu laufen und den eigenen visuelle Bilderfundus noch weiter zu füttern. Vielmehr wurde uns bewusst, dass es im Louvre und in Paris noch vieles zu entdecken gibt – ein guter Grund, noch einmal zurückzukehren.
Es bleibt uns, den Teilnehmenden der Exkursion, nur noch eins zu sagen: Merci beaucoup pour cette excursion, Monsieur Rath ! Merci Paris et à bientôt.
Alina Prüfer und Hannah Weis
Hamburg (2024)
Programm:
Mo, 29.07. Anreise von Trier + Deutsches Auswandererhaus in Bremerhaven (Führung: Denis Grünemeier)
Di, 30.07. Deutsches Schifffahrtsmuseum, Bremerhaven (Kuratorinnenführung: Dr. Marleen von Bargen)
Mi, 01.08. Internationales Maritimes Museum (Kuratorenführung: Patrick Riviére) Besuch der Restaurierungswerkstatt (Gläsernes Atelier)
Do, 02.08. Hamburger Kunsthalle (KuratorInnenführung mit Dr. Maria Sitte) ab 16 Uhr Atelierbesuch bei Jochen Hein
Fr, 03.08, Binnenalster, Rathaus und angrenzend St. Georg
Venedig (2024)
Programm:
Di., 02.04.: Anreise in Venedig Mestre
Mi., 03.04.: Basilica di San Marco, Dogenpalast
Do., 04.04.: San Zaccaria, San Giorgio Maggiore, Il Redentore, Santa Maria della Salute
Fr., 05.04.: Gallerie dell´Accademia, ´Ca Rezzonico
Sa., 06.04.: Scuola Grande di San Rocco, Santa Maria Gloriosa dei Frari
Fr., 07.04.: Ponte della Constitutione (Santiago Calatrava), Peggy Guggenheim Collection, Punta della Dogana: Pinault Collection; Ausstellung Pierre Huyges
Nürnberg (2024)
Exkursionsbericht:
Auf den Spuren von Dürer, seinen Vorläufer sowie Nachfolgern und Nachahmern begab sich eine Gruppe Trierer Studierender gemeinsam mit unserem Kustos, Dr. Stephan Brakensiek, in die Graphische Sammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.
Dr. Christian Rümelin, der neue Leiter der Sammlung dort, öffnete uns die Graphikschränke und -kapseln und ließ uns Dürer & Co hautnah erleben. Vier Tage intensives Anschauen, Analysieren und Diskutieren öffneten uns alle ganz neue Perspektiven auf die Druckgraphik um 1500.
Französische Renaissance (2023)
Exkursionsbericht
Im Anschluss an das Seminar „Kunst der Macht – Macht der Kunst. Französische Renaissance“, welches im Wintersemester 2022/23 gelehrt wurde, reiste ein Dutzend Studierende mit JProf. Dr. Markus Rath, dem Dozenten der Veranstaltung, sowie Andreas Thull, dem Fotografen des Fachs Kunstgeschichte, vom 14. bis zum 18. Februar zu einer großen Exkursion nach Reims, Fontainebleau, Écouen und Chantilly.
Dienstag morgens waren zwei kleine Reisebusse von Trier aus in Richtung Frankreich aufgebrochen und transportierten einen Haufen Gepäck sowie die zwölf Exkursionsteilnehmer:innen sicher bis nach Reims. Der erste Stopp, ein Besuch der berühmten Kathedrale, diente nicht unbedingt als Exkurs in die Epoche der Gotik, sondern ließ sich vielmehr als Auftakt in die Beobachtung eines Kunsttransfers verstehen. Kreuzrippengewölbe, Archivolten(figuren), Fialen, Krabben, Kämpferlinie, Couronnement, Dreipass – nur eine kleine Auswahl an gotischen Elementen, die sich an und in der Reims Kathedrale finden lassen. Die Lerninhalte begrenzten sich daher nicht nur auf das Curriculum des Seminars, sondern festigten durch praktische Observation das Gelernte aus dem Propädeutikum der Architektur. Gotik wie auch „rinascita“ als Begriffe finden ihre Ursprünge in der italienischen Renaissancetheorie. Dass Monarchen, wie Franz I. und Heinrich II., eine Verschmelzung der Kunstformen zur eigenen emblematischen Inszenierung nutzten, sollte die Exkursion beispielhaft veranschaulichen. So offenbarte sich der Leitspruch des Seminars „Kunst der Macht – Macht der Kunst“ auch in den italienischen Kunst- und Künstlerimporten, den Werken der Schule von Fontainebleau oder der vielschichtigen Bedeutung der Medici.
Nachdem wir uns noch ein wenig in der Sonne auf der Platte vor der Kathedrale entspannt hatten, reisten wir weiter zu unserer ersten Unterkunft. In Fontainebleau galt es an diesem Abend nur noch libanesisches Essen zu genießen und einen Blick auf die morgige Sehenswürdigkeit durch die Dunkelheit zu erhaschen.
Am zweiten Tag widmeten wir unsere Aufmerksamkeit dem Schloss Fontainebleau. Mit über 1500 Zimmern bot die weitläufige Anlage des möblierten Châteaus, das eine eigene Kunstgeschichte der Innenausstattung birgt. So facettenreich wie die Exkursion selbst waren auch die Referate der Kommiliton:innen. Von der Baugeschichte und Architektur, über den bedeutendsten Repräsentationsraum Franz I. – die „Grande Galerie“ –, bis hin zur Ikonographie eben jener Räumlichkeit sprach man ausführlich auch über die Seminarinhalte hinaus. Die Besichtigung der Galerie eröffnete aufgrund dem ihr zugeschriebenen profanen und mythologischen Kosmos einen ebenso ausgeprägten Raum für die Diskussion der politischen Relevanz in den verschiedensten Kunstgattungen. Zusätzlich blieb Zeit, um durch die riesige Schlossanlage zu schlendern, individuelle Schwerpunkte zu setzen und in Ruhe das Gelernte zu reflektieren. Der Ballsaal und die Chambre de la Duchesse d’Étampes waren besonders eindrucksvoll und eröffneten ebenfalls eine Konversation über das zeitgenössische Ideal des ‚manieristischen‘ Körpers.
Das Schloss in Écouen war unser nächstes Ziel. Vor allem schmeichelte das Musée national de la Renaissance mit einer ruhigen Atmosphäre. Wir mussten das Museum mit nur wenigen Besucher:innen teilen. Besonders einprägsam gestaltete sich daher die Betrachtung der ausgestellten Tapisserien, auch Raritäten, wie bspw. Ledertapeten, und Keramiken. Die Emaillekunst stellte das politische Verhältnis sowie den Kunsttransfer zwischen Orient und Okzident dar. Ob eine Korallenstatue oder ein Uhrenschiff mit ausgeklügelter Mechanik – die Ausstellung des Schlosses Écouen überraschte mit ästhetischen, materiellen und technischen Innovationen und zeigte verschiedenste Formen der Bildenden Künste auf.
Zuletzt besuchten wir das Schloss Chantilly mit dem Musée Condé. Die Schlossanlage, mit einer weit zurückgreifenden Geschichte, beherbergt eine große Ausstellung von Kunstobjekten, die seit dem 19. Jh. testamentarisch durch Henri d‘Orléans festgelegt und unveränderbar ist. Für uns waren vor allem die Repräsentationsmalereien von Franz I. und Gemälde von Jean und François Clouet interessant. Auch konnten wir Werke aus der Schule von Fontainebleau, wie bspw. die Schutzmantelmadonna der Familie Cadard von Enguerrand Quarton, betrachten. Aber auch eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit einem weiblichen Aktporträt aus der Schule von Fontainebleau, dessen Wurzeln in der italienischen Kunst liegen [Brustbild?], konnte vor dem Original stattfinden. In dem Gemälde „Gabrielle d‘Estrées au Bain“ wird der weibliche Leib als artifizialisierter und fragmentierter Körper inszeniert. Viele Ausstellungsstücke der Porträtgalerie stammen aus Katharina de Medicis Sammlung, zudem gilt sie als eine der größten Grafiksammlungen der Renaissance! Das Cabinet des Clouet in Chantilly vollendete unseren Besuch und diente einigen Studierenden auch als ein Appetithäppchen für das Seminar „Das Selbstporträt. Bildliche und schriftliche Selbstzeugnisse in der Kunst“, welches in diesem Sommersemester (2023) von Herrn Rath angeboten wird.
Den letzten Abend verbrachten wir alle mit einem leckeren Abendessen in einer gemütlichen Crêperie. In einem gemächlichen Tempo reisten wir am nächsten Tag aus Frankreich ab und ließen uns von Herrn Rath und Andreas Thull wieder sicher nach Hause kutschieren. Eine kleine Reise nahm ihr Ende. Für die meisten war es die erste Exkursion gewesen, doch Folgendes war nun klar geworden:
Exkursionen leben von Neugierde und der Bereitschaft zu lernen. Durch Förderung des Faches wird eine erlebnisreiche Reise erschwinglich und ermöglicht ein Bildungs- und Lehrangebot, bei welchem Kontakte zwischen Studierenden geknüpft, Sprachkenntnisse unter Beweis gestellt und Lerninhalte auf besonders einprägsame Art vor den Originalen erprobt werden können.
Emilie Drees und Alina Prüfer
Naumburg (2023)
Programm:
27. 03: Bassenheim: Bassenheimer Reiter
Limburg
Arnstadt: Liebfrauenkirche
28.03 Erfurt: Dom, Severikirche, Alte Synagoge
30.03 Naumburg: Dom
31.03 Bamberg: Dom
01.04 Mainz: Bischöfliches Museum, Dom
Südfrankreich (2022)
Exkursionsbericht:
Unter der Leitung von Dr. Stephan Brakensiek, Dr. Andrea Diederichs und Dorothee Fischer, M.A. bereiste ein Dutzend Studierender vom 27. September bis zum 4. Oktober 2022 den Süden Frankreichs.
Nachfolgend finden sich einige Impressionen der abwechslunsgreichen Fahrt von Andreas Thull, Fotograf des Faches, sowie ein Bericht von Anna Bilstein, einer teilnehmenden Studentin:
„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“, schreibt Goethe in seinem Werk Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96). Auf der Südfrankreich-Exkursion des Faches Kunstgeschichte an der Universität Trier hat sich dieser Auszug bewahrheitet –– gerade hier zeigte sich wieder die Besonderheit des Faches, eine Kunstgeschichte am tatsächlichen Objekt erleben zu können. Den Studierenden wurde eine ganze Bandbreite künstlerischen Schaffens geboten, vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. 15 Objekte waren die Stationen der Exkursion, darunter die Abbaye Fontenay bei Montbard, die Chapelle des Moines in Berzé-la-Ville, das LUMA in Arles, der Papstpalast in Avignon, das MUCEM in Marseille, die Fondation Carmignac auf der Île de Porquerolles oder das Musée des Beaux-Arts in Dijon. Es war eine große Bereicherung, eine solche Fülle von Objekten direkt vor Augen zu haben. Mit den originalen Kunstwerken in Reichweite übten die DozentInnen mit ihren StudentInnen täglich die Rezeption von Kunstwerken: Aus welchen Blickwinkeln sind sie zu betrachten, zu bewerten, und (auch) zu hinterfragen. Wichtig war auch die gemeinsame Diskussion über die Werke, die dazu beitrug, die Kunstwerke lesen zu lernen. Mit insgesamt über 20 Referatsthemen war das Programm zwar anspruchsvoll, ließ aber auch dem Savoir-Vivre, dem französischen Lebensgefühl, seinen Raum. Seien es die frisch gebackenen Croissants einer Patisserie in Cluny, die Picknicks mit Baguette, Wein, Käse und Macarons in Arles oder die Fisch-Restaurants in Marseille –– für alle TeilnehmerInnen war das Richtige dabei.
Aus dem schützenden Raum der Universität Trier herausgetreten, haben die StudentInnen mit den DozentInnen also sowohl die Kunstgeschichte als auch das Land Frankreich hautnah erlebt –– und somit eine Reise, die die beste Bildung für sie bereitgestellt hat."
von Anna Bilstein, teilnehmende Studentin
Impressionen Exkursion Südfrankreich 2022 (Fotos (C) Andreas Thull)
Mainz-Marburg-Wetzlar-Oberwesel-Limburg („Frühgotik“) (2022)
Straßburg (2022)
Kopenhagen (2019)
Programm
12.08. Anreisetag [Ankunft Flughafen Kopenhagen um 15:25 h], Bezug der Unterkunft, Rest des Tages zur freien Verfügung
13.08. Statens Museum for Kunst (SMK) und Designmuseum Danmark sowie Stadt [Teil I]
14.08. Thorvaldsens Museum, Ny Carlsberg Glyptotek und Cisternerne (Ausstellungshalle in einer alten Zisterne) sowie Stadt [Teil II]
15.08. Nordatlantens Brygge und Dansk J0disk Museum sowie Stadt [Teil III]
16.08. Louisiana Museum of Modern Art [ganztägig]
17.08. Abreise [Abflug Flughafen Kopenhagen um 15:50 h]; Treffen am Flughafen um spätestens 14:00 h; Vormittag zur freien Verfügung


























































































































